Das Sturmtief „Austen” zieht vom Ärmelkanal Richtung Dänemark, und wir kommen in einer zunehmend starken Südwestströmung in dessen Einflussbereich. Gegen Abend führt es eine zum Tief gehörende Kaltfront über die Alpennordseite hinweg. Auf dessen Rückseite dreht die Strömung auf Nordwest.
Am Freitagabend und Samstag fliesst kühle und labil geschichtete Luft zur Schweiz. Auf Sonntag nähert sich das nächste Sturmtief namens „Boelo” den Britischen Inseln, eine starke bis stürmische Südwest- bis Westströmung erreicht die Schweiz. Das Sturmtief führt in der Nacht zum Sonntag eine Warmfront aus Westen über uns hinweg, am Sonntag folgt die aktive Kaltfront.
(Chur GR). In Chur ist es auf der Giacomettistrasse zu einem Selbstunfall gekommen.
Ein Autolenker kam von der Fahrbahn ab und landete in einem Strassengraben. Der Lenker wurde zur Kontrolle ins Kantonsspital Graubünden überführt.
(La Malcôte JU). Am Freitag, 23. Oktober 2026, gegen 18.40 Uhr war ein Autofahrer von Les Rangiers in Richtung Cornol unterwegs.
Bei La Malcôte verlor er in einer Linkskurve nach dem Relais die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Auto kam auf dem Dach liegend auf der Fahrbahn zum Stillstand.
Ein 66-jähriger Fussgänger stirbt nach einer Kollision auf einem Fussgängerstreifen, in Bern ermittelt die Polizei zu mutmasslichen Sexualdelikten und der Zoll stoppt Transporte mit insgesamt 2,69 Tonnen ungekühlten Lebensmitteln: Der 23. Oktober 2026 brachte mehrere besonders brisante Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch eine kantonsweite Kontrolle von 23 Gewerbebetrieben mit drei Festnahmen sowie ein Unfall, bei dem ein 15-Jähriger rückwärts durch ein Schaufenster fährt, beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Pratteln BL). In der Nacht auf Freitag, 23. Oktober 2026, kam es beim Bahnhof Pratteln BL zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen.
Dabei wurde eine Person verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
(Porrentruy JU). Am Freitag, 23. Oktober 2026, ereignete sich gegen 15.20 Uhr auf der Route d'Alle in Porrentruy ein Verkehrsunfall.
Aus einem Grund, den die Ermittlungen noch klären müssen, verlor ein Autofahrer, der in Richtung Stadtzentrum unterwegs war, die Kontrolle über sein Fahrzeug.
(Eschenbach LU). Seit Donnerstag, 22. Oktober 2026, wird in Eschenbach LU der 65-jährige Daniel Berlinger vermisst.
Daniel Berlinger wurde zuletzt am Mittwochnachmittag an seinem Wohnort gesehen.
(Kanton Zürich ZH). Am Donnerstagnachmittag (22.10.2026) hat die Kantonspolizei Zürich im ganzen Kanton verschiedene Gewerbebetriebe wie Barbershops, Imbissläden und Shisha-Lounges kontrolliert.
Dabei stellte sie mehrere Verstösse fest und verhaftete drei Personen.
(Bern BE). Die Kantonspolizei Bern führt Ermittlungen zu mutmasslichen Sexualdelikten im April 2025 und März 2026 auf einem Wagenplatz im Raum Bern.
Ein Beschuldigter konnte identifiziert werden. Zur Klärung der Umstände werden Personen gesucht, die weiterführende Angaben machen können.
(Bern BE). Im ganzen Kanton wurden seit letzter Woche vermehrt falsche QR-Codes an Parkuhren festgestellt.
Die Kantonspolizei Bern ruft zur Vorsicht auf und gibt Tipps.
(St.Gallen SG). Wegen Umbauarbeiten bleibt die Polizei-Kontaktstelle Innenstadt der Stadtpolizei St.Gallen ab dem 26. Oktober 2026 für eine Woche geschlossen.
