Schweiz

Biel BE: Mann nach Auseinandersetzung schwer verletzt – mutmasslicher Täter gefasst

In der Nacht auf Sonntag wurde ein Mann bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt und musste mit einer Ambulanz ins Spital gefahren werden. Der mutmassliche Täter konnte kurz darauf angehalten werden. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht zur Klärung der Umstände Zeuginnen und Zeugen.

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Bassersdorf ZH: Falsche Handwerker fliegen auf – Polizei verhaftet mutmassliche Trickdiebe

Die Kantonspolizei Zürich hat am Samstagvormittag (25.07.2026) in Bassersdorf zwei Männer verhaftet, die versuchten, sich mittels Vorwänden Zutritt zu Wohnungen von älteren Personen zu verschaffen. Die beiden Tatverdächtigen konnten nach einer Fahndung angehalten und festgenommen werden.

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Burgdorf BE: Eskalation im Zug – Schuss fällt nach Streit zwischen Mann und Jugendlichem

Am Samstagabend ist es in einem Zug zwischen Hasle-Rüegsau und Burgdorf zu einer Auseinandersetzung gekommen. Im Zuge der Auseinandersetzung hat einer der Beteiligten einen Schuss aus einer Faustfeuerwaffe abgegeben. Ein Beteiligter verletzte sich leicht. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht aufgrund der unklaren Umstände Zeuginnen und Zeugen.

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Wassen UR: Garagenbox in Flammen – Auto bei Brand erheblich beschädigt

Heute Sonntag, 26. Juli 2026, kurz vor 4.00 Uhr, kam es in Wassen zu einem Brand in einer Garagenbox. Die ausgerückten Feuerwehren standen mit rund 21 Feuerwehrleuten im Einsatz und konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen. Verletzt wurde niemand.

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Herisau AR: Raser mit 101 km/h innerorts erwischt – mehrere Fahrzeuge stillgelegt

Am Freitag, 24. Juli und Samstag, 25. Juli 2026 hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in Herisau eine technische Verkehrs- und eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt. Mehrere Fahrzeugführer wurden zur Anzeige gebracht.

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Ottikon ZH: 22-Jähriger nach Raserei mit Auto überschlagen – in Lebensgefahr

Bei einem Selbstunfall eines Automobilisten hat sich dieser am frühen Sonntagmorgen (26.07.2026) in Ottikon (Gemeinde Gossau) lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen. Der 22-jährige Schweizer musste mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.

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Develier JU: Sekundenschlaf auf der A16 endet mit heftigem Auffahrunfall im Tunnel

Am Sonntag, 26. Juli 2026, gegen 06.30 Uhr, fuhr ein Automobilist auf der A16 in der Galerie von Develier in Richtung Bassecourt (Fahrbahn Frankreich). Aufgrund eines Sekundenschlafs prallte der Lenker mit der rechten Fahrzeugfront heftig gegen das linke Heck des vorausfahrenden Autos.

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St.Gallen SG: Flucht vor Polizeikontrolle endet mit Crash – zwei Polizisten verletzt

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (26.07.2026) hat sich ein Autofahrer einer Polizeikontrolle entzogen. Dabei kam es zu einem Verkehrsunfall mit einem zivilen Einsatzfahrzeug der Stadtpolizei, wobei eine 24-jährige Polizistin und ein 25-jähriger Polizist verletzt wurden. Die mutmasslichen Fahrzeuginsassen konnten später festgenommen werden. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen. Insbesondere wird diejenige Person gesucht, welche im Bereich Kräzernstrasse / Sonnmattstrasse die Polizei auf das Fluchtfahrzeug aufmerksam gemacht hat.

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Blüemlisalp BE: Bergsteiger stürzen in Gletscherspalte – Mann (49) kommt ums Leben

Am Freitagnachmittag ist eine Seilschaft von zwei Männern beim Abstieg vom Blüemlisalphorn in eine Gletscherspalte gestürzt. Einer der beiden Männer konnte nur noch tot geborgen werden. Der andere verletzte sich leicht. Der Unfallhergang wird untersucht.

