Schweiz

Chiasso TI: Küchenbrand in Mehrfamilienhaus – fünf Personen evakuiert

Die Kantonspolizei teilt mit, dass am Freitag, kurz nach 15 Uhr, in einer Wohnung an der Via Lavizzari in Chiasso ein Brand ausgebrochen ist. Aus noch ungeklärten Gründen, die Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen sind, brach das Feuer in der Küche einer Wohnung aus.

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Faido TI: Frau (56) nach Schussverletzung verstorben – Ermittlungen laufen

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am Donnerstag (09.07.2026), kurz nach 20 Uhr, auf dem Gelände der Rehabilitationsklinik in Faido eine 56-jährige Schweizerin mit Wohnsitz im Bleniotal, die sich als Patientin in der Klinik befand, mit einer schweren Schussverletzung am Kopf aufgefunden wurde. Im Einsatz standen Einsatzkräfte der Kantonspolizei sowie die Rega.

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St.Gallen SG: Lieferwagen prallt im Schorentunnel gegen Verkehrsteiler & kippt um

Am Freitagnachmittag (10.07.2026) ist ein 65-jähriger Mann mit seinem Lieferwagen auf der Stadtautobahn im Schorentunnel verunfallt. Der Schorentunnel in Richtung Stadt St.Gallen musste kurzzeitig komplett gesperrt werden. Der 65-Jährige blieb unverletzt.

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Lugano TI: Mann bei Schlägerei im Parco Ciani schwer im Gesicht verletzt

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass es am Donnerstag (09.07.2026), kurz vor 18 Uhr, im Parco Ciani in Lugano zu einer Schlägerei mit fünf beteiligten Personen gekommen ist. Dabei wurde ein Mann im Gesicht verletzt und musste ins Spital gebracht werden.

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Wallisellen ZH: Töfffahrer verletzt – Lieferwagen flüchtet nach Kollision auf A1

Am Mittwoch (24.6.2026) kam es auf der Autobahn A1 bei Wallisellen zu einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Lieferwagen. Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt.

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Heiligkreuz SG: Fahrunfähiger Geisterfahrer auf A3 von Polizei gestoppt

In der Nacht auf Freitag (10.07.2026) ist auf der Autobahn A3 ein Autofahrer in der falschen Fahrtrichtung unterwegs gewesen. Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen konnte das Auto auf Höhe Heiligkreuz anhalten. Der 42-jährige Mann wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Zürich ZH: Bewusstloser 14-Jähriger neben E-Trottinett gefunden – Zeugen gesucht

Am Donnerstagabend, 9. Juli 2026, trafen Passanten im Kreis 7 auf einen bewusstlosen Jungen, der offensichtlich verletzt war. Er musste mit unbestimmten Kopfverletzungen ins Spital gebracht werden. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeuginnen und Zeugen.

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Stadt St.Gallen SG: Zwei Velofahrer bei Selbstunfällen erheblich verletzt

Am Donnerstag (09.07.2026) haben sich in der Stadt St.Gallen zwei Selbstunfälle mit Velofahrenden ereignet. Eine 28-jährige Velofahrerin und ein 44-jähriger E-Bike-Fahrer erlitten erhebliche Verletzungen und mussten vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Samstagern ZH: Zwei Autos angezündet – drei mutmassliche Brandstifter festgenommen

Am Donnerstagabend (9.7.2026) haben in Samstagern (Gemeinde Richterswil) mehrere Personen zwei Fahrzeuge angezündet - Tatverdächtige verhaftet. Gegen 22.30 Uhr meldete eine Anwohnerin der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich den Brand eines Fahrzeuges auf einem Restaurantparkplatz.

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Rüschegg Heubach BE: Motorrad rutscht in Auto – Töfffahrer verletzt ins Spital

Am Donnerstagnachmittag ist es in Rüschegg Heubach zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Schaffhausen SH: Einbrecher plündern mehrere Autos – Polizei sucht Zeugen

In der Nacht auf Freitag (10.07.2026) wurden der Schaffhauser Polizei mehrere Einbrüche in Autos gemeldet. Die Autos waren alle im Bereich Winkelriedstrasse und Windeggstieg in der Stadt Schaffhausen parkiert. Zeugen werden gebeten, sich bei der Schaffhauser Polizei zu melden.

