Hinter Mauern, Gittern und Sicherheitsschleusen befindet sich ein kaum sichtbarer Teil der Schweizer Justiz: In 92 Justizvollzugseinrichtungen werden Untersuchungshäftlinge, rechtskräftig Verurteilte, Personen im Massnahmenvollzug und Menschen in ausländerrechtlicher Administrativhaft untergebracht.
Die neuesten schweizweit vergleichbaren Jahreszahlen zeigen eine deutliche Entwicklung: 2025 waren die Schweizer Justizvollzugseinrichtungen durchschnittlich mit 6’983 Personen belegt. Bei 7’407 verfügbaren Plätzen erreichte die durchschnittliche Belegungsrate 94 Prozent – und damit den oberen Bereich dessen, was im Justizvollzug praktisch als tragbar gilt.
(Coldrerio TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall vom 02.10.2026 kurz vor 15.30 Uhr auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden der Beifahrer verstorben ist.
Beim Verstorbenen handelt es sich um einen 73-jährigen Schweizer Staatsangehörigen mit Wohnsitz im Kanton Zürich.
(Schweiz). Wo stehen aktuell die veröffentlichten Radar- und Geschwindigkeitsmessanlagen? Sieben Kantone informieren öffentlich über feste, semistationäre oder angekündigte Kontrollen. Polizei.news fasst die derzeit publizierten Standorte in einer grossen Schweiz-Übersicht zusammen.
Von Luzern über St.Gallen und Solothurn bis Basel und ins Tessin: Die Handhabung unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. Wichtig bleibt: Auch ausserhalb der veröffentlichten Standorte können jederzeit mobile Geschwindigkeitskontrollen stattfinden.
(Schweiz). Ob früh am Morgen, tagsüber oder mitten in der Nacht: Die Teams des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit BAZG sind in der ganzen Schweiz im Einsatz und sorgen für die Sicherheit des Landes und seiner Grenzen.
Der Zoll würdigt damit den täglichen Einsatz seiner Mitarbeitenden, die zu jeder Tages- und Nachtzeit unterwegs sind.
(Coldrerio TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass es heute kurz vor 15.30 Uhr in Coldrerio zu einem Verkehrsunfall gekommen ist.
Eine 68-jährige Schweizer Autofahrerin mit Wohnsitz im Kanton Zürich war auf der Autobahn A2 in Richtung Süden unterwegs.
(Kanton TI). Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien weisen im Rahmen der Verkehrssicherheitsprävention darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle ist, die teilweise schwere oder sogar tödliche Folgen haben.
Die Fahrzeuglenkenden werden deshalb erneut aufgefordert, die Geschwindigkeitsbegrenzungen zum Schutz der eigenen Sicherheit und jener der anderen Verkehrsteilnehmenden einzuhalten.
(Noranco TI). Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass heute kurz nach 2.30 Uhr ein Einbruchdiebstahl in eine Garage in Noranco gemeldet wurde.
Nach ersten Erkenntnissen entwendete die Täterschaft zunächst die Schlüssel von drei hochwertigen Fahrzeugen, bevor sie sich der Autos bemächtigte und flüchtete.
(Kanton TI). Im Zusammenhang mit dem Strafverfahren wegen Sexualdelikten zum Nachteil von zwei Minderjährigen teilt die Staatsanwaltschaft mit, dass die Ermittlungen abgeschlossen sind.
Staatsanwältin Valentina Tuoni hat insbesondere einen 37-jährigen Schweizer Lehrer, der früher an einer Sekundarschule im Raum Bellinzona tätig war, vor das Kriminalgericht überwiesen.
(Schweiz). Mit Inkrafttreten des Transparenzgesetzes hat das schweizerische Transparenzregister am 1. Oktober 2026 seinen Betrieb aufgenommen.
Dies, nachdem eine mehrstufige Pilotphase mit rund 2'500 interessierten Unternehmen erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Ab heute muss sich jede meldepflichtige Rechtseinheit einmalig im Register eintragen und alle Änderungen bei den wirtschaftlich berechtigten Personen melden. Die Daten- und Informationssicherheit des Transparenzregisters stehen dabei an oberster Stelle.
(Schweiz). Gefälschte Ticketshops für bekannte Freizeitparks wie den Europa-Park locken mit vergünstigten Eintrittskarten.
