Tipps für den richtigen Umgang mit Alkohol

01.05.2019 |  Von  |  Gesundheit, Konsum
Tipps für den richtigen Umgang mit Alkohol
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Besonders in den warmen Sommermonaten, im Urlaub oder bei Partys im Freien stehen Cocktails und kühles Bier hoch im Kurs. Während die einen immer lockerer werden, mit anderen, fremden Menschen in Kontakt treten und sich einfach gut fühlen, hat der Alkohol bei anderen eine ganz andere Wirkung. Sie werden aggressiv, suchen Streit mit anderen und sorgen gerne auch anderweitig für Ärger.

In den meisten Fällen – egal ob die Party friedlich geblieben ist oder nicht – zeigt sich das Ausmass des Alkoholkonsums am nächsten Morgen. Damit ist nicht nur der altbekannte Kater gemeint, sondern auch die Scham über das eigene Benehmen und die Frage, was in den letzten Stunden eigentlich passiert ist. Wichtig ist ein gewissenhafter Umgang mit den alkoholhaltigen Getränken.

Wie viel Alkohol ist zu viel?

Am gesündesten ist es womöglich, den Alkohol komplett zu streichen. Bei manchen Anlässen scheint es allerdings angemessen, Alkohol zu konsumieren. Wichtig ist hier vor allem ein verantwortungsvoller und bewusster Umgang mit den alkoholischen Getränken. Eine bedeutende Rolle dabei spielt, wie viel Alkohol noch okay ist und ab welcher Menge es für Ihren Körper schädlich wird.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher für Frauen einen maximalen Konsum von 20 Gramm Reinalkohol täglich. Das entspricht etwa einem Bier mit 0,5 Litern, einem Glas Wein oder Sekt mit 0,2 Litern oder drei einfachen Schnäpsen mit 40 Prozent Alkohol. Bei Männern liegt die Grenze bei 30 Gramm pro Tag. Das heisst, dass die anderthalbfache Menge, also 0,75 Liter Bier, 0,3 Liter Wein oder Sekt oder vier bis fünf 40%ige kleine Schnäpse, getrunken werden kann.

Neuere Erkenntnisse allerdings besagen, dass die Tagesmenge an Alkohol noch niedriger anzusetzen ist, damit sie unschädlich bleibt. So empfiehlt die British Medical Association (BMA), ein- bis zweimal pro Woche abstinente Tage durchzuführen.

5 Tipps für einen vernünftigen Umgang mit Alkohol

Tipp # 1

Alkohol in einem gewissen Umfang zu trinken ist keine Schande. Um die empfohlene Tagesdosis einzuhalten und dennoch etwas vom Alkohol zu haben, empfiehlt sich das Trinken in einem ruhigen Tempo. Anstatt das Bier auf einen Schluck zu trinken, können Sie sich ruhig etwas Zeit lassen. Geniessen Sie den Geschmack des kühlen Bieres oder des fruchtigen Cocktails. Orientierung bietet Ihnen darüber hinaus das Tempo der Mittrinker. Vielleicht schaffen Sie es sogar, als letzter Ihr Glas leerzutrinken.

Tipp # 2

Vielleicht wissen Sie gar nicht, wie viel Alkohol Sie täglich oder wöchentlich zu sich nehmen. Hilfreich kann es sein, wenn Sie über einen bestimmten Zeitraum jedes alkoholische Getränk aufschreiben, dass Sie konsumiert haben.

Tipp # 3

Im ersten Moment scheint ein kühles Bier den Durst vollkommen löschen zu können. Dem ist allerdings nicht so. Der Alkohol erhöht nämlich den Harndrang und macht Sie somit nur noch durstiger. Versuchen Sie es einmal mit einem Glas Wasser, bevor Sie die erste Flasche Bier öffnen. Auch auf Partys kann es durchaus sinnvoll sein, immer wieder zwischen alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken zu wechseln. So bleib Alkohol für Sie ein reines Genussmittel.

Tipp # 4

Greifen Sie nur dann zum Alkohol, wenn Sie bereits entspannt sind. Wer anfängt, Alkohol als Entspannungsmethode zu nutzen oder mit dem Konsum alkoholischer Getränke unangenehme Gefühle loszuwerden, der ist auf dem besten Weg, eine Gewohnheit und letztendlich eine Sucht zu entwickeln.

Tipp # 5

Übermässiger Alkoholkonsum hat nicht selten auch etwas mit Gruppendruck zu tun. Warum sollte man auch nicht trinken, wenn es alle anderen tun? Die Antwort ist: weil Sie es besser wissen. Das heisst natürlich nicht, dass Sie, wenn ein Freund oder Bekannter zum wiederholten Male eine neue Runde anbietet, ablehnen müssen. Ein nicht-alkoholisches Getränk tut es nämlich auch.

Was tun, wenn es doch einmal zu viel Alkohol war?

Selbst wer sehr genau auf seinen Alkoholkonsum achtet, wird nicht immer am nächsten Morgen ganz ohne Kater aufwachen. Das ist dann nicht nur unangenehm und schmerzhaft, sondern kann durchaus auch die bereits geschmiedeten Pläne für ein oder zwei Tage auf Eis legen.

Um zu vermeiden, dass Sie am nächsten Tag an das Bett gefesselt sind, gibt es allerdings ein paar kleine Tricks. So ist es wichtig, dass Sie noch vor dem Schlafengehen viel stilles Mineralwasser trinken. Oft werden zwei bis drei Liter empfohlen. Auch am Morgen, gleich nach dem Aufwachen sollte noch einmal viel Wasser getrunken werden. Am besten stellen Sie sich gleich am Abend noch eine Flasche bereit.

Auch wenn es schwerfallen mag, helfen am Morgen danach ausgeprägte Spaziergänge und leichte Sporteinheiten sehr, da Sie Ihre Zellen so mit frischem Sauerstoff versorgen. Um das Verdauungssystem zu entlasten, sollten Sie beim Mittagessen ausserdem auf leichte, ballaststoffreiche Kost setzen.

 

Titelbild: bbernard – shutterstock.com


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