Ein 75-jähriger E-Biker stirbt nach einem Unfall auf einem Biketrail, ein 47-Jähriger wird nach einem mutmasslichen E-Trottinett-Sturz bewusstlos und mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden und ein Töfffahrer erleidet bei einer heftigen Frontalkollision schwere Verletzungen: Der 26. September 2026 brachte mehrere folgenschwere Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein Wohnungsbrand mit zwei geretteten Personen und zwei toten Katzen sowie ein Töfffahrer mit 122 km/h in einer 50er-Zone beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Eptingen BL). Am Samstagnachmittag, 26. September 2026, kurz nach 13.00 Uhr, kam es in einem Waldstück oberhalb Eptingen BL zu einem Brand.
Beim Eintreffen der Ereignisdienste breitete sich das Feuer bereits auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern aus.
(Chur GR). Am Samstag hat in Chur die 29. Schlagerparade stattgefunden.
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen erfreuten sich rund 31'000 Zuschauer am farbenfrohen Umzug mit 19 Hossamobilen und rund 90 Kleinfahrzeugen.
(Pratteln BL). Am Samstagnachmittag, 26. September 2026, kurz nach 14.30 Uhr, kam es in Pratteln BL zu einem Angriff auf ein bisweilen unbekanntes Opfer.
Die Polizei sucht Zeugen.
(St-Aubin FR). Letzte Nacht ereignete sich auf dem Chemin de la Rochette in St-Aubin ein Verkehrsunfall.
Der schwer verletzte Autofahrer wurde mit dem Helikopter in ein Spital geflogen, wo er verstarb.
(Dübendorf ZH). Eine Würge-Mutprobe unter zwei Jugendlichen hat für einen 15-Jährigen mit Bewusstlosigkeit geendet. Die Kantonspolizei Zürich warnt eindringlich vor der lebensgefährlichen Aktion.
Der Vorfall zeigt, wie schnell eine vermeintlich kontrollierte Mutprobe ausser Kontrolle geraten kann. Eltern und andere Bezugspersonen sollten die Warnung zum Anlass nehmen, mit Jugendlichen offen über solche Challenges zu sprechen.
(Schweiz). Der Herbst zeigt sich derzeit von seiner warmen Seite: Im Flachland erreichen die Temperaturen vielerorts rund 25 Grad, und bis etwa Mitte nächster Woche bleibt das Wetter überwiegend freundlich.
Die spätsommerlichen Tage erinnern an den Altweibersommer. Hinter dem bekannten Namen steckt eine typische Schönwetterphase im Herbst. Für die anhaltende Trockenheit bringt sie allerdings keine Entlastung.
(Siebnen SZ). Am Donnerstagabend führte die Feuerwehr Schübelbach auf dem Märtplatz in Siebnen eine Höhenrettung mit der neuen Autodrehleiter durch.
Der Betreiber der „Sugar Rush“ brachte die Bahn dafür noch vor Märtbeginn zum Laufen, sodass die Freiwilligen für diesen spektakulären Einsatz als Allererste die tolle Aussicht aus über 30 Metern Höhe geniessen durften.
(Schweiz). Der Volkswagen-Konzern ruft wegen eines möglichen Problems an der Lenkung Fahrzeuge mehrerer Marken vorsorglich in die Werkstatt. In der Schweiz sind nach Angaben des Generalimporteurs Amag über 66’000 Autos betroffen.
Eine Befestigungsschraube kann nach langjährigem Einfluss von Feuchtigkeit und Streusalz korrodieren. Im schlimmsten Fall könnte dadurch die Funktion der Lenkung beeinträchtigt werden. Betroffene Halter sollen informiert werden; der Austausch ist kostenlos.
(Wohlen AG). Kurz nach Mitternacht verübte eine unbekannte Täterschaft einen Einbruch in Wohlen.
Gut eine Stunde später klickten die Handschellen: Polizisten der Regionalpolizei Bremgarten nahmen einen Tatverdächtigen fest.