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Mogelsberg SG: Auto prallt frontal in Strommast – Rega fliegt Beifahrerin ins Spital

Am frühen Freitagmorgen (10.07.2026) ist ein Auto von der Strasse abgekommen und in einen Strommast geprallt. Der 63-jährige Fahrer wurde leicht verletzt, seine 67-jährige Beifahrerin jedoch eher schwer. Sie wurde von der Rega ins Spital geflogen.

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Genf GE: Seit 1968 bringt die Polizei Kindern sicheres Verhalten im Strassenverkehr bei

Seit 1968 besucht die Brigade für Bildung und Prävention der Genfer Kantonspolizei – früher als Verkehrserziehungsbrigade bekannt – Schülerinnen und Schüler in den Schulen, um ihnen die richtigen Verhaltensweisen im Strassenverkehr zu vermitteln. Diese Verkehrserziehung wird anschliessend im Verkehrsgarten fortgesetzt, wo die Kinder ihr Wissen in theoretischen und praktischen Prüfungen anwenden und vertiefen.

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Schübelbach SZ: Zwei Kinder von Auto erfasst – Mädchen ins Spital geflogen

Am Donnerstagabend, 9. Juli 2026, kam es kurz nach 17 Uhr auf der Kantonsstrasse in Schübelbach zu einem Verkehrsunfall mit einem Auto und zwei Kindern. Ein 8-jähriger Knabe und ein 7-jähriges Mädchen wurden dabei verletzt.

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Turgi AG: Balkon eines Mehrfamilienhauses steht in Flammen – hoher Sachschaden

Am frühen Donnerstagnachmittag stellte eine Drittperson Rauch und Flammen auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses fest. Die Feuerwehr rückte umgehend mit einem Grossaufgebot aus und brachte den Brand schnell unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Franken.

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Oetwil am See ZH: Lieferwagen fährt Velofahrer an und flüchtet vom Unfallort

Bei einer Streifkollision zwischen einem Lieferwagen und einem Radfahrer ist der Zweiradlenker am Donnerstagabend (09.07.2026) in Oetwil am See verletzt worden. Der Lieferwagenlenker beging Fahrerflucht.

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Oberwinterthur ZH: 6-jähriger Knabe stirbt bei tragischem Unfall vor Wohnhaus

Am Donnerstag, 9. Juli 2026, gegen 17:45 Uhr ging über die Notrufnummer bei der Stadtpolizei Winterthur die Meldung ein, dass es an der Stadlerstrasse eine Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Kind gegeben hat. Sofort rückten mehrere Patrouillen der Stadtpolizei Winterthur zusammen mit dem ebenfalls aufgebotenen Rettungsdienst Winterthur und einem Notarzt an die Örtlichkeit aus.

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Wetter am Freitag, 10.07.2026: Sonne bis 34 Grad, später lokale Gewitter

In den nächsten Tagen bestimmt ein Hochdruckgebiet, das sich von den Britischen Inseln über Mitteleuropa bis nach Südosteuropa erstreckt, das Wetter in der Schweiz. Mit Bise gelangt trockene und heisse Kontinentalluft zur Alpennordseite. Südlich des Alpenhauptkamms liegt am Freitag und Samstag etwas feuchtere und instabilere Luft, die zu Hitzegewittern neigt. Am Samstagabend steigt auch auf der Alpennordseite das Gewitterrisiko vorübergehend an, vor allem in der Westschweiz. In der nächsten Woche setzt sich das heisse Sommerwetter fort.

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Haag SG: Zwei Autos überschlagen sich nach Frontalkollision – Mann verletzt

Am frühen Mittwochabend (08.07.2026) ist es zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Beide Autos kamen von der Strasse ab, überschlugen sich und blieben im Seitengraben auf dem Dach liegen. Ein 53-jähriger Mann wurde eher leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden.

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Altstätten SG: Fahrunfähiger Autofahrer flüchtet nach Selbstunfall von Unfallstelle

Am Mittwochabend (08.07.2026) hat ein Mann mit seinem Auto einen Selbstunfall verursacht und ist danach weitergefahren, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Er konnte später in fahrunfähigem Zustand angehalten werden.

