Leserbrief vom Schweizer Tierschutz: „ein Armutszeugnis und eine Schande“

16.08.2017 |  Von  |  News, Tierwelt
Leserbrief vom Schweizer Tierschutz:
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Der Kommandant des Veterinärzentrums der Armee sagte es treffend. Die Pferde würden betreut, gepflegt und es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut.

Aber nun brauche es Zeit um abzuklären, welche Pferde ohne Probleme an geeignete Plätze abgegeben werden können und welche noch auf die Platzierung vorbereitet werden müssen. Auf die Schnelle gehe das nicht.

Am 10. August hat der Schweizer Tierschutz STS Regierungsrat Schönholzer schriftlich angeboten, den Kanton bei der Vermittlung der Pferde mit der Kontrolle der Plätze zu unterstützen.

Unser Kontrolldienst mit 15 erfahrenen Tierschutzkontrolleuren wäre dazu in der Lage. So würde verhindert, dass Pferde von Leuten übernommen werden, die sich nicht dafür eignen oder, dass die Tiere sogar zu dubiosen Zwischenhändlern gelangen. Diese professionelle Dienstleistung boten wir dem Kanton gratis an.

Der Kanton hat aber entschieden, dass die Pferde an die Meistbietenden versteigert werden. Es ist nun offensichtlich, dass sich beim Kanton niemand um das Wohl und das Schicksal dieser Tiere kümmert.

Regierungsrat Schönholzer hat es nicht einmal für nötig gefunden, auf unser Angebot zu antworten. Das ist nicht nur ein Affront gegen den Tierschutz, sondern ein Armutszeugnis und eine Schande!

 

Schweizer Tierschutz STS
Präsident Heinz Lienhard

 

Artikelbild: Symbolbild © tanya_morozz – shutterstock.com

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6 Kommentare


  1. Herr Lienhard
    Gerade Sie als Chef der Tierschutzorganisation sollten es vermeiden, weitere Unwahrheiten zu verbreiten, welche wiederum Personen dazu anstiften Kommentare zu verbreiten, welche weitere Polemik aufs Feld führen. Es ist einfach unwahr, dass die Pferde an die Meistbietenden verkauft werden! Die Pferde wurden auf den Wert hin geschätzt und nach guter alter Tradition versteigert. Das heisst, wenn mehrere Bieter ein Pferd wollen, kann der Preis max. um CHF 500.- angehoben werden und danach entscheidet das Los!

    • Halbtote Tiere kann jeder aufnehmen, ob er sie dann auch wirklich gesund pflegen kann, ist eine andere Frage. Auf die Dauer kann es an die Substanz des tierhalters gehen, es dauert Monate bis die Tiere wieder etwas voller bei Kräften sind. Diese Pferde jetzt nach so kurzer zeit wieder umzuplatzieren ist auf mangelnde Erfahrung mit Tieren zurückzuführen; sowie eine Kostenabwälzung auf jene die den Tieren helfen wollen. U.k. soll ja den Erlös der Versteigerung erhalten, um den Aufwand der Räumung zu finanzieren.

    • Stefan Küng, Sie sagen ja selbst ’nach guter alter Tradition versteigert.‘ Bei einer Versteigerung gewinnt immer der Meistbietende.

  2. Gebt den Pferden mehr Zeit einen passenden Platz zu finden. Es sind nicht alle Händler schlecht aber jeder möchte mit Tieren Geld verdiienen und das sollte hier nicht im Vordergrund stehen.

  3. Gibt doch den Tieren Zeit sich zu erjoken.
    Die haben genug mitgenacht schiebt sue nicht wieder umher.
    Danke

  4. Cristina Nüscheler

    Ich bin der Meinung, dass die Pferde zuerst richtich wieder auf die Beine kommen sollten. Danach kann ein Verkauf an gute Leute immer noch stattfinden. Aber U.K. sollte kein bischen Geld bekommen. Besser die Betreuer der Armee und der Tierschutz, um gute Plätze auszumachen, und jene einladen zur Versteigerung, die von Pferden wirklich einiges verstehen.

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