Die Quartierpolizisten des Kreis Zentrum-Nord bleiben telefonisch erreichbar.
(Stein AG). Weil er einem anderen Auto ausweichen musste, prallte ein Lieferwagen heftig gegen eine Strassenlampe.
Der Unfall ereignete sich am Freitag, 23. Oktober 2026, kurz nach 13.30 Uhr auf der Schaffhauserstrasse in Stein.
(Seealpsee AI). Nach einem Felsabbruch nördlich des Seealpsees im September 2026 sind weitere Sicherungs- und Räumungsarbeiten notwendig.
Diese werden bis zum 23. Oktober 2026 durchgeführt. Neben der Rettungskolonne Appenzell stehen Angehörige des Zivilschutzes sowie die Alpverantwortlichen und freiwillige Helfer im Einsatz.
(Oppligen BE). Am Mittwoch vor einer Woche ist in Oppligen ein Autolenker mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gemessen worden.
Der Lenker wurde in der Folge angehalten und muss sich vor der Justiz verantworten.
(Allschwil BL). In der Nacht auf Freitag, 23. Oktober 2026, kam es in einer Einstellhalle eines Wohn- und Geschäftshauses am Hegenheimermattweg in Allschwil BL zu einem Brand.
Verletzt wurde niemand.
(Einigen BE). Am Donnerstagabend kam es in Einigen zu einem schweren Verkehrsunfall.
Dabei wurde ein Fussgänger tödlich verletzt. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.
(Sursee LU). Gestern Abend fuhr ein Auto in Sursee rückwärts in ein Verkaufsgeschäft.
Der 15-jährige Lenker verwechselte mutmasslich das Brems- mit dem Gaspedal, woraufhin das Fahrzeug unkontrolliert die Schaufensterscheibe durchbrach.
(St.Gallen SG). Stell dir vor, du fährst durchs Quartier und am Strassenrand steht jemand mit einem weissen Stock in der Höhe.
Das ist kein Winken. Das ist ein Stoppsignal.
(Kanton Thurgau TG). Im Mai wurde die Bevölkerung eingeladen, eine Stellungnahme zum Fahrplanentwurf 2027 abzugeben.
Diese Möglichkeit wurde rege genutzt. Bei der Abteilung Öffentlicher Verkehr des Kantons Thurgau gingen knapp 55 Anliegen ein. Auf den nächsten Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 können einige Fahrplanverbesserungen realisiert werden.
(Herdern TG). Ein ungewöhnlicher Polizeieinsatz mit über einem Dutzend ausgebüxter Rinder sorgte am Morgen in Herdern für eine tierische Überraschung.
Die Tiere hatten sich selbstständig Zugang zu einer üppig bewachsenen Parzelle mitten im Dorf verschafft und waren dort mit Fressen beschäftigt.
Update zu dieser Vermisstmeldung (23.10.2026)
(Obermumpf AG). Die seit Mittwochabend in Obermumpf vermisste Frau hat sich wohlbehalten gemeldet. Die 37-Jährige hat sich inzwischen selbst gemeldet und ist wohlauf. Eine Straftat liegt nicht vor.
(Kanton St.Gallen SG). #tbt zum Winter 1993/94.
Ein Unfall, zwei Bilder und eine ziemlich klare Erinnerung: Es braucht wenig im Winter, um eine Fahrt zu verändern.
(St.Gallen SG). Neue Grünflächen, mehr Platz im Strassenraum und hindernisfrei ausgebaute Bushaltestellen werten die Kolumbanstrasse auf.
Mit der Umwandlung zur Velostrasse und einer neuen Signaletik wurde zudem ein weiterer Abschnitt der städtischen Velovorzugsroute realisiert.
(Ederswiler JU / Pratteln BL). Innerhalb weniger Stunden stellten Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) in der Nordwestschweiz in zwei Fahrzeugen insgesamt über zwei Tonnen geschmuggelte Lebensmittel sicher.
