WordPress verweigert Zensur von IS-Propaganda

03.03.2017 |  Von  |  Gesellschaft, Neue Medien, News
WordPress verweigert Zensur von IS-Propaganda
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Extremistische Nachrichten lassen sich auf Blogs und in sozialen Netzwerken bestens verbreiten – aber nicht alle Technologie-Unternehmen sind gleich bedacht darauf, das zu verhindern.

Das Counter Extremism Project  hat nun aufgedeckt, dass der Blogging-Dienst WordPress darauf verzichtet, seine Seite von Videos und Propagandabotschaften des IS zu befreien.

Keine Lust auf Zensur

„Wir reden hier nicht über Inhalte, die sich in einer Grauzone befinden“, meint David Ibsen, Leiter des Counter Extremism Projects. „All diese brutalen Videos fordern auf eine Art und Weise zu Gewalt auf oder haben Propagandazwecke.“ Darunter befinden sich etwa ein Foto von einem Mann, der mit einem Messer bedroht wird oder ein Video von einem Mann, der erschossen wurde, kommentiert mit „Das ist der Feind von Allah“.

„Unserer Erfahrung nach verweisen Technologie-Firmen, wenn sie nichts ändern wollen, auf das Recht zur freien Meinungsäußerung und wenn sie etwas ändern wollen, auf ihre Nutzungsbedingungen“, meint Ibsen. Tatsächlich steht in den Nutzungsbedingungen, dass bekannten Terrorismusgruppen und Aufrufen zu Gewalt keine Plattform geboten werde.

Es geht aber auch anders

Ibsens Beobachtungen erweisen sich als zutreffend – und WordPress will nichts an seiner Strategie ändern. Das Counter Extremism Project zitiert einen Mitarbeiter von WordPress namens Sal P.: „WordPress.com fühlt sich dem Recht auf freie Meinungsäußerung stark verpflichtet und wird nicht einfach Inhalte löschen, nur weil wir sie anstössig finden oder nicht derselben Meinung sind.“

Zum Vergleich: YouTube hat bereits 2015 damit begonnen, Propagandavideos auf seiner Plattform zu bekämpfen. Und auch einschlägige Suchanfragen auf Google werden umgeleitet und die Argumente des IS in einer Werbekampagne entkräftet.

 

Quelle: pressetext.com
Artikelbild: Symbolbild © Namning – shutterstock.com

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