REDOG: Vom ängstlichen Hund zum Rettungsprofi – Max’ Weg zum Suchhund

Als Nina Tromm sich vor drei Jahren für einen Hund entschied, ahnte sie nicht, dass dies der Beginn einer besonderen Reise sein würde: Der acht Monate alte Berner Sennenhund Max, den sie über eine Internetanzeige fand, hatte keinen einfachen Start ins Leben.

Er stammte nicht aus einer anerkannten Zucht und zeigte deutliche Anzeichen von Angst und Unsicherheit. Doch die Juristin liess sich von ihrem Bauchgefühl leiten – sie wusste sofort: Dieser Hund gehört zu mir.

Ein Neustart mit Herausforderungen

Max’ Vergangenheit hatte Spuren hinterlassen. Er fürchtete sich vor Männern, anderen Hunden und ungewohnten Situationen. Die ersten Monate mit ihm waren geprägt von Geduld, Training und kleinen Fortschritten. Doch trotz aller Bemühungen war klar: Max brauchte eine sinnvolle Aufgabe, um Selbstvertrauen zu gewinnen.

Ein Hundetrainer empfahl, ihn gezielt zu beschäftigen. So landete Nina Tromm mit einem eher als gemütlich geltenden Berner Sennenhund bei einem Schnuppertraining der Geländesuchhunde von REDOG – einer Organisation, die auf das Aufspüren vermisster Personen spezialisiert ist. Der erste Versuch war jedoch ernüchternd: Max bellte ununterbrochen und schien völlig überfordert. Nina rechnete damit, dass der Trainer ihr raten würde, eine andere Aktivität zu wählen. Doch stattdessen bekamen die beiden eine Chance.



Vom Aussenseiter zum Suchhund-Talent

Mit Ehrgeiz und Ausdauer trainierten Nina und Max weiter – auch ausserhalb der offiziellen Übungszeiten. Stück für Stück fasste der Hund Vertrauen, seine Unsicherheit wich einem wachsenden Enthusiasmus. Schliesslich zeigte sich: Er hatte echtes Talent für die Vermisstensuche.



Max lief mit beeindruckender Geschwindigkeit durch das Gelände, war ausdauernd und hoch motiviert. Schon bald wurde er für seine Leidenschaft und Schnelligkeit bewundert. So sehr, dass sogar vermutet wurde, er könnte Mischlingsblut in sich haben. Ein Gentest brachte jedoch Klarheit: Max war ein reinrassiger Berner Sennenhund – mit aussergewöhnlichem Arbeitswillen.

Einsatzbereit für die Vermisstensuche

Im Oktober 2024 erreichten Nina und Max einen Meilenstein: Sie bestanden die Prüfung zur Einsatzfähigkeit auf Anhieb. Heute ist Max in seinem Element, sobald er sein Suchgeschirr anlegt. Er kann es kaum erwarten, loszulegen. Auch für Nina ist die Arbeit mit ihrem Hund mehr als nur ein Hobby:



„Ich liebe es, mit Max draussen unterwegs zu sein, bei jedem Wetter. Die Vermisstensuche ist eine sinnvolle Aufgabe, die uns beiden viel gibt.“



Doch nicht nur ihr Engagement als Rettungshundeführerin hat ihr Leben bereichert. Auch privat brachte REDOG eine Überraschung: Nina lernte dort ihren Partner kennen, der selbst in Ausbildung zum Suchhundeführer ist. Und obwohl sein Belgischer Schäferhund sich durch Geschwindigkeit auszeichnet, passiert es durchaus, dass er von einem motivierten Berner Sennenhund überholt wird.

 

Quelle: REDOG (bearbeitet von Polizei.news.Redaktion)
Bildquelle: REDOG

Für Tessin

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