Chronische Migräne – kein unabänderliches Schicksal!

29.07.2014 |  Von  |  Gesundheit
Chronische Migräne – kein unabänderliches Schicksal!
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[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Wer häufig an heftigen Kopfschmerzattacken leidet, ist nicht zu beneiden. Treten die Anfälle regelmässig auf, spricht man von chronischer Migräne, Schmerzmittel sind in diesem Fall keine Lösung mehr. Doch es gibt Möglichkeiten, chronische Migräne wirksam zu bekämpfen.

Chronische Migräne – wodurch wird sie ausgelöst?

Die genaue Ursache von Migräne ist medizinisch immer noch nicht geklärt. Es konnte allerdings nachgewiesen werden, dass bestimmte Nerven im Gehirn bei einem Migräneanfall stark stimuliert werden, auch die Konzentration des Botenstoffes Serotonin verändert sich in dieser Situation. Während einer Schmerzattacke sind die Wände der im Gehirn befindlichen Blutgefässe besonders angespannt. Dies hat zur Folge, dass bestimmte Stoffe von den Blutgefässen ins körpereigene Gewebe übertreten können, wodurch eine neurovaskuläre Entzündung hervorgerufen wird, welche mit heftigen Schmerzen einhergeht. In diesen Fällen konnte auch eine erhöhte Konzentration des Schmerzbotenstoffes CGRP nachgewiesen werden.

Eine typische Migräneattacke äussert sich als pulsierender, meist halbseitig auftretender Kopfschmerz. Treten die Beschwerden öfter als 14 Mal im Monat auf, spricht man von chronischer Migräne. Schmerzmittel sind in diesem Fall keine Lösung, da deren Nebenwirkungen so stark sind, dass eine Einnahme über einen längeren Zeitraum absolut nicht zu empfehlen ist. Auch kann es in diesem Fall zu einer gewöhnungsbedingten Abhängigkeit von den Medikamenten kommen. Wird von Schmerzmitteln übermässig Gebrauch gemacht – etwa zur Vorbeugung der nächsten Kopfschmerzattacke – findet im Körper auf Rezeptorenebene eine Art Gegenregulierung statt, die erst recht regelmässige Kopfschmerzen auslöst.

Doch es gibt Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. Studien zeigen, dass die richtige Therapie Zahl, Dauer und Stärke der chronischen Anfälle spürbar verringern kann. Allerdings wurden die meisten Migränetherapien in der Vergangenheit lediglich für akute Migräneanfälle enwickelt, weniger für ein chronisches Schmerzprofil. Andreas Gantenbein, seines Zeichens leitender Arzt für Neurologie an der Rehaklinik Bad Zurzach und Präsident der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft, erklärt: „Bis anhin untersuchten die meisten Studien die Therapien nur bei Migräne, die weniger oft auftrat, nicht bei der chronischen Form.“

Topiramat und Botox sind gut wirksam

Kürzlich durchgeführte Untersuchungen belegen, dass Medikamente, welche den Wirkstoff Topiramat enthalten, bei chronischer Migräne gut schmerzlindernd wirken. Allerdings bestehen auch bei diesem Inhaltsstoff Nebenwirkungen, zudem konnten die Folgen einer Langzeittherapie mit Topiramat noch nicht untersucht werden. Auch dem Antifaltenwirkstoff Botox wird eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem im Kopfbereich zugeschrieben, genauere Untersuchungen stehen aber noch aus.

 

Oberstes Bild: © 9nong – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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