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Die Polizei rät: So stärken Sie Ihre Passwort-Sicherheit im Internet

05.03.2020 |  Von  |  Gesellschaft, Neue Medien

Würden Sie Ihre Wohnungstüre mit einem Spielzeug-Vorhängeschloss aus Plastik sichern?

Natürlich nicht – deshalb brauchen Sie auch starke und sichere Passwörter. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Passwörter sind ein wichtiger Schutz für Ihre vertraulichen Daten, Online-Transaktionen oder geschützten Zugänge im Internet. Sie sollten deshalb sicherstellen, dass Ihre Passwörter nicht geknackt oder erraten werden können. Aus diesem Grund geben wir Ihnen einige wichtige Passwort-Tipps:

1. Passwörter sind häufig zu kurz. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist besser.

Um auf der sicheren Seite zu sein, werden heute mindestens 16 Zeichen, inklusive Sonderzeichen und Zahlen, für ein Passwort empfohlen. Idealerweise sollte es auch zufällig generiert worden sein und sich nicht auf persönliche Informationen (zum Beispiel Name oder Geburtsdatum) beziehen.

Doch die blosse Anzahl der Zeichen und die Komplexität machen ein Passwort noch nicht sicher. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet mehr Schutz. Sie kennen dieses Verfahren möglicherweise von der Anmeldung bei Ihrem E-Banking-Zugang oder Ihrem Kreditkarten-Konto: In einem ersten Schritt geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein. Erweisen sich diese als korrekt, wird Ihnen, je nach Authentifizierungsverfahren und -technologie, ein Sicherheitscode an ein zweites Gerät gesendet, beispielsweise eine SMS auf Ihr Mobiltelefon. Durch die Eingabe dieses Codes erhalten Sie Zugang zu Ihrem Konto. Der Schutz besteht darin, dass der Angreifer zusätzlich Ihr zweites Gerät benötigt, um an den Sicherheitscode zu kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Unbefugte Schaden anrichten können, verringert sich.

2. Ein Passwort pro Online-Dienst

Ein Passwort kann noch so komplex und lang sein, wenn das gleiche Passwort für Ihren Mail-Account, für E-Banking sowie auch für eine Einkaufsplattform verwendet wird, sind im Falle eines Datendiebstahls alle damit verbundenen Konti kompromittiert. Deshalb gilt: Verwenden Sie jedes Passwort nur für einen einzigen Zugang. So bleiben Ihre übrigen Daten geschützt, falls es an einem Ort zu einem Datendiebstahl kommt.

3. Verwenden Sie einen Passwortmanager.

Für die meisten Menschen ist es schwierig, sich die verschiedenen und komplizierten Passwörter zu merken. Passwortmanagement-Systeme können hierbei eine hilfreiche Unterstützung sein. In Passwort-Verwaltungsprogrammen können Sie sämtliche Passwörter hinterlegen. Zur Identifikation brauchen Sie nur ein einziges, wenn auch sehr starkes, Passwort.

Sie finden auf dem Markt unterschiedliche Passwortmanagement-Systeme für die verschiedenen Betriebssysteme und Geräte; es gibt sowohl kostenlose als auch lizenzpflichtige Programme.

 

Quelle: Blog der Kantonspolizei Bern
Titelbild: kenary820 / shutterstock.com

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