Sommerunterteilungen – von Frühsommer bis Spätsommer
Der eigentliche Sommer kann in Früh-, Hoch- und Spätsommer unterteilt werden. Dabei ist eine Gliederung mit Hilfe des Kalenders oder des Entwicklungszustands verschiedener Pflanzen (Phänologie) möglich. Wenig bis gar nichts mit dem eigentlichen Sommer zu tun haben zudem der Altweibersommer und der Martinisommer.
Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, kann der eigentliche Sommer in Früh-, Hoch- und Spätsommer unterteilt werden. Die Aufgliederung kann dabei mit Hilfe des Kalenders oder der Pflanzen (Phänologie) erfolgen. Beim Kalender ergibt sich zudem das Problem, dass der meteorologische Sommer (1. Juni – 31. August) vom kalendarischen (dieses Jahr 21. Juni –
21. September) abweicht. Nachfolgend sollen die einzelnen Sommerarten sowie im Anschluss auch die Begriffe Altweibersommer und Martinisommer näher erläutert werden.
Frühsommer
Der Frühsommer beginnt mit dem meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni bzw. dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni. Das Ende des Frühsommers ist nicht genau definiert, teilweise wird das Ende mit dem Beginn der Hundstage gleichgesetzt.
Im Gegensatz zu den astronomischen Jahreszeiten sind die vom pflanzlichen Entwicklungsstand abhängigen sogenannten phänologischen Perioden nicht an fixe Daten gebunden. Dabei werden Jahresabschnitte durch Beobachtungen aus der Natur bestimmt. Die Blüte, Fruchtreife, Blattfärbung oder der Blattabwurf von bestimmten Pflanzenarten – sogenannte Zeigerpflanzen – markieren jeweils den Beginn einer neuen Jahresphase. Der Frühsommer hält danach bei uns meist im Juni Einzug und fällt mit der Blüte des Schwarzen Holunders, des Roggens, der Robinie sowie dem Blütehöhepunkt der Wiesen und Getreidefelder zusammen.
Hochsommer
Der Beginn und auch das Ende des Hochsommers sind nicht genau definiert. In Mitteleuropa wird oft der Zeitraum von Anfang Juli bis Mitte August als Hochsommer bezeichnet. Andere Quellen zählen nur die Hundstage (23. Juli bis 23. August), in dessen Zeitraum oft die heissesten Tage fallen, zum Hochsommer. Vereinzelt wird auch der Zeitraum zwischen Mitte Juni und Ende Juli als Hochsommer bezeichnet. Grundsätzlich sprechen die Meteorologen von hochsommerlichen Temperaturen bzw. einem Hochsommertag, wenn die Maximaltemperaturen 30 Grad und mehr betragen.
Phänologisch ist der Hochsommer definiert durch die Blüte der Sommerlinde und die Reife der Johannisbeeren. Zudem wird auch mit der Getreideernte begonnen. Gemäss dieser Definition beginnt der Hochsommer durchschnittlich Ende Juni und dauert bis Anfang August.
Spätsommer
Der Spätsommer schliesst sich an den Hochsommer an und beginnt somit je nach Definition schon Ende Juli oder auch erst in der letzten Augustdekade. Meteorologisch endet der Hochsommer mit Beginn des Herbstes am 1. September, gemäss Kalender dagegen erst am 21. September, die Zeit davor wird als Spätsommer bezeichnet.
Phänologisch ist dann Spätsommer, wenn frühe Apfelsorten (etwa der Klarapfel) reif zum Pflücken sind. Auch die Eberesche erreicht die Fruchtreife, Winterroggen und Winterweizen werden jetzt geerntet. Dieser Zeitraum erstreckt sich durchschnittlich von Anfang bis Ende August.
Altweibersommer
Nur am Rand etwas mit dem Sommer zu tun hat der Altweibersommer. Er ist vom Zeitpunkt her auch nicht genau definiert. Grundsätzlich handelt sich um eine Phase mit stabiler Witterung im Herbst, oft gegen Ende September und in der ersten Oktoberhälfte, die durch ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet gekennzeichnet ist. Das trockene Wetter erlaubt eine gute Fernsicht, intensiviert den Laubfall und die Laubverfärbung, allerdings kann auch schon Nebel zum Thema werden. Im Oktober spricht man statt von Altweibersommer auch oft von „goldenem Oktoberwetter“.
Martinisommer
Gar nichts mit dem eigentlichen Sommer zu tun hat der Martinisommer oder Martinssommer. Er bezeichnet eine typische Schönwetterperiode gegen Ende der ersten Novemberdekade mit stabilem Hochdruckwetter und vor allem in der Höhe viel Sonne sowie vergleichsweise hohen Temperaturen. Das Flachland liegt dagegen infolge der langen Nächte oft unter einer Nebeldecke.
Bilder gibt es hier.
Quelle: MeteoNews
Titelbild: Mike Workman – shutterstock.com