Wer dort bestellt, steht am Ende ohne gültige Tickets da und sein Geld ist weg.
(Schweiz). Souvenir oder geschützte Art? Was wie ein harmloses Feriensouvenir aussieht, kann in Wirklichkeit eine geschützte Tier- oder Pflanzenart betreffen.
Bestimmte Arten sind durch CITES geschützt, das den internationalen Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen sowie daraus hergestellten Produkten regelt.
(Kanton Tessin) – Die Kantonspolizei Tessin und die kommunalen Polizeikorps haben die angekündigten Geschwindigkeitskontrollen für die Woche 40 veröffentlicht. Die mobile und semistationäre Überwachung ist vom 28. September bis 4. Oktober 2026 vorgesehen.
Die amtliche Mitteilung vom 25. September 2026 nennt Kontrollorte in den Bezirken Bellinzona, Locarno, Lugano und Mendrisio sowie vier semistationäre Radarstandorte.
Darf man das Auto in der Schweiz noch auf dem eigenen Parkplatz waschen? Eine allgemeine Antwort gibt es nicht. Entscheidend sind die örtlichen Regeln, der verwendete Reiniger und vor allem die Frage, wohin das Waschwasser abfliesst.
Ein Schacht auf dem Vorplatz führt nicht zwingend in eine Kläranlage. Je nach Entwässerung kann Wasser von dort in einen Bach gelangen oder im Boden versickern. Wer zu Hause zum Schwamm greift, sollte deshalb zuerst den Ablauf klären – besonders, wenn Autoshampoo oder andere Reinigungsmittel zum Einsatz kommen.
An einer Ecke versperren parkierte Autos regelmässig die Sicht. Vor dem Schulhaus müssen Kinder auf die Fahrbahn ausweichen, weil das Trottoir blockiert ist. Oder an einer Einmündung biegen Fahrzeuge genau dann ab, wenn viele Kinder die Strasse überqueren. Solche Beobachtungen werfen eine Frage auf: Ist die Stelle nur vorübergehend unübersichtlich oder stellt sie auf dem Schulweg immer wieder ein Risiko dar?
Ein genauer Blick hilft, die Situation einzuschätzen. Danach lassen sich Absprachen für das Kind treffen und die Beobachtungen weitergeben. Der folgende Beitrag zeigt, worauf es dabei ankommt.
(Schweiz). Junge Menschen werden offenbar über soziale Medien für Einbruchdiebstähle und den Diebstahl hochwertiger Fahrzeuge angeworben. Zwei aktuelle Fälle aus dem Berner Oberland zeigen eine bemerkenswerte Entwicklung: Die mutmasslichen Täter sollen für die Tatausführung über Social Media rekrutiert beziehungsweise telefonisch angeleitet worden sein.
Die Fälle werfen ein Schlaglicht auf eine Form der Kriminalität, bei der nicht nur Autos im Luxussegment im Fokus stehen – sondern auch junge Menschen, die über digitale Kanäle für Straftaten eingespannt werden können.
Nebel am Morgen, nasse Strassen, tief stehende Sonne, rutschiges Laub und deutlich frühere Dunkelheit: Der Herbst verändert nicht nur das Wetter in der Schweiz, sondern bringt im Alltag auch neue Gefahren mit sich. Besonders im Strassenverkehr, beim Wandern und bei Aktivitäten im Freien können sich die Bedingungen innerhalb kurzer Zeit verändern.
sicherheit.ch und wetter24.ch zeigen, worauf es im Schweizer Herbst besonders ankommt – und welche einfachen Vorsichtsmassnahmen helfen, auch bei Nebel, Regen, Wind und sinkenden Temperaturen sicher unterwegs zu sein.
(Kanton Tessin). Die Kantonspolizei Tessin und die kommunalen Polizeikorps haben die offiziellen Standorte ihrer mobilen und semistationären Geschwindigkeitskontrollen für die Woche vom 28. September bis 4. Oktober 2026 veröffentlicht.
Die amtliche Mitteilung nennt Kontrollorte in den Bezirken Bellinzona, Locarno, Lugano und Mendrisio. Zusätzlich sind vier Standorte für semistationäre Messanlagen aufgeführt. Konkrete Strassen, Messtage oder Uhrzeiten werden nicht bekannt gegeben.
