Zürich ZH: Sensenmann-Graffitis aus der Lockdown-Zeit bleiben bestehen

28.10.2020 |  Von  |  News, Schweiz, Zürich

Der Stadtrat hat beschlossen, die sechs noch bestehenden, Harald Naegeli zuzuschreibenden Sensenmann-Figuren aus der Lockdown-Zeit stehenzulassen.

Konservierungsmassnahmen werden jedoch nicht ergriffen.

Während des Lockdowns im vergangenen Frühling tauchten an mehreren Orten in der Stadt Zürich gesprayte Sensenmänner auf. Diese Graffitis sind mit grösster Wahrscheinlichkeit dem Künstler Harald Naegeli zuzuordnen.

Eine unbekannte Zahl der Figuren wurden von Liegenschaftenbesitzenden entfernt, es verblieben sieben Sensenmänner auf öffentlichen Flächen. Der Stadtrat gab der Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum (AG KiöR) den Auftrag, einen Vorschlag für den Umgang mit diesen Figuren zu unterbreiten.

Für die ursprünglich sieben Werke ist die AG KiöR zum Schluss gelangt, dass alle belassen werden sollen. Denn die charakteristischen Figuren bilden einen Totentanz-Zyklus und sind somit Teile eines Gesamtwerks. Eine partielle Erhaltung würde die künstlerische Wirkung schwächen. Der Stadtrat ist der Argumentation gefolgt und lässt die verbliebenen Figuren des Totentanz-Zyklus stehen. Allerdings wurde in der Zwischenzeit die markanteste der Figuren, der Sensenmann auf dem Sockel des Waldmanndenkmals vor dem Stadthaus, von einer unbekannten Privatperson entfernt, so dass der Stadtratsbeschluss für die verbleibenden sechs Werke gilt.

Ebenso hat der Stadtrat die Empfehlung der AG KiöR zu möglichen Konservierungsmassnahmen übernommen: Auf einen solchen Schutz wird verzichtet. Graffitis sind auf Geschwindigkeit und Vergänglichkeit angelegt. Massnahmen wie Acrylscheiben oder Schutzlacke würde diesem ursprünglichen Entstehungszusammenhang widersprechen.

 

Quelle: Stadt Zürich
Titelbild: SevenMaps – shutterstock.com

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