(Fisibach AG). Kurz vor Mitternacht fanden Drittpersonen einen 47-jährigen Mann schwer verletzt auf der Bachserstrasse am Boden liegend auf.
Er dürfte mit einem E-Trottinett gestürzt sein. Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen zu.
(Zwingen BL). Am Samstagvormittag ist auf der Baselstrasse eine 70-jährige Fussgängerin von einem Auto erfasst und verletzt worden.
Die Frau überquerte kurz vor 09.00 Uhr auf Höhe des Migrolino einen Fussgängerstreifen. Nach der Erstversorgung brachte sie der Rettungsdienst in ein Spital.
(Kanton Appenzell Ausserrhoden). Das Strassenverkehrsamt versteigert das zweistellige Autokontrollschild «AR 67». Der Startpreis beträgt 10’000 Franken.
Interessierte können auf der Auktionsplattform des Kantons mitbieten. Die Versteigerung endet am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 18 Uhr.
(Kanton Luzern). Die Luzerner Polizei hat ihre offizielle Übersicht der aktuellen Tempomessungen erweitert. Neu wird eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage auf der Autobahn A2 bei Buchs ausgewiesen.
Insgesamt sind auf der offiziellen Standortseite derzeit vier semistationäre Messanlagen veröffentlicht. Die bereits gemeldeten Standorte in Reussbühl, Luzern und Schenkon bleiben weiterhin aufgeführt.
(Valangin NE). Am Donnerstag, 24. September 2026, gegen 7 Uhr fuhr ein 32-jähriger Bewohner der Neuenburger Berge mit seinem Auto auf der Autobahn N20 in Richtung La Chaux-de-Fonds.
Auf dem Viadukt von Valangin kam es zu einer Kollision mit einem Auto, das von einem 33-jährigen Bewohner des Kantons Waadt gelenkt wurde und auf der linken Spur in die gleiche Richtung fuhr.
(Vazerol GR). Am Freitagnachmittag ist es auf der Julierstrasse zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad gekommen.
Der Motorradlenker wurde dabei schwer verletzt.
(Beggetwil SG). Am Samstagmorgen (26.09.2026) sind zwei Scheunen in Vollbrand gestanden.
Die Feuerwehr konnte die Flammen unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen auf ein Wohnhaus verhindern.
(Kanton Tessin). Die Kantonspolizei Tessin und die kommunalen Polizeikorps haben die offiziellen Standorte ihrer mobilen und semistationären Geschwindigkeitskontrollen für die Woche vom 28. September bis 4. Oktober 2026 veröffentlicht.
Die amtliche Mitteilung nennt Kontrollorte in den Bezirken Bellinzona, Locarno, Lugano und Mendrisio. Zusätzlich sind vier Standorte für semistationäre Messanlagen aufgeführt. Konkrete Strassen, Messtage oder Uhrzeiten werden nicht bekannt gegeben.
(Sissach BL). In der Freitagnacht, 25. September 2026, kurz vor 22.00 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der Autobahn A2 in Sissach einen Verkehrsunfall.
Eine Person wurde dabei leicht verletzt.
(Pratteln BL). Am Freitagabend, 25. September 2026, kurz vor 20.00 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der Autobahn A22 in Pratteln einen Verkehrsunfall.
Der Lenker wurde beim Unfall nicht verletzt.
(Herisau AR). Am Freitag, 25. September 2026, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in Herisau eine technische Verkehrskontrolle durchgeführt.
Aufgrund technischer Änderungen an Fahrzeugen wurden mehrere Fahrzeuge zur Nachprüfung gemeldet.
(Kanton AG). Die Kantonspolizei Aargau setzt ihre Serie „Young Cops“ fort: Am Sonntag ab 9.00 Uhr erscheint die zweite Staffel unter dem Titel „Team im Einsatz“.
