Wetter im Januar: Etwa normal temperiert, dazu verbreitet zu nass und zu bewölkt

Der vergangene Januar fiel temperaturmässig recht normal aus, teilweise war es leicht zu mild, teilweise auch etwas zu kühl, nur in den Bergen war das Temperaturdefizit grösser.

Dazu war es verbreitet deutlich zu nass (örtlich bis über dreimal mehr Niederschlag als normal) und überall zu bewölkt (örtlich mehr als die Hälfte weniger Sonne als normal).

Detailliertere Informationen erhalten Sie untenstehend.

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, brachte der vergangene Januar sehr abwechslungsreiches Wetter. Bezüglich Temperaturen war er dabei in tiefen Lagen an den meisten betrachteten Stationen gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 0,2 bis 1 Grad zu mild, im Osten und Südosten aber leicht zu kühl. In der Höhe war es deutlich zu kühl, auf dem Säntis sogar 2,5 Grad. Verantwortlich für den Temperaturüberschuss im Flachland war dabei die zu milde zweite Hälfte, insbesondere die letzten Tage. So um den 10. Januar herum war es zudem kalt, am kältesten dabei am 11. Januar mit rund -34 Grad auf der Glattalp und mit -29 Grad in Samedan. Im Flachland wurde dagegen die tiefste Temperatur am 16.

Januar mit rund -18 Grad in Hallau registriert.

Niederschlag gab es verbreitet zuviel, in St. Gallen fiel rund dreimal soviel und in Vaduz sogar mehr als dreimal soviel Niederschlag wie normal. Am kleinsten war das Niederschlagsdefizit bei den betrachteten Stationen in Genf. An einigen Stationen wurden gar Januarrekorde geknackt, so z.B. in Glarus, Wädenswil und Aarau.

Dabei fiel der Niederschlag teilweise auch im Flachland in Form von Schnee, in der Deutschschweiz wurden vielerorts aussergewöhnliche Schneemengen verzeichnet. In einigen Alpentälern türmte sich der Schnee mehr als einen halben Meter hoch, an den Voralpen liegt aktuell teilweise deutlich über 3 Meter Schnee, auf dem Säntis sogar knapp 4 Meter!

Die Lawinengefahr wurde gegen Ende des Monats vom SLF gebietsweise auf sehr gross gesetzt, was nicht alle Jahre vorkommt. Eine grosse Rolle spielten dabei auch stürmische Winde und damit Schneeverfrachtungen auf den Bergen, so gab es auf dem Jungfraujoch am 27. Januar eine Böe von 170,6 km/h und auf dem Chasseral am 29. Januar von 157 km/h. Der recht viele Regen, die milderen Temperaturen und das viele Schmelzwasser führten zudem gegen Ende des Monats zu erhöhten Pegelständen der Flüsse, insbesondere der Thur und des Rheins. Verantwortlich für den vielen Niederschlag waren Tiefdrucklagen mit wiederholt durchziehenden Störungen und in Verbindung mit diesen häufig wiederkehrende Nordstaulagen.



Die Sonne schliesslich schien verbreitet unterdurchschnittlich oft, wofür auch wieder das meist tiefdruckbestimmte Wetter verantwortlich gemacht werden kann. In La Chaux-de-Fonds gab es etwa die Hälfte, in Basel sogar deutlich weniger als die Hälfte der normalen Januar-Sonnenscheindauer. Am kleinsten fiel das Defizit in Lugano aus, der Süden war bei den häufigen Nordstaulagen geschützt, sodass sich hier die Sonne etwas häufiger zeigen konnte.

 

Quelle: MeteoNews
Titelbild: RoMiEg – shutterstock.com

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