(Kanton TI). Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien führen in der Woche 40 vom 28. September bis 4. Oktober 2026 an zahlreichen Orten mobile und semistationäre Geschwindigkeitskontrollen durch.
Die Polizei erinnert daran, dass überhöhte Geschwindigkeit zu den Hauptursachen schwerer und teilweise tödlicher Verkehrsunfälle zählt.
(Frasco TI). Heute, kurz nach 10 Uhr, ist es im Gebiet von Frasco zu einem Bergunfall gekommen.
Ein 37-jähriger deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Deutschland stürzte bei einer Wanderung im Gebiet der Capanna Efra rund 50 Meter ab.
(Lugano TI). Am Donnerstagabend fand am Lugano Airport die gross angelegte Notfallübung „SIMEX 26“ statt, an der der Flughafen und die wichtigsten regionalen Erstinterventionsorganisationen beteiligt waren.
Bei der Übung konnten Abläufe, Alarmierungszeiten und die Koordination zwischen den verschiedenen Organisationen, die bei einem Unfall zum Einsatz kommen, unter realistischen Bedingungen überprüft werden.
(Kanton AG). Die Kantonspolizei Aargau warnt vor einer Betrugsmasche, bei der sich Anrufer als technische Support-Mitarbeiter ausgeben und mit scheinbar glaubwürdigen Informationen Vertrauen schaffen.
Besonders alarmierend ist es, wenn die Anrufer persönliche Daten kennen, verdächtige Kontobewegungen vorgaukeln und anschliessend Zugangsdaten fürs E-Banking verlangen.
(Kanton Graubünden GR). Ewig rot und dann gefühlt nur drei Sekunden freie Fahrt? Die Kantonspolizei Graubünden macht auf einen kleinen, aber wichtigen Punkt bei verkehrsabhängig gesteuerten Ampeln aufmerksam.
Wer zu früh die Spur wechselt oder zu weit vor der vorgesehenen Erfassungsposition stehen bleibt, kann von der Sensorik unter Umständen nicht mehr richtig erkannt werden.
(Schweiz). Ein Trend ist es nicht wert, sein Leben zu riskieren!
In den letzten Tagen haben wir mehrere Meldungen erhalten, dass aktuell eine sogenannte Würge-Challenge unter Jugendlichen die Runde macht.
Ein maskierter Mann überfällt eine Tankstelle mit einer Schusswaffe, im Tessin führen vier Diebstähle hochwertiger Fahrzeuge zu drei Festnahmen und ein 89-Jähriger wird in seinem eigenen Haus um Wertgegenstände im Wert von mehreren zehntausend Franken gebracht: Der 24. September 2026 brachte mehrere aufsehenerregende Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein schwer verletzter Velofahrer sowie eine Kollision zwischen einem Bus und einem Lieferwagen mit fünf Verletzten beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Manno/Lamone/Camorino TI). Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass in der vergangenen Woche vier Diebstähle von hochwertigen Fahrzeugen registriert wurden, die zur Festnahme von drei Personen führten.
Die Diebstähle richteten sich gegen Autohändler und Carrosserien in Manno, Lamone und Camorino.
(Schweiz). Betrüger versenden gefälschte Reisebestätigungen und leiten die Empfänger auf eine betrügerische Website, auf der sie die angebliche Buchung stornieren und eine Rückerstattung veranlassen sollen.
Die Masche zielt darauf ab, Kreditkartendaten zu erbeuten und Zahlungen durch die Betroffenen selbst bestätigen zu lassen.
(Schweiz). In Bambussprossen-Konserven (Streifen) der Marke Royal Orient wurde ein zu hoher Gehalt an Bisphenol A gemessen.
Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden.
(Gandria TI). Beim Zoll in Gandria haben unsere Teams und jene der Stadtpolizei Lugano einem Touristenpaar geholfen, das Rad ihres Wohnwagens wieder zu montieren.
Das Rad war kurz vor dem Grenzübertritt verloren gegangen.
(Schweiz). Seien Sie aufmerksam und lassen Sie sich im Strassenverkehr nicht ablenken - auch wenn Sie zu Fuss unterwegs sind.
Viele Fussgänger unterschätzen im Strassenverkehr die Risiken, die durch die Nutzung des Handys entstehen können und bringen sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.
(Morbio Inferiore TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich heute, kurz vor 14 Uhr, in Morbio Inferiore ein Verkehrsunfall ereignet hat.
