Moderne Hausgeräte als ökologische Allzweckwaffen: So retten wir die Welt?

14.11.2014 |  Von  |  Konsum
Moderne Hausgeräte als ökologische Allzweckwaffen: So retten wir die Welt?
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Neben der Leistungsfähigkeit und der attraktiven Optik rückt bei Hausgeräten, die up to date sein wollen, immer stärker eine weitere Eigenschaft in den Fokus: die Ökologie. Die Debatte um den Klimaschutz und die Meinungsmache durch Medien, Politik und Wirtschaft haben in den letzten Jahren auch beim Verbraucher zu einem wachsenden Umweltbewusstsein geführt.

Moderne Hausgeräte müssen nicht nur leistungsstark, optisch ansprechend und vorzugsweise multifunktional sein, sondern auch in Sachen Klimaschutz eine gute Figur machen. Dass die Kunden dies so wünschen, ist nicht nur eine Folge von gestiegenem Umweltschutzbewusstsein, sondern beruht auch auf einer gezielten Beeinflussung durch Wirtschaft, Politik und Medien.

Egal welchen Artikel Sie kaufen – immer wieder stossen Sie auf Richtlinien, die unter der Fahne des Klimaschutzes daherkommen. Leistungsreduzierte Staubsauger, die CO2-Abgabe und Energiesparlampen sind hier nur die augenfälligsten Beispiele. Wäschetrockner dürfen nach Oktober 2015 nur noch verkauft werden, wenn sie mindestens Energieeffizienzklasse B nachweisen können. Die daraus resultierende aufwendigere Bauweise hat zur Folge, dass die Geräte mehr kosten. Doch der Verbraucher ist gerne bereit, für Produkte mit vorgeblich besserer Ökologiebilanz mehr Geld auszugeben. Aber hilft das wirklich dem Weltklima?

Wer ist für den Klimawandel verantwortlich?

Die Tatsache des Klimawandels ist nicht zu bestreiten. Das Klima hat sich in der Vergangenheit gewandelt und wird dies auch in der Zukunft tun. Vor 600 Jahren war Grönland – das auf Englisch bezeichnenderweise „Greenland“ (= „Grünland“) heisst, noch ein Weide- und Ackerland. Erst allmählich wurde die nordeuropäische Insel mit einer Eisschicht bedeckt. In den letzten beiden Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts standen Ozonloch und Waldsterben im Zentrum der ökologischen Debatte. Die Öko-Propheten sprachen damals von zukünftigen Wüstenlandschaften und bevorstehenden Hautkrebsepidemien. Wenn wir dies heute rückwirkend betrachten, müssen wir konstatieren, dass die vorhergesagten Horrorszenarien glücklicherweise ausgeblieben sind. Ist also wirklich der Mensch schuld am Klimawandel?

Heute spricht man vor allem von Polkappenschmelze, globaler Erderwärmung und dem Anstieg des Meeresspiegels. Die UNO hatte für 2010 die Zahl der Klimaflüchtlinge weltweit auf 50 Millionen geschätzt. Verantwortlich dafür würden dramatische Ernteausfälle, der steigende Meeresspiegel und die wachsende Hurrikan-Häufigkeit sein. Zum Glück ist das bis heute nicht Realität.

Eine Steuer auf die Luft

Selbst die Möglichkeit, die Atemluft zu besteuern, wurde angedacht, unter anderem von dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore. Die Erfinder der CO2-Zertifikate verdienten sich damit eine goldene Nase. Der gesetzlich verordnete Austausch der traditionellen Glühlampe mit der Energiesparlampe brachte Industrie und – über die Besteuerung – Staat beträchtliche Einnahmen.

Von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt verzeichnen Meteorologen seit 2000 sogar eine abnehmende Erdtemperatur. Als Indiz dafür können die zunehmend kälter werdenden Winter der letzten Jahre gelten. Ursächlich dafür soll nach Expertenmeinung die Tatsache sein, dass unser Zentralgestirn sich zyklisch verhält. Einer verstärkten Sonnenaktivität folgt in den kommenden Jahren eine Ruhephase. Die reduzierte Sonnenaktivität hat entsprechende Folgen für das Klima auf der Erde, wie drei verschiedene Forscherteams 2011 in Las Cruces, einem Ort in dem US-amerikanischen Bundesstaat New Mexico, bei einem Treffen der AAS (American Astronomical Society) verkündeten.