Beide Transporte erfolgten ohne Kühlung. Eines der Fahrzeuge war zudem massiv überladen.
(Moutier JU). Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 11.31 Uhr wurde ein Autofahrer, der von Roches (BE) in Richtung Moutier unterwegs war, mittels Doppler-Radargerät mit 128 km/h gemessen.
Auf dem betreffenden Strassenabschnitt gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h.
(Basel BS). Die Niederschläge der vergangenen Tage und die gestiegene Luftfeuchtigkeit haben das Waldbrandrisiko im Kanton Basel-Stadt deutlich reduziert.
Deshalb werden die bestehenden Verbote im Zusammenhang mit Feuer per Freitag, 23. Oktober 2026, um 12.00 Uhr aufgehoben.
(Sursee LU). Die Luzerner Polizei lädt am Montag, 16. November 2026, um 19.00 Uhr zu einem Info-Event im Campus Sursee ein.
Interessierte erhalten Einblicke in den Polizeialltag und erfahren aus erster Hand, welche Möglichkeiten der Polizeiberuf bietet.
(Widnau SG). Am Mittwochmorgen (21.10.2026) sind in der Ländernach im Bereich zwischen der Unterdorfstrasse und dem Binnenkanal rund 100 tote Fische festgestellt worden.
Bei Kontrollen des Gewässers wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Die Ursache des Fischsterbens ist noch unklar.
(Genf GE). Seit März 2026 stellt die Genfer Polizei eine deutliche Zunahme von Diebstählen von Gegenständen fest, die unter den Sitzbänken von Rollern aufbewahrt werden.
Seither wurden knapp 200 Fälle registriert, wobei hauptsächlich Fahrzeuge der Marke Yamaha betroffen sind.
(Graubünden GR). Die Stimmen am Funk wechseln, der Dienst geht weiter.
Denn während für die einen Feierabend ist, übernimmt bereits die nächste Schicht.
(Zug ZG). Mit Sirenen, persönlichen Begegnungen und spannenden Einblicken in die Zahlenwelt lädt die Zuger Polizei zum Besuch der Zuger Messe 2026 ein.
Unter dem Motto „117 Zahlen“ können Besucherinnen und Besucher den Polizeialltag entdecken, Fragen stellen und besondere Erinnerungsfotos mit nach Hause nehmen.
(Altdorf UR). Während der Hochwildjagd 2026 im Kanton Uri wurden 29 Hirsche (rund 13 Prozent) mehr erlegt als im Vorjahr.
Im neu eingeführten zweiten Jagdblock vom 28. bis 30. September 2026, der nach einer einwöchigen Pause stattfand, wurden 22 Hirsche erlegt. Die Abschüsse lagen mit insgesamt 247 Hirschen (105 Hirschstiere, 51 Hirschkühe sowie 91 männliche und weibliche Tiere der Jugendklasse) im Rahmen der Erwartungen. Die sommerlich warme Witterung beeinträchtigte die Aktivität der Hirsche und erschwerte dadurch die Jagd. In einigen Regionen kamen mehrere Nebeltage hinzu. Im Jahr 2025 wurden während der Hochwildjagd 218 Hirsche erlegt.
(Basel-Mülhausen BS). Am EuroAirport Basel-Mulhouse übernehmen die Mitarbeitenden des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) zahlreiche Aufgaben.
Dazu gehört die Kontrolle der Identitätsdokumente von Reisenden, die in die Schweiz einreisen.
(Thun BE). Die Arbeiten in der Bahnhofunterführung beginnen am Montag, 26. Oktober 2026.
Dafür wird die Frutigenstrasse zwischen Mönchplatz und Maulbeerplatz bis voraussichtlich Ende März 2027 gesperrt.
(Zürich ZH). Reiterinnen und Reiter der Kantonspolizei Zürich waren bereits Mitte der 1960er-Jahre noch zu repräsentativen Zwecken, bei Umzügen und an Sportveranstaltungen unterwegs.