Nach ersten Erkenntnissen war ein 71-jähriger Schweizer Motorradfahrer mit Wohnsitz im Mendrisiotto auf der Kantonsstrasse in Richtung Balerna unterwegs.
(Canobbio TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz nach 17 Uhr in der Via delle Scuole in Canobbio ein Brand ausgebrochen ist.
Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die Gegenstand der Ermittlungen sind, entstanden die Flammen in einem unterirdischen Raum eines Geschäftsgebäudes und erzeugten dichten Rauch, der sich in die angrenzenden Räume ausbreitete.
(Thusis GR). Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 16.09.2026 ein 31-jähriger tschechischer Staatsbürger mit Wohnsitz in der Tschechischen Republik festgenommen wurde.
Der Mann wird verdächtigt, an Betrügereien zum Nachteil älterer Menschen, den sogenannten "Schockanrufen", beteiligt gewesen zu sein, die in der Riviera und im Mendrisiotto verübt wurden.
(Kanton Tessin). Die Kantonspolizei Tessin und die kommunalen Polizeikorps haben die offiziellen Standorte ihrer mobilen und semistationären Geschwindigkeitskontrollen für die Woche vom 21. bis 27. September 2026 veröffentlicht.
Die amtliche Mitteilung nennt Kontrollorte in den Bezirken Blenio, Bellinzona, Locarno, Lugano und Mendrisio. Zusätzlich sind drei Standorte für semistationäre Messanlagen aufgeführt. Konkrete Strassen, Messtage oder Uhrzeiten werden nicht bekannt gegeben.
(Cavergno TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass am 17.09.2026 kurz nach 16 Uhr der gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) das Verschwinden eines 58-jährigen Schweizer Bürgers mit Wohnsitz im Maggiatal gemeldet wurde.
Daraufhin wurde eine Suchaktion eingeleitet, an der die Kantonspolizei, die Stadtpolizei Locarno, die Schweizerische Alpine Rettung (SAS) und die REGA beteiligt waren.
(Gandria TI). Unsere Kolleginnen und Kollegen, die letzten Donnerstag am Grenzübergang Gandria im Einsatz waren, hielten einen Mann an, der zwei Papageien mitführte, die durch das CITES-Übereinkommen geschützt sind.
Der Mann verfügte nicht über die erforderliche Einfuhrbewilligung.
(Tenero TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich heute kurz nach 17.30 Uhr auf der Autostrasse A13 auf dem Gemeindegebiet von Tenero ein Verkehrsunfall ereignet hat.
Nach ersten Erkenntnissen war ein 43-jähriger italienischer Staatsbürger mit Wohnsitz im Locarnese mit einem Scooter auf der A13 in Richtung Locarno unterwegs.
(Lugano TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz vor 14 Uhr in einem Mehrfamilienhaus am Corso Elvezia in Lugano ein Brand ausgebrochen ist.
Aus Gründen, die durch die polizeilichen Ermittlungen geklärt werden müssen, entwickelte sich das Feuer in der Küche einer Wohnung im vierten Stock.
(Zürich ZH). Eine gefälschte Migros-Umfrage verspricht als Belohnung eine kostenlose Lebensmittelbox.
Wer die Umfrage ausfüllt und das vermeintliche Geschenk anfordert, wird auf eine betrügerische Bestellseite weitergeleitet.
(Lugano TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz vor 11 Uhr im Rahmen einer gemeinsam mit den italienischen Behörden durchgeführten Suchaktion im Gebiet Alpe Trevino auf dem Gemeindegebiet von Lugano die Leiche einer Frau gefunden wurde.
Die formelle Identifikation ist derzeit im Gange.
(Schweiz). Der TCS hat in Crashtests untersucht, wie stark der Kopf bei einem Sturz belastet wird und welchen Unterschied ein Velohelm macht.
Die Versuche zeigen: Bei 20 km/h können enorme Kräfte auf den Kopf wirken.
(Liestal BL). Zocken, scrollen, chatten und recherchieren: Das Internet gehört zum Alltag unserer Kinder und Jugendlichen.
Doch nicht alles, was online passiert, ist harmlos.
(Schweiz). Ob in der Kurve oder bei einer abrupten Bremsung: Deine Ladung muss immer gut gesichert sein.
