Posts Tagged ‘Radioaktivität’

Für den radioaktiven Ernstfall: Iodidtabletten werden schweizweit versandt

24.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Gesundheit  | 

Haben Sie diese Tage ein Medikamentenpäckchen in der Post gefunden? Dann wohnen Sie im Umkreis von 50 Kilometern um ein Atomkraftwerk. Das Päckchen enthält nämlich Kaliumiodid-Tabletten, die im Falle eines Reaktorunfalls schnell genommen werden müssen. Die Tabletten stammen aus Schweden, für die Verteilung innerhalb der Schweiz zeichnet jedoch die Armeeapotheke der LBA (Logistikbasis der Armee) verantwortlich.

Bei der Einnahme von Kaliumiodid-Tabletten wird die Schilddrüse mit Jod gesättigt. Sollte aus einem Atomkraftwerk radioaktive Strahlung austreten, verhindert man damit, dass sich radioaktives Jod in der Schilddrüse ablagert. Dieses könnte auch noch Jahre später zu schweren Krebserkrankungen führen. 10 Jahre nach der letzten Verteilung von Jod-Tabletten haben diese ihr Ablaufdatum erreicht, weshalb die Atomkraftwerksbetreiber neue Tabletten verteilen müssen. Die Beschaffung und Verteilung läuft, wie auch schon im letzten Jahrzehnt, über die Armeeapotheke AApot. Die AApot ist die einzige Bundesstelle, die über die notwendigen gesetzlichen Bewilligungen verfügt, Medikamente herzustellen, zu importieren und zu vertreiben.

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Löcher im AKW Leibstadt sorgen weiterhin für Diskussionen

05.08.2014 |  Von  |  Allgemein  | 

[vc_row][vc_column width=”1/1″][vc_column_text]Seit 2008 befanden sich sechs Löcher in der Wand des AKW Leibstadt, die bis zum 24. Juni dieses Jahres vollkommen unbemerkt geblieben waren. Mittlerweile ist der Schaden zwar repariert und die drohende Zwangsabschaltung des Kraftwerks somit abgewendet worden, trotzdem wird weiterhin darüber diskutiert, wer für diesen Fauxpas verantwortlich zu machen ist. Der Kreis der möglichen Verantwortlichen wird von Tag zu Tag grösser und so ist es nicht verwunderlich, dass die Umweltorganisation Greenpeace die Schuld nicht länger nur bei den Betreibern des AKW sieht, sondern auch bei der Atomaufsichtsbehörde des Bundes.

Als besonders kritisch hatte sich die Stelle erwiesen, an der die sechs Löcher mit jeweils rund sechs Millimetern Durchmesser gefunden wurden. Diese befanden sich in der stählernen Schutzhülle, dem sogenannten Containment, welche den Austritt von Radioaktivität verhindern soll. Wie sich herausstellte, wurden die Löcher bereits vor sechs Jahren von einer externen Firma für die Montage zweier Feuerlöscher gebohrt. Der lange Zeitraum bis zur Entdeckung der Lecks provozierte in den letzten Wochen heftige Kritik an der Sicherheit des Kraftwerks. Diese stammte aber nicht nur von der Umweltorganisation Greenpeace, sondern auch vom Eidgenössischen Sicherheitsinspektorat (Ensi), welches mit überraschend deutlichen Worten die organisatorischen Mängel beanstandete, welche zu diesem Versäumnis führen konnten.

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