Kanton St.Gallen: Vor Telefonanrufen durch falsche Polizisten wird erneut gewarnt

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Kanton St.Gallen: Vor Telefonanrufen durch falsche Polizisten wird erneut gewarnt
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Die Kantonspolizei St.Gallen warnt seit Februar 2017 zum dritten Mal vor Telefonanrufen von falschen Polizisten. Diese sind mit ihrer hartnäckigen Art in mehreren Kantonen aktiv. Die Kantonspolizei St.Gallen stellt vor allem im Linthgebiet eine verstärkte Aktivität der Täterschaft fest.

Eine Ausweitung auf die übrigen Kantonsteile ist möglich. Den Tätern gelang es unlängst einer Rentnerin Geld, Schmuck und Gold im Wert von über 300‘000 Franken abzunehmen. Es erscheint der Polizei ganz wichtig, dass die jüngere Generation sich mit wohlhabenden Elternteilen über die Gefahren unterhält. Es glaubt sonst niemand Opfer zu werden.

Die Täterschaft macht bekanntlich keinen Halt vor der Kantonsgrenze. Die Kantonspolizei Zürich wird in den nächsten Tagen in den Bezirken Horgen und Meilen die Bevölkerung mit verschiedenen präventiven Massnahmen sensibilisieren. Unter anderem werden dabei Flyer verteilt. Die Kantonspolizei St.Gallen beteiligt sich an dieser Aktion. Sie wird dieselben Informationen und Tipps an die Bevölkerung im südlichen Teil unseres Kantons verteilen. Siehe auch www.telefonbetrug.ch

Die Täterschaft sucht mit Telefonanrufen den Kontakt zu älteren Menschen. Die Anrufer geben sich als Angehörige der Polizei aus und sprechen Hochdeutsch. Im Verlaufe des Gesprächs wird unter anderem mitgeteilt, dass kriminelle Personen es auf das Vermögen der Angerufenen abgesehen hätten. Das Geld auf den Bankkonten und ihre Wertgegenstände seien nicht mehr sicher.

Daher soll Geld abgehoben, die Schliessfächer geleert und der Schmuck der „Polizei“ zur vorübergehenden, sicheren Lagerung übergeben werden. Die Vorgehensweise ist so perfektioniert worden, dass sämtliche Kontakte nur noch per Telefonanrufen geschehen. Die Täterschaft tritt sehr bestimmt auf und schafft es, ihre Opfer einzuschüchtern. Zu physischem Kontakt kommt es in der Regel nur bei der Übergabe des Vermögens.

Die Täterschaft verwendet für ihre Telefonanrufe auch Nummern, welche beispielsweise mit 117 117 enden oder solche, die tatsächlich bei der Polizei im Einsatz sind. Die oben genannte Methode entspricht in keiner Art und Weise dem Vorgehen der Polizei.

Die Kantonspolizei rät zu folgenden Verhaltensregeln:

  • Seien Sie skeptisch bei Hochdeutsch sprechenden Personen, welche sich als Polizisten ausgeben. Fragen Sie über die Notrufnummer 117 nach, ob es diesen Polizisten tatsächlich gibt.
  • Machen Sie keine Angaben über Ihre persönlichen finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Melden Sie verdächtige Personen der Polizei.
  • Melden Sie verdächtige Telefonanrufe umgehend der örtlichen Polizei.
  • Gehen Sie am Telefon nie auf eine Geldforderung ein. Halten Sie Rücksprache mit Personen aus Ihrem persönlichen Umfeld.
  • Wenn Sie jemand am Telefon unter Druck setzt, legen Sie den Hörer auf. Das ist nicht unhöflich, sondern dient Ihrem Schutz.
  • Melden Sie sich bei der örtlichen Polizei, wenn Sie bereits Opfer eines Betruges wurden.

 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Kantonspolizei St.Gallen



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