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Lohnt sich vergleichen?

03.01.2015 |  Von  |  Allgemein, Gesellschaft

[vc_row][vc_column width=”1/1″][vc_column_text]Jeder tut es und niemand ist davor gefeit: Wir alle ziehen Vergleiche, denn das gehört zum täglichen Leben dazu. In diesem Artikel soll es nicht um das Vergleichen von Preisen oder Qualität gehen, sondern um solche Vergleiche, die mit Parametern zusammenhängen, die das Vergleichen schwer machen: Wir sprechen von eigenen oder fremden Fähigkeiten, Leistungen und Fertigkeiten.

Jeder kennt wohl Beispiele solcher unangebrachten Gegenüberstellungen, die nach Dingen fragen wie dem Einkommen, der gesellschaftlichen Stellung, der Kleidung oder dem Erziehungsstil. Dabei messen Frauen sich häufiger auf sozialer und Männer eher auf wirtschaftlicher Ebene.

Ist vergleichen wirklich nötig?

Die Wissenschaft hält es für wahrscheinlich, dass das Ziehen von Vergleichen in engem Zusammenhang mit der Sozialstruktur des Menschen zusammenhängt. Der Homo sapiens hat das Bedürfnis zu vergleichen, da er auf die Gemeinschaft angewiesen ist, weil er allein nur bedingt überlebensfähig wäre. Die Leistungen von Sippenmitgliedern zu vergleichen, schafft auch die Möglichkeit, diese Leistungen und die dazu nötigen Fähigkeiten zu verbessern und weiterzuentwickeln. Dabei konzentrierten die Fähigkeiten von männlichen und weiblichen Mitgliedern der Gesellschaft auf unterschiedliche Bereiche. Während die einen ihre Kompetenzen in Kindererziehung, Haushalt und Vorrathaltung schulten, also auf dem Gebiet der Höhlen- oder Haushaltsführung, übten sich die anderen in den Bereichen Jagd und Strategie.

Der ein oder andere Leser ist hier wahrscheinlich geneigt, zu protestieren, aber was wahr ist, muss wahr bleiben: Im Prinzip hat sich trotz aller gesellschaftlichen Errungenschaften, historischen Umbrüche und der Emanzipation nichts geändert. Der Grundstein für das Vergleichen wurde also so früh gelegt, dass das Verspüren und auch Ausleben von Neid zu einem unserer stärksten Instinkte herangewachsen ist – und auch heute noch geschlechtsspezifische Unterschiede aufweist.

Wie wirken Vergleiche sich aber aus und welche Vor- und Nachteile ergeben sich daraus?[/vc_column_text][vc_separator color=”grey”][vc_column_text]

Auch negative Gedanken und Gefühle können durch Vergleiche hervorgerufen werden. (Bild: Pressmaster / Shutterstock.com)

Auch negative Gedanken und Gefühle können durch Vergleiche hervorgerufen werden. (Bild: Pressmaster / Shutterstock.com)

[/vc_column_text][vc_separator color=”grey”][vc_column_text]Fortschritt wird ermöglicht

Wer das Vergleichen aus einem wohlwollenden Blickwinkel betrachtet, kann viele positive Aspekte daran finden. Von A wie Anreiz reichen sie über B wie Bewunderung bis hin zu S wie Selbsterkenntnis oder Skepsis. All das sind Empfindungen, die den Menschen insofern weiterbringen, als dass er sich seiner eigenen Wünsche bewusst wird, seine entsprechende Ziele definieren kann – inklusive der Wege, sie zu erreichen –, Irrtümer erkennt und sich auch kompetente Unterstützung sucht.

Neid ist also eine Triebfeder für Entwicklung.

Erkenntnis durch Vergleiche

Aber auch negative Gedanken und Gefühle können durch Vergleiche hervorgerufen werden. Unter ihnen sind vor allem Selbstzweifel, Enttäuschung, Unzufriedenheit und Undankbarkeit zu nennen. Fühlt man sich so, gilt es, die Situation des Beneideten unter die Lupe zu nehmen. Dann zeigt sich häufig, dass auch derjenige „nur mit Wasser kocht“, also auch mit Widrigkeiten kämpft, Konflikte auszustehen hat und leidet – in vielen Fällen aber auf anderen Gebieten.

Schaden durch Vergleiche

Wer denkt, dass dieser Schritt nicht nötig ist, läuft Gefahr sich in Verurteilung und Überheblichkeit zu verlieren. Um die eigenen Frustration und Unsicherheit zu überdecken, sucht man nach Negativem am Beneideten. Anlass für Kritik gibt schon die kleinste Unzulänglichkeit, denn so erlangt man wenigstens für einen Moment lang ein Gefühl der Selbstsicherheit.

Diese Art von Vergleich wirkt im Beziehungsgeflecht mit anderen Menschen wie Gift, trübt sie doch den Blick auf das Besondere und Wesentliche eines Menschen. Die Eigenschaften und Leistungen von Freunden, Kollegen, Familienmitgliedern oder Geschäftspartnern an denen anderer zu messen, führt in Versuchung deren kleine Makel als übergross wahrzunehmen, während das Positive in den Hintergrund rutscht.

„Imagination“ nennen Psychologen das Phänomen, das hinter unangemessenen Vergleichen steht. Man baut ein Idealbild auf, dem Mitmenschen zu entsprechen haben. Das können sie nie zu 100 Prozent, weshalb sie einem Vergleich mit dem im Kopf gespeicherten Bild nicht standhalten werden. Das führt dazu, dass sie dann scheinbar berechtigt kritisiert werden.[/vc_column_text][vc_separator color=”grey”][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=Z5muVAcRx7M”][vc_separator color=”grey”][vc_column_text]Gekonnt vergleichen

Wer gekonnt vergleicht, weiss zu unterscheiden zwischen der Wirklichkeit und dem unerreichbaren Ideal. Generell soll man Vergleiche nicht vermeiden, sondern lediglich darum, sie in gesunde Bahnen zu lenken. Das braucht manchmal etwas Übung. Wer diese Fähigkeit gut trainiert, lernt, sich ausschliesslich auf die eigenen positiven Aspekte zu beschränken.

 

Oberstes Bild: Sich mit anderen zu vergleichen kann positive und negative Folgen haben. (© Happy Together / Shutterstock.com)[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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