Schlecht gesicherte Ladung kann zur Gefahr für dich und andere Verkehrsteilnehmende werden.
(Ritom TI). Nach dem verheerenden Arbeitsunfall in der alten Wasserkraftzentrale Ritom bei Piotta steht nun auch die Identität des zweiten Todesopfers fest. Bei dem jungen Arbeiter handelt es sich um einen 18-jährigen Schweizer aus der Leventina. Er kam gemeinsam mit einem 55-jährigen Arbeitskollegen bei einer schweren Explosion ums Leben.
Die beiden Mitarbeiter der Azienda Elettrica Ticinese (AET) waren am Mittwochmorgen, 9. September 2026, im Untergeschoss der alten Kraftwerksanlage mit Arbeiten beschäftigt. Nach den bisherigen Erkenntnissen ereignete sich unmittelbar an ihrem Arbeitsplatz eine heftige Explosion. Anschliessend entwickelte sich im Innern des Gebäudes ein Brand.
Die Kantonspolizei Tessin hat ihren Sitz im Hauptort Bellinzona. Die Bediensteten kümmern sich um die rechtssichere Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und wahren die Sicherheit im Kanton.
Die Geschichte der Kantonspolizei Tessin geht zurück bis ins Jahr 1804. Damals kümmerte sich eine eigens gegründete Gemeinschaft um die Überwachung der Einhaltung der Gesetze. Im Jahr 1855 ging daraus die Gendarmerie des Kantons hervor. 1904 wurde eine Spezialabteilung für Recherche- und Ermittlungstätigkeiten hinzugefügt, 1946 die Verkehrspolizei. Seit 1952 wurde die Gendarmerie in Tessin erstmals als Kantonspolizei bezeichnet. Im Jahr 1990 wurde ein neues kantonales Polizeigesetz als Grundlage für die Arbeit verabschiedet.
Die Kapo Tessin tut alles für die öffentliche Sicherheit. (Bildquelle: Kapo Tessin)
Der Kommandant und die Stabsabteilungen der Kantonspolizei Tessin
Die Kantonspolizei Tessin setzt sich aus verschiedenen Abteilungen zusammen. Der Kommandant kümmert sich zusammen mit den Stabsabteilungen um einen reibungslosen Ablauf der Polizeiarbeit. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Leitung der allgemeinen Dienste und des Einsatzstabs. Auch das Korpsmanagement und die Entwicklung strategischer Projekte gehören zum Aufgabenspektrum des Kommandanten und der Stabsabteilungen.
Die Abteilung für spezielle Interventionen
Diese Abteilung steht mit speziell ausgebildeten Bediensteten rund um die Uhr bereit. Insgesamt setzt sich dieser Bereich aus fünf unterschiedlichen Gruppen zusammen. Unter anderem kümmern sich die Mitarbeitenden um die Festnahme von Personen in besonders gefährlichen Bereichen oder schreiten bei besonders schweren Straftaten ein. Speziell geschult ist diese Abteilung auch für die Intervention bei Bombenalarmen und die Entschärfung von Sprengstoff. Auch wenn es um den Personenschutz geht, sind die Bediensteten zuständig.
Zu diesem Bereich der Kantonspolizei Tessin gehört auch die Seepolizei, die sich um die Sicherheit auf den kantonalen Gewässern kümmert. Die Rettung auf Flüssen und Seen, das Untersuchen von Schifffahrtsunfällen und die Sicherheitsprävention auf dem Wasser sind einige der Aufgaben der Seepolizei.
Ebenfalls unter dem Dach der Spezialabteilungen ist die Hundestaffel der Kantonspolizei Tessin tätig. Die Tiere unterstützen unter anderem bei der Suche nach Personen und Gegenständen, arbeiten als Drogenspürhunde oder werden mit ihrem Hundeführer an Sondereinsätzen beteiligt.
Die Gendarmerie der Kantonspolizei Tessin
Seit den Anfängen der Tessiner Polizei im Jahr 1855 übernimmt die Gendarmerie verschiedene Aufgaben rund um die Kontrolle der Einhaltung von Recht und Gesetz im Kanton. Die Mitarbeitenden sind als Patrouillen auf den Strassen des Kantons unterwegs und greifen jederzeit bei Notfällen ein.