Ein historisches Foto zeigt die Reitergruppe der Kantonspolizei Zürich bei einem Festumzug durch Zürich im Mai 1977.
(Gimel VD). Am Mittwoch, 21. Oktober 2026, gegen 22.45 Uhr, wurde die Waadtländer Polizeieinsatzzentrale (CVP) darüber informiert, dass verdächtige Personen versuchten, in ein Geschäft in Gimel einzubrechen.
Die Polizei leitete einen Grosseinsatz ein, bei dem fünf Minderjährige festgenommen werden konnten. Das Jugendgericht führt ein Verfahren.
(Kanton Basel-Landschaft BL). Bunte Blätter, raschelndes Laub und kürzere Tage – der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite.
Auch die Polizei Basel-Landschaft ist in der goldenen Jahreszeit auf Patrouille unterwegs und erinnert daran, die Fahrweise den herbstlichen Strassenverhältnissen anzupassen.
Ein Zwischenhoch sorgte am Donnerstag für eine Wetterberuhigung. Am Freitag gelangen wir in den Einflussbereich des Sturmtiefs "Austen", welches vom Ärmelkanal Richtung Dänemark zieht.
Dabei erfasst sein Sturmfeld auch die Schweiz, und die zum Tief gehörende Kaltfront zieht über die Alpennordseite hinweg. Auf der Rückseite der Front staut sich am Samstag kühlere und feuchte Luft am Alpennordhang, bevor am Sonntag bereits das nächste Frontensystem unser Land erfasst.
(Praden GR). Am Donnerstagmorgen, 22. Oktober 2026, ist auf der Praderalpstrasse eine zehn Tonnen schwere Strassenwalze von der Fahrbahn abgekommen und rund fünf Meter ein Strassenbord hinuntergekippt.
Der Lenker konnte rechtzeitig von der kippenden Maschine abspringen und blieb unverletzt. Für die Sicherung und Bergung der Strassenwalze standen mehrere Einsatzkräfte im Einsatz.
Ein bewaffneter Täter überfällt ein Lebensmittelgeschäft in Embrach, auf der A1 werden bei drei Auffahrkollisionen neun Autos beschädigt und ein Quad-Fahrer wird unter seinem Fahrzeug eingeklemmt: Der 22. Oktober 2026 brachte mehrere folgenschwere Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein Polizeieinsatz mit einem verletzten Beamten sowie ein Glätteunfall auf der Oberalpstrasse mit drei Verletzten beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Mühlehorn GL). Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, kurz nach 08.00 Uhr, ereignete sich in Mühlehorn ein Arbeitsunfall mit einer Kombiwalze.
Dabei wurde eine Person unbestimmt verletzt und mit der Rega in ein Spital geflogen.
(Schliern bei Köniz BE). In der Nacht auf Mittwoch ist in Schliern bei Köniz (Gemeinde Köniz) ein Fahrzeug in Brand geraten.
Aktuell ist die Brandursache Gegenstand von Ermittlungen. Die Kantonspolizei Bern sucht Zeuginnen und Zeugen.
(Bern, Bern). Am Samstagabend findet in Bern das Fussballspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC St. Gallen statt.
Aufgrund des Besucheraufkommens ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Es wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
(Schmidigen-Mühleweg BE). Am Donnerstagmorgen ist es in Schmidigen-Mühleweg zu einem Selbstunfall eines Autofahrers gekommen.
Der Mann verletzte sich dabei und wurde mit einem Helikopter der Rega ins Spital gebracht. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
(Embrach, Zürich). Ein unbekannter Mann überfiel am Donnerstagmittag (22.10.2026) in Embrach ein Lebensmittelgeschäft und erbeutete Bargeld.
Die Fahndung nach dem flüchtigen Täter läuft.
(Landquart GR). Am Mittwochnachmittag ist beim Autobahnanschluss Landquart ein Auto in Brand geraten.
Während der Löscharbeiten kam es auf der A13 zu Verkehrsbehinderungen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.