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Arisdorf BL: Oldtimer stürzt auf A2 vom Anhänger – Totalschaden und lange Staus

Arisdorf BL / Autobahn A2. Am Samstag, 25. Juli 2026, gegen 12.00 Uhr, kam es auf der Autobahn A2 in Arisdorf zu einem Selbstunfall eines Personenwagens, welcher mit einem Anhänger unterwegs war. Verletzt wurde niemand.

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Klausenpass UR: Schwerer Töffunfall auf Klausenstrasse – Mann in Lebensgefahr

Gestern Samstag, 25. Juli 2026, um ca. 11.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Motorrads mit Urner Kontrollschild auf der Klausenstrasse talwärts in Richtung Urnerboden. Kurz nach Jägerbalm verlor der Motorradlenker aus derzeit ungeklärten Gründen die Kontrolle über das Motorrad und stürzte.

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Zug: Polizei warnt vor Datenklau – Kriminelle setzen auf täuschend echte Nachrichten

„Ihr Konto wurde gesperrt.“ „Sie haben ein Paket verpasst.“ „Dringender Handlungsbedarf.“ Mit solchen Nachrichten versuchen Betrügerinnen und Betrüger an persönliche Daten zu gelangen.

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Riedikon ZH: E-Bike-Fahrerin bei Kollision im Kreisel schwer verletzt – Zeugen gesucht

Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einer Velolenkerin ist die Zweiradfahrerin am Samstagnachmittag (25.07.2026) in Riedikon (Gemeinde Uster) schwer verletzt worden. Die 63-jährige Frau wurde nach der Erstversorgung ins Spital gebracht.

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Riehen BS: Wasserrohrbruch löst Evakuation aus – Baukran droht umzustürzen

Ein Wasserrohrbruch hat am Samstag, 25. Juli 2026 die Rudolf Wackernagel-Strasse in Riehen teilweise unterspült und eine Baugrube mit Wasser gefüllt. Da befürchtet wurde, dass der Baukran auf der betroffenen privaten Baustelle umstürzen könnte, sperrte die Kantonspolizei Basel-Stadt das Gebiet und liess umliegende Wohnhäuser vorsorglich evakuieren. Inzwischen konnte der Kran gesichert und die Sperrzone verkleinert werden.

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Liestal BL: Falsche Polizisten, Schockanrufe und Kettentrick – Polizei schlägt Alarm

Nicht alle sehen unsere Warnungen – aber du kannst sie weitergeben! Betrüger haben es besonders auf ältere Menschen abgesehen – diejenigen, die wir online nur schwer erreichen.

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Wetter am Sonntag, 26.07.2026: Wechselhaft mit Schauern, später mehr Sonne

Heute bestimmt eine mässig aktive Tiefdruckrinne unser Wetter. Bis am Montag dreht der Höhenwind auf Nordwest, zunächst wird die Feuchtigkeit noch etwas am Alpennordhang gestaut, im Laufe des Montages wird die Luftmasse mit zunehmendem Hochdruckeinfluss von oben her abgetrocknet. Am Dienstag liegt das Hoch über dem Alpenraum, die Luft ist trocken und zunehmend warm.

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Luzern LU: Polizeihund Varro gönnt sich eine Sommerpause und tankt Kraft im Wasser

Auch Polizeihunde brauchen Sommerferien. Zwischen Training und neuen Herausforderungen darf die Abkühlung natürlich nicht fehlen.

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Siebnen SZ: Rauchalarm in Mehrfamilienhaus – Defekter Lüfter löst Grosseinsatz aus

Am Samstag, 25. Juli 2026, kurz vor 05:00 Uhr, erhielt die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung, wonach in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Siebnen Rauch festgestellt wurde. Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte stellten bei ihrem Eintreffen beissenden Geruch von Plastik fest, worauf mehrere Wohnungen kurzfristig evakuiert werden mussten.

