Symantec meldet Abkehr von klassischer Anti-Viren-Software

04.06.2014 |  Von  |  Trojaner
Symantec meldet Abkehr von klassischer Anti-Viren-Software
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[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Das Anti-Viren-Programm Norton ist Millionen von Computernutzern weltweit bekannt; angeboten wird es vom renommierten Softwareunternehmen Symantec. Ob Nutzer in wenigen Monaten oder Jahren bei der Abwehr von Viren noch auf den Markenhersteller vertrauen können, ist aktuell mehr als zweifelhaft. In einem aktuellen Zeitungsbericht hat der Softwareanbieter in Person seinen Vize-Präsidenten bekannt gegeben, dass das Unternehmen den klassischen Anti-Viren-Schutz als nicht zukunftsfähig ansehe.

Diese Aussage der Unternehmensführung überrascht, da ein wesentlicher Teil der Unternehmenseinnahmen durch Norton und weitere Produkte rund um den Schutz vor Viren und anderer Schadsoftware generiert wird. Unabhängig hiervon vermeldete das US-amerikanische Unternehmen für das erste Quartal 2014 sinkende Einnahmen, so dass eine Neuausrichtung der geschäftlichen Tätigkeit nicht gänzlich unerwartet ist. Allein, die Begründung, dass klassischer Virenschutz tot sei und es für Symantec zukünftig eher um Schadensbegrenzung bei befallenen Computersystemen gehe, hat die Netzgemeinde seit dem Interview des Vize-Präsidenten mit dem „Wall Street Journal“ regelrecht aufgerüttelt.

Gelangen Hacker ohnehin in das System?

Durch die Aussagen des Interviews entsteht sogar der Eindruck, dass Symantec selbst nicht mehr auf die eigene Software im Bereich Anti-Virus vertraue. Je nach Bemühen oder Professionalität des Hackers sei es nicht zu verhindern, dass sich dieser einen Weg in den Computer des Nutzers verschafft und hier seine illegalen Machenschaften vollzieht. Eine leistungsstarke Anti-Viren-Software, für die Norton seit mehreren Jahrzehnten bekannt ist, kann dem Hacker einen Zugriff auf das System zwar erschweren. Allerdings bestehen bei den permanenten Weiterentwicklungen von Schadsoftware berechtigte Zweifel, ob ein Anti-Viren-Schutz diesen Angriffen immer gewachsen bleibt.

Bekämpfung von Malware steht weiterhin im Fokus

Da zahllose Unternehmen und Privatpersonen in der Schweiz auf Software von Symantec vertrauen, ist die Frage nach der zukünftigen Entwicklung berechtigt. Gänzlich wendet sich das Unternehmen selbstverständlich nicht von der Internetsicherheit ab, allerdings soll der Fokus auf einen neuen Schwerpunkt ausgerichtet werden. Analyse und Beseitigung einer Schadsoftware sollen bei den Programmen von Symantec zukünftig im Vordergrund stehen, was beispielsweise immer noch unter der Markenbezeichnung Norton vermarktet werden könnte. Nicht die Abwehr von Angriffen und Infizierungen eines Computers stünden bei dieser Strategie im Vordergrund, sondern die schnelle Erkennung und Beseitigung, wenn es nachweislich zur Infizierung gekommen ist.

Starke Konkurrenz möglicherweise Grund für Entscheidung

Dass Symantec die Philosophie seines Unternehmens möglicherweise neu gestaltet und vom klassischen Anti-Viren-Schutz abrückt, wird von Experten verschieden bewertet. Während manche der technischen Argumentation des Unternehmens folgen, sehen andere eher den Konkurrenzdruck als Grund für die Entscheidung. Klassische Anbieter von Betriebssystemen haben über das letzte Jahrzehnt im Bereich Anti-Viren-Schutz erheblich aufgeholt; so bietet Microsoft unter Windows 8 bereits einen sehr tauglichen Schutz vor Viren aller Art. Im Rahmen dieses starken Angebotes anderer Softwareanbieter verwundert es nicht, wenn Symantec in Zukunft nicht mehr auf sein früher so starkes Zugpferd mit den Produkten der Markenreihe Norton vertraut.[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]

Auch die Infizierung mit einer Schadsoftware selbst, die über die letzten Jahre hinweg einen neuen Charakter erhalten hat, könnte in die Entscheidung von Symantec eingespielt haben. (Bild: Carsten Reisinger / Shutterstock.com)

Auch die Infizierung mit einer Schadsoftware selbst, die über die letzten Jahre hinweg einen neuen Charakter erhalten hat, könnte in die Entscheidung von Symantec eingespielt haben. (Bild: Carsten Reisinger / Shutterstock.com)

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Auch die Infizierung mit einer Schadsoftware selbst, die über die letzten Jahre hinweg einen neuen Charakter erhalten hat, könnte in die Entscheidung von Symantec eingespielt haben. So ist der klassische Virus, der sofort seinen Schaden ausführt und beispielsweise die Festplatte eines Computers löscht, längst hinter andere Bedrohungen der Hackerszene zurückgetreten. Vor allem Trojaner sind als Spyware die deutlich häufigere Bedrohung, um beispielsweise sensible Daten beim Online-Banking oder die Passwörter des Nutzers auf PC oder Smartphone mitzuzeichnen. Ein infiziertes System zu analysieren und die richtigen Schritte gegen Trojaner & Co. einzuleiten, dürfte so zukünftig eine wichtigere Rolle für alle Internetnutzer spielen.

Entscheidung von Symantec nicht falsch deuten

Unabhängig von einer potenziellen Neuausrichtung des Unternehmens und einer unsicheren Zukunft der Software Norton sollten Nutzer den Schutz vor Viren nicht komplett auf die leichte Schulter nehmen. Gerade weil Entwickler von Betriebssystemen wie Microsoft in den letzten Jahren im Virenschutz erheblich aufgeholt haben und taugliche Programme anbieten, sollte die Wichtigkeit eines solchen Schutzes klar sein. Sosehr Trojaner und ähnliche Schädlinge auf dem Vormarsch sind, bleibt die Gefahr durch Computerviren reell und sollte weiterhin einen umfassenden Schutz des Computers oder Smartphones nach sich ziehen. Die Abkehr eines bekannten Unternehmens von dieser Strategie heisst nicht, dass andere Hersteller seinem Weg im Schutz vor Viren folgen.

Die richtige Software für das eigene System finden

Wer aktuell auf Norton als Anti-Viren-Programm vertraut, sollte dies auch weiterhin tun und abwarten, wie häufig noch mit Updates der Software durch Symantec zu rechnen ist. Der Virenschutz, der aktuell durch das Programm des Unternehmens gewährleistet wird, ist natürlich nicht von einer potenziellen Neuausrichtung der wirtschaftlichen Tätigkeiten betroffen. Alternativ lohnt es sich natürlich, den Anti-Viren-Schutz von anderen Entwicklern unter die Lupe zu nehmen und hier Sicherheit mit vielen praktischen Features zu verbinden. Dies gilt übrigens auch immer häufiger für Smartphones und Tablets, die durch Trojaner-SMS und ähnliche Schädlinge genauso von Angriffen aller Art betroffen sind.

 

Oberstes Bild: © 360b – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Über Meik Peters

Ich bin freier Künstler, Journalist, Sprecher und Mathematiker. Über die jahrelange Arbeit als Texter bin ich mit diversen Interessengebieten und Themenbereichen in Kontakt gekommen und bearbeite diese mit grosser Freude.

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