Bevölkerungsexplosion – eine Belastungsprobe für die Menschheit

15.10.2014 |  Von  |  Gesellschaft
Bevölkerungsexplosion – eine Belastungsprobe für die Menschheit
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[vc_row][vc_column][vc_column_text]Bis zum Ende des Jahrhunderts wird die Weltbevölkerung auf zwölf Milliarden Menschen anwachsen. In der Geschichte der Menschheit ist die Bevölkerungsexplosion eine Episode, die uns alle vor grosse Herausforderungen stellt – wenigstens in diesem Punkt hat Ecopop recht. Ob es allerdings anwendbare und funktionierende Rezepte gibt, um diese Belastungsprobe glimpflich zu überstehen, wird sich erst in Zukunft zeigen.

Die Initianten von Ecopop treffen den Nagel auf den Kopf: Es ist nicht nur entscheidend, wie viele Ressourcen jeder einzelne Mensch verbraucht, sondern auch, wie viele von diesen es gibt. Lebten im Jahr 1970 noch gerade einmal 3,6 Milliarden Menschen auf dem Planeten, so zählen wir heute mindestens doppelt so viele. Auch wenn der bekannte Zukunftsforscher Matthias Horx gerne alle Pessimisten ermutigt, so ist die Bevölkerungsexplosion samt ihrer negativen Folgen kaum mehr von der Hand weisen.

Die Bevölkerungsexplosion stellt nicht nur den Planeten vor eine einzigartige Belastungsprobe, sondern entwickelt sich auch zu einer der grössten Herausforderungen für die gesamte Menschheit. Noch kann auf die Bewältigung dieser Krise gehofft werden, denn seit Jahren sinkt die Geburtenrate in vielen Teilen der Welt: Der wachsende Trend zur Zweikindfamilie erweist sich somit als Schritt in die richtige Richtung.

Die Menschheit wächst weiter

Der sogenannte „Peak Child“-Zustand ist bereits erreicht, denn die Zahl der Kinder nimmt nicht weiter zu. Trotzdem wächst die Bevölkerung mit ungeahnter Geschwindigkeit weiter. Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich durch die immense Zahl an Kindern, die bereits heute auf dem Planeten leben. Diese zwei Milliarden dürften ihrerseits wiederum zwei Milliarden Kinder zeugen. Auch wenn der Trend bei der heranwachsenden Generation zur Kleinfamilie geht, ist das Bevölkerungsmaximum somit noch nicht erreicht. Laut Schätzungen der Uno dürfte die Menschheit ihre maximale Grösse erst im Jahr 2100 erreichen: Dann werden rund zwölf Milliarden Menschen den Planeten bewohnen.

All diese Menschen zu ernähren, wird zu einer riesigen organisatorischen und technischen Herausforderung werden. Denn alleine durch eine gerechte Verteilung der Ressourcen wird sich diese Herkulesaufgabe nicht im ausreichenden Masse bewältigen lassen. Zum Glück finden sich in Afrika, dem Land, in dem das Bevölkerungswachstum laut Hochrechnung am stärksten ausgeprägt sein wird, die weltweit grössten landwirtschaftlichen Potenziale. Um diese allerdings ausschöpfen zu können, müsste der Fortschritt dort mit entsprechenden Förderungen immens vorangetrieben werden.

Fortschritt und Wohlstand sind die Lösung

Auch wenn viele es sich wünschen würden, so gibt es keinen Weg zurück. Frei nach dem Motto: Wer die Zukunft vorhersehen will, muss sie gestalten, können wir nur noch den Weg nach vorne antreten. Selbst wenn viele den selbstversorgenden Bauern, der im Einklang mit der Natur lebt, als Lebensideal der Zukunft ansehen, so handelt es sich dabei allenfalls um ein Trugbild. Sieht man sich einmal die ländlichen Regionen der „Dritten Welt“ an, so wird man schnell eines Besseren belehrt. Hier herrscht nicht nur die grösste Armut, sondern die Menschen haben oft auch noch viele Kinder.
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Im Gegensatz dazu haben die Frauen in den schnell wachsenden Grossstädten Afrikas in der Regel maximal zwei Kinder (Bild: Salvador Oyson / Shutterstock.com)

Im Gegensatz dazu haben die Frauen in den schnell wachsenden Grossstädten Afrikas in der Regel maximal zwei Kinder (Bild: Salvador Oyson / Shutterstock.com)

[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]Es zeigt sich also, dass steigender Wohlstand das Fundament bildet, auf dem sich die langfristige Stabilisierung der Weltbevölkerung gründet. In den meisten wohlhabenden Ländern geht die Fruchtbarkeit sogar unter das Reproduktionsniveau von zwei Kindern pro Frau zurück. Ist die Kinderzahl aber erst einmal unter diesen Wert gefallen, dann lässt sie sich auch durch Familienförderung nicht wieder über den Schwellenwert heben, wie viele Versuche gezeigt haben. Bleibt dies so, dann wird die Zahl der Menschen bis zum Jahr 2200 auf vier Milliarden zurückgegangen sein.

In der Geschichte der Menschheit ist die Bevölkerungsexplosion also nur ein Abschnitt, der kaum 300 Jahre andauert. Allerdings stellt diese Epoche die Menschheit vor immense Herausforderungen: Durch weniger Kinder und eine erhöhte landwirtschaftliche Produktivität wird der Ressourcenverbrauch unweigerlich steigen. Dies könnte zu einem enormen Problem werden, da die Menschheit seit Beginn der Industrialisierung fossile Brennstoffe in ungeahnter Geschwindigkeit abbaut und verheizt, deren Aufbau mehrere Jahrmillionen in Anspruch genommen hat.

Die Zeit rennt uns davon

Auch wenn der Wunsch nach einer Verlangsamung der Entwicklung verständlich ist, so geht er doch jeden Tag in Schall und Rauch auf. Wir zeigen lieber mit dem Finger auf kinderreiche Familien in der „Dritten Welt“, anstatt einen Blick auf unsere eigenen Kinder zu werfen, die in Zukunft ein Vielfaches mehr an CO2 produzieren werden.

Wie man die Sache auch betrachtet: Wenn die Menschheit kein enormes Mass an Innovation an den Tag legt, dann wird die Bevölkerungsexplosion kein gutes Ende nehmen. Nur wenn Fortschritt und Entwicklung schnell voranschreiten, schafft es die Menschheit, das Ende des 21. Jahrhunderts glimpflich zu überstehen, wenn Klimawandel und fehlende fossile Ressourcen mit dem Bevölkerungsmaximum zusammentreffen.

Hoch produktive Wirtschaftszentren wie Kalifornien, Singapur und die Schweiz spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Hier werden die technologischen Entwicklungen der Zukunft vorangetrieben, welche der Menschheit helfen werden, diese harten Zeiten zu überstehen.

 

Oberstes Bild: © donsimon – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]


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