Moderne Haushaltsgeräte sparen Energie und senken daher die Kosten. (Bild: © Jane0606 - shutterstock.com)

Moderne Haushaltsgeräte sparen Energie und senken daher die Kosten. (Bild: © Jane0606 – shutterstock.com)


Sind moderne Hausgeräte nun ökologisch wertvoll?

Das Umwelt-Gütesiegel „Blauer Engel“, das deutsche Importprodukte ziert, sorgt durchaus für mehr Gesundheit und einen besser gefüllten Geldbeutel. Laserdrucker dürfen dieses Siegel tragen, wenn sie sich durch extrem niedrige Feinstaubemissionen auszeichnen. Damit Minimieren sie die Belastung der Lunge und der Bronchien. Positive Effekte für den Umweltschutz haben auch zahlreiche andere Haushaltgeräte.

Der „Blaue Engel“ klebt ausschliesslich auf Mikrowellen mit hoher Effektivität, geringer Produktion von Leckstrahlen und geringem Stromverbrauch im Stand-by-Modus. Dass bei der Herstellung möglichst Materialien mit minimaler Schadstoffbelastung verwendet werden und man die Geräte leicht reparieren kann, hilft ebenfalls bei einer möglichen Zertifizierung. Bescheidener Stromverbrauch und eine lange Lebensdauer solcher Geräte helfen, Geld zu sparen, und machen die höheren Anschaffungskosten damit auf die Dauer mehr als wett.

Für Wasserkocher und Kaffeemaschinen kann Entsprechendes gesagt werden. Sie zeichnen sich im Vergleich mit dem Topf auf dem Herd nicht nur durch eine schnellere Arbeitsweise aus, sondern sind auch wesentlich stromsparender. Haben Sie einen mit dem Blauen-Engel-Siegel versehenen Haartrockner, werden Sie die kaum wahrnehmbaren Betriebsgeräusche zu schätzen wissen.

Gegen das schlechte Gewissen

Dass der Normalbürger heutzutage mehr Wert auf Umweltschutz legt als noch vor einigen Jahren, ist als positives Signal zu werten. Dass staatliche Reglementierung in Form von Gesetzen oder EU-Richtlinien sich immer mehr in den Bereich der privaten Haushalte ausdehnt, ist allerdings eine bedenkliche Entwicklung. Durch den dekretierten Kauf vorgeblich ökologischer, aber auf jeden Fall teurerer Haushaltsgeräte wird nicht nur die ohnehin schrumpfende Familienkasse zusätzlich belastet, diese zu Recht als Gängelung wahrgenommene Praxis kann langfristig zudem zur Staats- und Politikverdrossenheit führen.

Wird der Einzelne den wachsenden Trend zur Reglementierung auch kaum stoppen können, so ist es doch hilfreich, um die Hintergründe dieser Entwicklung zu wissen. Nur wenn man um die realen Interessen weiss, gelingt es, die eigene Rolle in diesem „Spiel“ realistisch einzuschätzen und sich so von bewusst provozierten Schuldgefühlen frei zu machen. Und dabei hilft es ausserdem, wenn man weiss, dass es zwar einen Klimawandel gibt, dieser aber nicht zwangsläufig in der Katastrophe mündet.

So kann man festhalten: Der Kult um den Umweltschutz treibt oft groteske Kapriolen. Wenn man aber kühlen Kopf bewahrt und ab und zu einen Blick hinter die Kulissen wirft, kann man durch den überlegten Kauf ressourcenschonender Haushaltsgeräte seinen kleinen privaten Beitrag zum globalen Umweltschutz leisten.

 

Oberstes Bild: © EggHeadPhoto – shutterstock.com

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