Wer die erste Staffel noch nicht kennt, kann die bisherigen Folgen über die Webseite der Kantonspolizei und deren YouTube-Kanal nachholen.
(Delémont JU). Am Freitag, 25. September 2026, wurde zu Beginn des Abends ein Motorradfahrer auf der RDU-Brücke in der Stadt Delémont mit 122 km/h gemessen.
Erlaubt sind auf dem betroffenen Abschnitt 50 km/h.
(Kradolf TG). Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Kradolf mussten am Freitag zwei Personen zur Kontrolle ins Spital gebracht werden.
Die Brandursache ist noch unklar.
(Filzbach GL). Am Freitag, 25.09.2026, gegen 12.30 Uhr, ereignete sich in Filzbach (Gemeinde Glarus Nord) auf einem Biketrail ein Verkehrsunfall mit Todesfolge.
Ersten Erkenntnissen zufolge kam der 75-jährige Fahrradfahrer mit seinem E-Bike beim Habergschwändwinggel vom Weg ab und blieb dort regungslos liegen.
(Uster ZH). Die Grillstelle an der Wildsbergstrasse beim sogenannten „Stopperhügel“ musste aus Sicherheitsgründen wegen einer abgestorbenen Buche gesperrt werden.
Es besteht die Gefahr, dass Äste abbrechen.
(Genf, Kanton Genf). Die Kantonspolizei Genf begrüsst 74 neue Polizisten im Korps.
Nach zwei Jahren anspruchsvoller Ausbildung und dem Erwerb ihres eidgenössischen Fachausweises legten 14 Frauen und 60 Männer am Mittwoch, 23. September, im Parc des Bastions ihren Eid ab.
Ein Hochdruckgebiet mit Zentrum über Mittel- und Osteuropa bestimmt in den nächsten Tagen das Wetter in der Schweiz.
Mit schwachen westlichen bis südwestlichen Höhenwinden gelangt trockene und warme bis sehr warme Luft zur Schweiz. Einzig im Mittel- und Südtessin ist die Luftmasse in der Grundschicht etwas feuchter.
Acht Jugendliche und junge Erwachsene werden nach zwei brutalen Angriffen wegen versuchter Tötung verhaftet, ein 18-jähriger Tourist stürzt am Pilatus tödlich ab und der Zoll beendet ein Schmuggelnetzwerk mit mehr als 110 Tonnen illegal eingeführten Lebensmitteln: Der 25. September 2026 brachte mehrere besonders aufsehenerregende Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein mit einer Stichwaffe verletzter 15-Jähriger in Effretikon sowie eine Einbruchserie mit hoher Beute im Kanton St.Gallen beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Kanton TI). Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien führen in der Woche 40 vom 28. September bis 4. Oktober 2026 an zahlreichen Orten mobile und semistationäre Geschwindigkeitskontrollen durch.
Die Polizei erinnert daran, dass überhöhte Geschwindigkeit zu den Hauptursachen schwerer und teilweise tödlicher Verkehrsunfälle zählt.
Acht Festnahmen nach schweren Angriffen in Zürich, ein tödlicher Absturz am Pilatus und ein Gefängnisinsasse in kritischem Zustand: Diese Meldungen prägten den 25. September 2026 auf Polizei.news.
Hinzu kommen eine Auseinandersetzung unter Jugendlichen in Effretikon und ein Überfall auf ein Bistro in Urnäsch. Polizei.news fasst fünf der brisantesten heute veröffentlichten Schweizer Meldungen zusammen.
(Berner Oberland BE). In zwei voneinander unabhängigen Fällen von Einbrüchen in Autogaragen in den vergangenen Wochen im Berner Oberland hat die Kantonspolizei Bern zwei mutmassliche Täter angehalten.
Ermittlungen zu den beiden Ereignissen wurden aufgenommen.
(Frasco TI). Heute, kurz nach 10 Uhr, ist es im Gebiet von Frasco zu einem Bergunfall gekommen.
