Alle Jahr wieder: Im Herbst brauchen geschwächte Igel unsere Unterstützung!

06.11.2014 |  Von  |  Natur
Alle Jahr wieder: Im Herbst brauchen geschwächte Igel unsere Unterstützung!
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In diesen Tagen kann man auf einem Spaziergang durch Feld, Wald und Wiese die kleinen Bewohner beobachten, die emsig für die Wintertage vorsorgen. Eichhörnchen, Vögel und Nagetiere haben mächtig viel zu tun. Und wie immer im Herbst, braucht ein stacheliger kleiner Kerl unsere Unterstützung: Winterhilfe für die Igel ist gefragt … jedoch nur für jene, die bereits geschwächt sind und sichtbar Hilfe benötigen. Rollt ein Igel sich, wenn Sie ihn leicht berühren, nicht zusammen, dann kümmern Sie sich bitte um ihn! Was Sie tun sollten, erfahren Sie weiter unten in diesem Text.

Im Grunde genommen ist der Igel ein Überlebenskünstler. Er wurde nach der letzten Eiszeit bei uns heimisch und noch Mitte des letzten Jahrhunderts fühlte er sich überall im Mittelland wohl. Die Industrialisierung der Landwirtschaft verdrängte ihn aber immer mehr aus seinem bisherigen Lebensraum. Näher an Dörfer und Städte gezogen, hat der Igel es auch hier zunehmend nicht mehr leicht. Er sucht nach ursprünglicher Natur und findet Gärten, in denen fleissig Dünger versprüht wurde und lärmende Geräte die Arbeit übernehmen.

Glücklicherweise hat das kleine Stacheltier viele Freunde. Nicht nur Kinder haben Freude, wenn sie einen dieser putzigen Gesellen antreffen. Igelfreunde sorgen dafür, dass genügend wild wachsende Gräser und Sträucher auf ihrem Grundstück vorhanden sind und freuen sich, wenn sich das Tier hier wohlfühlt. Laub, welches seit eh und je zum Zyklus unserer Jahreszeiten gehört, bietet nicht nur dem Igel Schutz. Jedoch ist es für ihn überlebenswichtig, da er hier genügend Vorräte findet. Wenn Sie das Laub zusammenwischen möchten, dann lassen Sie einen Haufen liegen: Die Tiere, allen voran der Igel, werden es Ihnen danken. Bitte benutzen Sie keinen Laubsauger, es sei denn, Sie möchten Lebewesen und die Biodiversität vernichten!

Aufgrund der aufgeräumten Gärten, in denen kein Wildwuchs und kein Laub Platz haben, sind im Herbst immer häufiger geschwächte und kranke Igel anzutreffen. Auf keinen Fall dürfen diese im Wald ausgesetzt werden. Wald war nie der Lebensraum der Igel und würde ihren sicheren Tod bedeuten. Sowieso sollte das Tier nicht an einen unbekannten Ort gebracht werden, da es von Natur aus sehr reviertreu ist. Wenn Sie einen hilflosen Igel finden, dann können Sie Erste Hilfe leisten, indem Sie ihn einen Karton setzen, den sie auf eine handwarme Wärmflasche stellen.

Dann rufen Sie bitte den Verein Pro Igel an, der rund um die Uhr unter der Nummer 079 652 90 42 erreichbar ist. Auch wenn Sie es noch so gut meinen: Die Rettung des Tieres gehört in die Hände von Fachleuten.

 

Oberstes Bild: © Miroslav Hlavko – Shutterstock.com

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