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Semsales FR: 18-jähriger Töfffahrer bei Überholmanöver schwer verletzt (Zeugenaufruf)

Gestern Nachmittag wurde in Semsales ein Motorradfahrer bei einer Kollision mit einem Fahrzeug schwer verletzt. Er wurde durch die Rettungskräfte versorgt und anschliessend mit einem Helikopter der REGA in ein Spital geflogen. Der Verkehr wurde während rund drei Stunden wechselseitig geführt. Die Polizei startet einen Zeugenaufruf.

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Rain LU: Zwei Verletzte nach seitlich-frontaler Kollision – Strasse zwei Stunden gesperrt

Gestern Nachmittag hat sich auf der Römerswilerstrasse in Rain eine seitlich-frontale Kollision zwischen zwei Personenwagen ereignet. Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt. Eine der verletzten Personen wurde vom Rettungsdienst zur Kontrolle ins Spital gebracht.

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Belp BE: Wohnungsbrand in Mehrfamilienhaus – Wohnung nach Feuer unbewohnbar

Am Freitagvormittag ist in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Belp ein Feuer ausgebrochen. Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen. Es wurden keine Personen verletzt. Ermittlungen wurden aufgenommen.

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Ottoberg TG: Betrunkener Mofafahrer stürzt – Atemtest zeigt 0,9 mg/l Alkohol

Am Freitagabend kam es in Ottoberg zu einem Selbstunfall eines fahrunfähigen Mofafahrers. Der Mann wurde dabei leicht bis mittelschwer verletzt und musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Alpnach Dorf OW: 16-jähriger Motorradlenker übersieht Bremsmanöver und verunfallt

In Alpnach Dorf bemerkte ein 16-jähriger Motorradlenker das Bremsmanöver des vor ihm stehenden Personenwagens nicht und kollidierte mit dessen Heck. Dabei verletzte sich der Motorradlenker leicht und musste durch den Rettungsdienst in ein Spital überführt werden.

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Wetter am Freitag, 24.07.2026: Sonne, später Gewitter und stürmische Böen

Heute lässt der Hochdruckeinfluss nach, und mit der auf Südwest drehenden Strömung gelangt schwülwarme und gewitteranfällige Luft zu uns. Am Sonntag bestimmt eine mässig aktive Tiefdruckrinne unser Wetter. Bis am Montag dreht der Höhenwind auf Nordwest, zunächst wird die Feuchtigkeit noch etwas am Alpennordhang gestaut, im Laufe des Montages wird mit steigendem Hochdruckeinfluss die Luftmasse von oben abgetrocknet.

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Saignelégier JU: Auto überschlägt sich nach Kollision auf Kantonsstrasse mehrfach

Am 24. Juli 2026 ereignete sich gegen 18:30 Uhr auf der Kantonsstrasse zwischen Saignelégier und Goumois ein Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen. Aus noch ungeklärten Gründen verlor ein Fahrer, der von einer Privatstrasse in Richtung Saignelégier abfuhr, die Kontrolle über sein Fahrzeug.

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Lenk BE: Ferienhaus nach Brand unbewohnbar – Feuerwehren verhindern Schlimmeres

Am Freitagmorgen ist auf dem Dach eines Ferienhauses an der Lenk im Simmental ein Brand ausgebrochen. Die ausgerückten Feuerwehren konnten das Feuer unter Kontrolle bringen und löschen. Es wurde niemand verletzt. Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens wurden aufgenommen.

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Tessin TI: Polizei kündigt Tempokontrollen in allen Bezirken für kommende Woche an

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien weisen im Rahmen der Prävention der Verkehrssicherheit darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit teilweise schweren oder sogar tödlichen Folgen ist. Die Fahrzeuglenkenden werden deshalb erneut aufgefordert, die Tempolimiten zum Schutz der eigenen Sicherheit und jener der übrigen Verkehrsteilnehmenden einzuhalten.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.