Ein 37-jähriger deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Deutschland stürzte bei einer Wanderung im Gebiet der Capanna Efra rund 50 Meter ab.
(Basel BS). Die bewilligte Demonstration vom Freitagabend, 25. September 2026, verlief ohne Zwischenfälle.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt geht von rund 1'500 Teilnehmenden aus.
(Basel BS). Ein besonderer Moment und ein wichtiger Schritt: Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat 43 neue Polizeiangehörige feierlich vereidigt.
Mit ihrem Gelöbnis übernehmen sie Verantwortung und verpflichten sich, für die Sicherheit der Bevölkerung von Basel-Stadt einzustehen.
(Chur GR). Am Freitag, 25. September 2026, hat die Stadtpolizei Chur vier Polizeiaspirantinnen und -aspiranten nach Absolvierung der Polizeischule Ostschweiz zur Polizistin bzw. zum Polizisten in Ausbildung in Pflicht genommen.
Fünf Mitarbeitende wurden vereidigt. Zudem erfolgten interne Beförderungen aufgrund neuer Funktionen sowie im Zuge von Fach- und Führungslaufbahnen.
(Münsingen BE). Am Freitagnachmittag ist es in Münsingen zu einemVerkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen.
Der Velofahrer wurde dabei verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht.
(Dübendorf ZH). Bei einer Würge-Mutprobe unter Jugendlichen ist am Mittwoch (23.9.2026) in Dübendorf ein 15-Jähriger bewusstlos geworden.
Die vermeintlich kontrollierte Mutprobe führte zu einer lebensbedrohlichen Situation. Ein 14-Jähriger wird im Zusammenhang mit dem Vorfall bei der Jugendanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
(Utzigen BE). Am Freitagnachmittag ist es in Utzigen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen.
Der Velofahrer wurde dabei schwer verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht.
(Freiburg FR). Aufgrund der Vorkommnisse in der vergangenen Saison hat das Oberamt des Saanebezirks für das Spiel vom Dienstag, 29. September, eine organisierte Anreise der Berner Fans angeordnet.
Die Tickets für den Gästesektor sind nur zusammen mit einem Kombiticket erhältlich, das die Anreise per Extrazug oder Sonderbus beinhaltet. Der Transport steht derzeit noch nicht fest.
(Pilatus, NW). Ein 18-jähriger Tourist aus der Tschechischen Republik ist am Pilatus tödlich verunglückt.
Der junge Mann war während einer Freizeitphase seiner Reisegruppe allein unterwegs und erschien später nicht mehr am vereinbarten Treffpunkt.
(Effretikon ZH). Bei einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen ist am Dienstagnachmittag (22.09.2026) in Effretikon ein Beteiligter verletzt worden.
Ein Tatverdächtiger wurde am drauffolgenden Tag verhaftet.
(Schaffhausen SH). Am Freitagnachmittag (25.09.2026) musste ein städtischer Linienbus eine Vollbremsung einleiten.
Zwei Kinder wurden dabei verletzt. Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.
(Urnäsch AR). Am Freitag, 25. September 2026, ging bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden die Meldung ein, dass in Urnäsch ein vorerst Unbekannter das Bistro am Bahnhofplatz überfallen habe.
Die aufgebotenen Einsatzkräfte konnten aufgrund der eingeleiteten, polizeilichen Fahndungsmassnahmen einen 62-jährigen Italiener anhalten und festnehmen.
(Mels SG). Am Freitagnachmittag (25.09.2026) hat Regierungsrat Christof Hartmann, Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons St.Gallen, elf Polizistinnen und 25 Polizisten in Ausbildung (PiA) feierlich zu Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei St.Gallen brevetiert.
Nach einer zweijährigen Ausbildung haben die frisch Brevetierten die Berufsprüfung zur Polizistin oder zum Polizisten mit eidgenössischem Fachausweis erfolgreich abgeschlossen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.