Sommercomeback - oder doch schon Herbst?

Der vergangene Samstag präsentierte sich noch als lupenreiner Sommertag, nächtliche Gewitter leiteten dann aber zum Sonntag hin eine Wetterumstellung ein. Wie geht es nun in Sachen Sommer weiter? Leider schaut es für die meteorologisch gesehen letzten Tage der Sommersaison 2021 nicht nach einem Comeback aus.

Beim Blick auf die Bodendruckkarte erkennt man heute ein mächtiges Hoch mit Zentrum bei den Britischen Inseln, es trägt den Namen Gaya. Die Schweiz liegt an seiner Südostflanke, es beginnt sich allmählich eine Bisenströmung aufzubauen. Über Bayern und Tschechien liegen allerdings noch die vor allem in grösserer Höhe ausgeprägten Überbleibsel von Tief Manfred, dem wir den Wetterwechsel eigentlich zu verdanken haben.

In der Zentral- und Ostschweiz erwartet uns am Montagnachmittag ein veränderlicher Mix aus Wolken und Sonne, wobei es im Flachland freundlicher ist als entlang der Alpen. Dort besteht auch ein etwas erhöhtes Risiko für den einen oder anderen lokalen Regenspritzer. In der Romandie dominiert nach einer schönen ersten Tageshälfte weiterhin die Sonne, hier macht sich auch schon die Bise bemerkbar. Auch im Tessin geht es mit viel Sonnenschein und blauem Himmel weiter, in den Tälern weht etwas Nordföhn. Mit 28 bis 29 Grad ist es im Vergleich zur Alpennordseite markant wärmer.

Morgen Dienstag ändert sich an der Grosswetterlage wenig; die Schweiz liegt am Südrand von Hoch Gaya in einer straffen Bisenströmung, Tief Manfred füllt sich weiter auf. Entlang der Voralpen und in vielen Alpentälern gibt es hochnebelartige Wolken, die Sonne zeigt sich nur zwischendurch. Im Mittelland und am Hochrhein ist es zwar ebenfalls nicht wolkenlos, die Sonne kann sich hier aber besser in Szene setzen. Auch in den Hochalpen ist es zunächst sonnig, später nimmt die Quellbewölkung zu und das Risiko für lokale Schauer steigt langsam etwas an – im Süden sind am Abend auch Gewitter möglich. Am Temperaturniveau ändert sich wenig, im Norden werden um oder knapp über 20 Grad erreicht. Allerdings bläst im Flachland eine zügige Bise mit Böen um die 50 km/h, mit ihr fühlt es sich im Vergleich zu heute doch etwas frischer an. Im Süden gehen die Temperaturen zwar leicht zurück, mit 25 bis 26 Grad bleibt es aber sommerlich warm.

Am Mittwoch dominiert im Nordwesten des Kontinents nach wie vor Hoch Gaya, an seinem Ostrand verlagert sich aber ein Tief über Skandinavien und die Ostsee langsam südwärts. Bei uns hinterlässt der Tag im Flachland und vielen Tälern einen eher herbstlichen Eindruck, hochnebelartige Wolken mit einer Obergrenze um die 1500 Meter machen sich breit. Vor allem am Vormittag tut sich die Sonne zunächst schwer, am Nachmittag wird es freundlicher. Auf den höheren Bergen ist es dagegen ganztags recht sonnig. Die Temperaturen bleiben wie sie sind, die Bise lässt aber deutlich nach. Im Süden gibt es einen Mix aus Wolken und Sonne, ein paar Schauer sind möglich.

In der zweiten Wochenhälfte verbleibt die Schweiz im Übergangsbereich zwischen dem Hoch im Nordwesten und einem Tief über Osteuropa. Letzteres tangiert vor allem die zentralen und östlichen Landesteile, die Romandie sowie die Alpensüdseite bleiben klar wetterbegünstigt.

Der Donnerstag beginnt im ganzen Land recht sonnig, tagsüber nimmt die Bewölkung von Deutschland her allmählich zu. Im Flachland bleibt es im Wesentlichen trocken, entlang der Alpen sind später am Nachmittag oder Abend ein paar Schauer möglich. Mit aufkommendem Westwind wird es eine Nuance wärmer. Im Süden ist es nach wie vor recht sonnig und mit bis zu 27 Grad auch sommerlich warm.

Am Freitag und Samstag geht es in der Zentral- und Ostschweiz wechselnd bewölkt weiter, die Sonne zeigt sich zwischendurch – im Flachland häufiger als entlang der Berge. Ab und zu kann auch mal ein wenig Regen mit dabei sein, die Mengen und Intensitäten sind aber gering. Die Temperaturen gehen wieder etwas zurück, im Osten werden aus heutiger Sicht keine 20 Grad mehr erreicht. Nach Westen zu ist es weiterhin freundlicher und etwas wärmer, den meisten Sonnenschein und sommerliche Temperaturen gibt es einmal mehr im Tessin.

Auch am Sonntag und zu Beginn der nächsten Woche geht es mit diesem Wechselspiel aus Wolken und Sonne weiter, auch bei den Temperaturen tut sich wohl nicht allzu viel. Am Mittwoch dem 1. September beginnt aus meteorologischer Sicht der Herbst. Da bis dahin die 25-Grad-Marke im Norden ausser Reichweite bleibt, sind in diesem sich zu Ende neigenden meteorologischen Sommer 2021 keine offiziellen Sommertage mehr zu erwarten.

Eine Karte findet sich hier.

 

Quelle: MeteoNews
Titelbild: Von PakistanZindabad

Für Appenzell-Ausserrhoden

Publireportagen

MEHR LESEN