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Gotthard UR: Deutscher rast mit 171,8 km/h durch Tunnel und überholt 21 Fahrzeuge

Gestern Mittwoch, 8. Juli 2026, kurz vor 05.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit deutschen Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Richtung Süden. Vor dem Nordportal des Gotthard-Strassentunnels überholte er rechts über eine Sperrfläche mindestens einen Personenwagen.

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St.Gallen SG: Falsche Bankmitarbeiter erbeuten 185'000 Franken mit Taxi-Betrugsmasche

Zwischen Dienstag, 30.06.2026, und Mittwoch, 08.07.2026, ist es in der Stadt St.Gallen zu mehreren Betrugsfällen mit einer Schadensumme von 185'000 Franken gekommen. Die Täterschaft gibt jeweils vor, von einer Bank aus anzurufen und weist die Geschädigten an, hohe Bargeldsummen in einem Taxi zu deponieren. Die Kantonspolizei St.Gallen mahnt zu erhöhter Vorsicht.

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Biel BE: Mann in derselben Nacht zweimal brutal angegriffen – Polizei sucht Zeugen

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist in Biel ein Mann zweimal von unterschiedlichen unbekannten Personen angegriffen worden. Er wurde verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Die Täterschaft flüchtete. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen.

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Obwalden/Nidwalden: Absolutes Feuerverbot wegen grosser Waldbrandgefahr

Die derzeitige Trockenheit hat in weiten Teilen der Schweiz zu einer grossen Brandgefahr in Wäldern und auf Wiesen geführt. Die Kantone Ob- und Nidwalden schätzen die Waldbrandgefahr als gross (Warnstufe 4) ein. In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen erlassen die Kantone Ob- und Nidwalden deshalb ab morgen Freitag, 10. Juli 2026, 12 Uhr ein absolutes Feuerverbot im Wald und an den Waldrändern.

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Freiburg FR: Strafanzeigen nur noch mit Termin – Kantonspolizei stellt System um

Um die Dienstleistungen für die Bevölkerung zu verbessern und die Wartezeiten zu verkürzen, werden nicht dringende Strafanzeigen bei der Kantonspolizei künftig nur noch nach Terminvereinbarung entgegengenommen. Zahlreiche Dienstleistungen sind zudem rund um die Uhr online verfügbar. Notfälle werden weiterhin sofort über die Nummer 117 bearbeitet.

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Freiburg FR: Badende hört Hilferufe und rettet abgestürzten Mann das Leben

Am heutigen Nachmittag kam es an den Felsen entlang der Saane in der Nähe des Maigrauge-Staudamms in Freiburg zu einem grösseren Rettungseinsatz. Nachdem eine Badende Hilferufe gehört und die Einsatzkräfte alarmiert hatte, wurden umgehend umfangreiche Suchmassnahmen eingeleitet. Ein verletzter Mann konnte schliesslich lokalisiert, gerettet und mit der Rega in ein Spital geflogen werden.

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Luzern LU: Bewaffneter überfällt Tankstellenshop – Täter flüchtet ohne Beute

Ein unbekannter Mann hat am Montagabend einen Tankstellenshop an der Seeburgstrasse in der Stadt Luzern betreten. Er war bewaffnet und verlangte von den Angestellten Bargeld. Er brach sein Vorhaben ab und der unbekannte Täter flüchtete zu Fuss und ohne Beute. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.

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Winterthur ZH: Snapchat-Falle endet in brutalem Raubüberfall – Polizei sucht Zeugen

Am Mittwochabend, 8. Juli 2026, ist ein Mann im Quartier Hardau in Winterthur-Wülflingen Opfer eines Raubüberfalls geworden. Er wurde von mehreren unbekannten Tätern angegriffen und beraubt. Die Stadtpolizei Winterthur sucht Zeuginnen und Zeugen.

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La Roche FR: Radfahrer stürzt schwer – Rega fliegt 35-Jährigen ins Spital

Heute Morgen rückte die Kantonspolizei Freiburg wegen eines Verkehrsunfalls in La Roche aus, an dem ein allein fahrender Radfahrer beteiligt war. Der Verletzte wurde mit einem Helikopter in ein Spital geflogen. Die Ermittlungen zur Klärung der genauen Unfallursache sind im Gange.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.