Die Gendarmerie besteht aus verschiedenen Dienstabteilungen:
Koordinationsunterstützung
Administrative Verwaltungsdienste
Häftlingsverwaltungsdienst
Auslandsrückführungsdienst
Operativer Koordinierungsdienst
Die Koordinationsunterstützung kümmert sich um die Organisation und regelt die Zusammenarbeit und Zuständigkeiten innerhalb der verschiedenen Dienstabteilungen. Der administrative Verwaltungsdienst ist für die Abläufe in der Gendarmerie verantwortlich, überwacht die Erstellung von Berichten und die einzelnen Prozesse.
Geht es um den Transport von Festgenommenen und Inhaftierten
Der Auslandsrückführungsdienst ist mit Verwaltungs- und Kontrollaufgaben im Bereich Asylsuchender befasst. Die Rückführung von Personen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis sowie alle Formalitäten und Vernehmungen in diesem Zusammenhang obliegen dieser Abteilung.
Alles, was mit der Koordination und der Organisation rund um die Erhaltung der öffentlichen Ordnung zu tun hat, regelt der operative Koordinierungsdienst. Unter anderem treffen die Bediensteten Sicherheitsvorkehrungen für Prozesse vor Gericht. Auch bei häuslicher Gewalt schreiten die Mitarbeitenden dieser Abteilung ein.
Die Gendarmerie auf den Strassen des Kantons
Die Strasse-Gendarmerie ist für die Verkehrssicherheit und die Überwachung der kantonalen Strassen verantwortlich. Unter anderem führen die Bediensteten im Tessin Geschwindigkeitskontrollen durch, stehen bei Strassenverkehrsfragen zur Verfügung und erstellen technische Gutachten bei schweren Verkehrsunfällen. Zudem übernehmen die Korpsangehörigen Aufgaben im Bereich der Prävention, sind für die Verkehrserziehung in Kindergärten und Grundschulen zuständig und kümmern sich um die Fachausbildung an der kantonalen Polizeischule.
Eskorten von Sonderkonvois, die Ausbildung von Fahrern für Transporte gefährlicher Güter und die Verkehrsüberwachung auf den Autobahnen gehören ebenfalls zu den Leistungen der Gendarmerie.
Die Kriminalpolizei der Kantonspolizei Tessin
Die Mitarbeitenden der Kriminalpolizei sind für Ermittlungen zuständig und arbeiten dabei eng mit der Justiz zusammen. Unter anderem beschaffen die Bediensteten Informationen, ermitteln Sachverhalte und nehmen Festnahmen vor. Dazu wendet die Abteilung technisch-wissenschaftliche Methoden an und arbeitet mit anderen Polizeidienststellen aus dem In- und Ausland zusammen.
Vor allem die Ermittlungen gegen Personen oder Unternehmen, die verdächtigt werden, eine Straftat begangen zu haben, führt die Kriminalpolizei durch. Auch bei Drogendelikten, Straftaten in der Organisierten Kriminalität oder bei Gewaltverbrechen und Sexualstraftaten übernehmen die Mitarbeitenden. Alles, was mit der Straftat im Zusammenhang steht, wird von der Kriminalpolizei sichergestellt und dient als Beweismittel.
Eigenen Angaben zufolge wird sich die Kriminalpolizei Tessin künftig verstärkt mit internationaler, Organisierter Kriminalität auseinandersetzen, da in diesem Bereich die Vorkommnisse zunehmen. Die Fälle werden komplexer und es gibt verschiedene neue Formen der Kriminalität, die zu bekämpfen sind.
In Lugano, Bellinzona, Locarno und Chiasso gibt es Polizeistationen, die bei mittlerer und schwerer Kriminalität eingreifen. Wenn es um Mord, Körperverletzung oder Erpressung geht, übernehmen die Mitarbeitenden die Ermittlungen und arbeiten unter Umständen auch mit anderen Fachabteilungen zusammen. Dabei stehen die Ermittler im engen Kontakt mit Ermittlungsrichtern.
