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5000 Unfälle passieren jährlich beim Essen

23.03.2012 |  Von  |  Allgemein, Gesellschaft

Essen kann gefährlich sein: 5000 Personen verunfallen in der Schweiz jedes Jahr, während sie speisen, trinken oder sich verpflegen.

Dies zeigt ein Blick in die UVG-Unfallstatistik (Berufs- und Nichtberufsunfälle von Arbeitnehmenden) der Suva. Bei den meisten Essensunfällen muss anschliessend der Zahnarzt konsultiert werden. In der Mehrheit der Fälle handelt es sich nämlich um Zahnschäden, weil die Betroffenen auf etwas Hartes gebissen haben, teilte die Suva am Donnerstag mit.

Bei rund jedem zehnten Unfall führen Fremdkörper wie Fruchtkerne, Steinkerne oder Besteck zu Verletzungen. Tröstlich ist jedoch: Schwerste Verletzungen oder gar Todesfälle – etwa durch Ersticken – kommen beim Essen äusserst selten vor. Auch Vergiftungen, Insektenstiche, Verbrennungen oder Verätzungen gehören zu den eher seltenen Ereignissen während der Mahlzeit.

Durchaus lohnt es sich, bei der Verköstigung auch mal ein Blick nach oben zu riskieren, denn auch dort kann unvermutet Gefahr lauern: So kommt es vor, dass Menschen während des Essens von Gegenständen getroffen werden, die von der Decke fallen, wie die Suva weiss.

Ein vollständiges Bild über die Zahl der Essensunfälle gibt die Suva-Statistik übrigens nicht: Sie erfasst nur Unfälle von Arbeitnehmenden, nicht aber von Kindern oder Nichtberufstätigen, die über die Krankenkasse unfallversichert sind.

Stolpern und Stürze immer noch häufigste Unfallursache

Und wie „gefährlich“ ist essen nun wirklich? Jedenfalls lange nicht so gefährlich wie – gehen. Denn laut Statistik ist Stolpern und Stürzen in der Schweiz immer noch die häufigste Unfallursache. Jährlich erleiden über 150’000 UVG-Versicherte einen Stolper- oder Sturzunfall: 55’000 bei der Arbeit und 100’000 in der Freizeit. Dabei passieren 70 Prozent dieser Unfälle auf gleicher Ebene, 30 Prozent auf Treppen.

Also: Demnächst beim Schlemmen lieber nicht all zu grosse Portionen verschlingen – und immer schön die Augen offen halten. Damit man sich nicht demnächst in der UVG-Statistik wiederfindet.

(Quelle: sda.ch)

 

Titelbild: Rolf Handke / pixelio.de