Kapo Tessin – Kampf den Straftätern, Schutz für Bürger (Bildquelle: Kapo Tessin)
Die Aufklärungsarbeit der Kantonspolizei Tessin
Eine spezielle Abteilung ist für Wirtschafts- und Finanzdelikte zuständig. In der Region nehmen die illegalen Aktivitäten krimineller Organisationen stark zu. Beim Tessin handelt es sich ein wirtschaftlich starkes Finanzzentrum, das direkt an die Lombardei angrenzt. Aufgrund der Lage versuchen Kriminelle zunehmend Geld zu waschen. Auch die Aufklärung von Betrug, Unterschlagung, Urkundenfälschung oder Veruntreuung fällt in den Tätigkeitsbereich dieser Abteilung. Die Mitarbeitenden benötigen für Ihre Arbeit eine hohe Fachkenntnis, um die komplexen Wirtschafts- und Finanzdaten zu analysieren und die Finanzströme nachzuverfolgen. Die Bediensteten arbeiten dabei direkt vor Ort und führen Durchsuchungen durch, um Informationen zu beschaffen. Eine andere Ermittlergruppe übernimmt die Auswertung der Daten und prüft mit technischer Unterstützung die sichergestellten Beweismittel.
Neben dem Kampf gegen das organisierte Verbrechen beschäftigt sich die Kriminalabteilung auch mit anderen Straftaten wie beispielsweise Betrugsdelikten, denen oftmals vor allem ältere Menschen zum Opfer fallen. Hier leistet die Kantonspolizei Tessin nicht nur Aufklärungsarbeit, sondern klärt im Rahmen von Präventionsveranstaltungen auch über die Gefahren auf. Dazu arbeitet der Bereich eng mit lokalen Kommissariaten zusammen.
Der Bereich Eigentumsdelikte
Die Aufklärung von Seriendiebstählen oder Einbruchdiebstählen liegt in der Verantwortung des Bereichs Eigentumsdelikte. Der Bereich arbeitet mit dem Ziel, neue kriminelle Aktivitäten zu erkennen und durch schnelles Eingreifen direkt zu verhindern. Die Mitarbeitenden gehen auch gegen das sogenannte „Skimming“ und den „Rip-Deal-Betrug“ vor. Dabei handelt es sich um das Ausspähen und die missbräuchliche Nutzung von Kreditkartendaten sowie Vorauszahlungsbetrug. Auch wenn es um die Aufklärung von Fällen geht, in denen Opfer mit dem Enkel-Trick betrogen wurden oder der Handel mit gefälschten Kunstwerken aufzudecken ist, übernimmt die Abteilung.
Der Bereich IT-Trace-Analyse
Die Auswertung digitaler Spuren ist in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden. Im Jahr 2004 wurde daher eine Spezialabteilung geschaffen, die sich mit der Spurenanalyse im IT-Bereich beschäftigt. Auf elektronischem Weg begangene Straftaten fallen in den Zuständigkeitsbereich dieser Abteilung.
Der Bereiche operative Kriminalanalyse
Kriminelle halten sich nicht an Landes- oder Kantonsgrenzen und so gibt es den Bereich Kriminalanalyse, der für eine effiziente Vernetzung sorgt. Die Mitarbeitenden erleichtern den Austausch zwischen einzelnen Dienststellen und arbeiten auch mit Ermittlergruppen aus dem Ausland und anderen Kantonen zusammen. Die Mitarbeitenden der Kriminalanalyse führen die Daten verschiedener Quellen zusammen und sorgen dafür, dass auf diese Weise möglichst viele Informationen gewonnen werden können. Eigenen Angaben zufolge war das Tessin einer der ersten Schweizer Kantone, der einen Kriminalanalysedienst etabliert hat.
Die Kantonspolizei Tessin im Kampf gegen Drogenkriminalität
Geht es um Drogendelikte, gibt es bei der Kantonspolizei einen Bereich, der sich aus insgesamt 15 Einheiten zusammensetzt, die eng mit den jeweiligen Stadtpolizeien zusammenarbeiten. Es geht bei der Arbeit um den Kampf gegen den Drogenverkauf im Tessin, der sich ständig weiterentwickelt.
Kapo Tessin – zu Land und zu Wasser im Einsatz für die Sicherheit (Bildquelle: Kapo Tessin)
Wissenswertes rund um das Tessin
Das Tessin liegt in der südlichen Schweiz, Hauptort ist Bellinzona, wobei die bevölkerungsreichste Stadt Lugano ist. Lugano ist als Finanzplatz sehr bekannt. Zusammen mit der angrenzenden italienischen Region bildet der Kanton die Metropolregion Tessin. Amtssprache des Tessins ist Italienisch. Insgesamt leben mehr als 353.000 Einwohner im Tessin.