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Wetterbilanz Dezember ’21: Zu mild, zu nass und im Mittelland zu bewölkt

Der vergangene Dezember fiel gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 vielerorts etwas zu mild aus, teilweise beträgt die Abweichung über 1 Grad. Lokal war es aber auch etwas zu kühl. Niederschlag fiel mit Ausnahme des Südens, wo es deutlich zu trocken war, vielerorts etwas mehr als im Durchschnitt.

Dazu schien die Sonne im Mittelland etwas weniger häufig als normal, im Süden dagegen überdurchschnittlich oft.

Das Wetter im Dezember

Wie MeteoNews mitteilt, war der vergangene Dezember an den meisten Orten verglichen mit der Norm von 1981 bis 2010 etwas zu mild, mit Ausnahme des Südens zu nass und vor allem im Mittelland zu bewölkt. Nachfolgend sollten die einzelnen Parameter kurz beschrieben werden.

Temperaturen: Mit Ausnahmen etwas überdurchschnittlich

Die Temperaturen lagen im vergangenen Dezember mit Ausnahmen etwas über der Norm. Bei den betrachteten Stationen weisen dabei Aarau, Basel-Binningen, der Säntis und Zürich-Flughafen positive Abweichungen von über 1 Grad auf. Leicht unterdurchschnittlich waren die Temperaturen dagegen in Samedan. Sitten weist sogar eine negative Abweichung von 1,5 Grad auf. Diese entstand dabei durch teilweise sehr tiefe Minima von insgesamt fünfzehnmal unter -5 Grad und viermal unter -10 Grad. Im Flachland gab es recht viele Frosttage (Tage mit Minima unter 0 Grad), nämlich deren 10 bis knapp 20, daneben auch den einen oder anderen Eistag (Maxima unter 0 Grad, siehe nachfolgende Karte).



Kurz vor Weihnachten wurde es im Flachland milder, über Weihnachten herrschte dann typisches Weihnachtstauwetter. Gegen Ende des Monats wurde es sogar sehr mild mit an den letzten beiden Tagen Maxima im Flachland verbreitet im zweistelligen Bereich und einer Nullgradgrenze vor allem an Silvester deutlich über 3000 Metern.

Niederschlag: Im Norden vielerorts zu nass, im Süden deutlich zu trocken
Im Norden gab es recht verbreitet einen Niederschlagsüberschuss, wobei dieser bei den betrachteten Stationen in St. Gallen mit 77% mehr Niederschlag als normal am grössten ist. Unterdurchschnittlich war der Niederschlag im Norden lediglich in Chur. Im Engadin und vor allem im Süden war es dagegen zu trocken, in Lugano fiel lediglich rund ein Viertel des normalen Dezemberniederschlags. Die Niederschlagssummenkarte zeigt denn auch für den Süden die tiefsten Werte, während das Maximum der Niederschläge in den Voralpen, im Unterwallis und im Jura verzeichnet werden konnte (siehe nachfolgende Karte).



Niederschlag fiel vor allem in der ersten Dekade und gegen Ende des Monats. Auf der Alpennordseite schneite es dabei in den ersten 10 Tagen mehrmals bis in tiefe Lagen. Vor allem am 10. Dezember gab es recht verbreitet auch im Flachland eine Schneedecke. Am 28. und am 29. Dezember brachten dann mehrere Störungen im Norden teilweise grössere Niederschlagssummen und eine grosse Lawinengefahr. Die Schneefallgrenze stieg dabei über 2000 Meter, teilweise sogar über 2500 Meter (siehe auch unter http://met.to/mhs).

Sonnenscheindauer: Im Mittelland teilweise deutlich unterdurchschnittlich

Die Sonne schien bei den betrachteten Stationen mit Ausnahme von Lugano, wo es einen klaren Überschuss gab, etwa normal häufig oder im Mittelland deutlich weniger häufig als normal. Am grössten ist die negative Abweichung dabei in Genf, wo mehr als 30% Sonnenstunden fehlen. Verantwortlich für die im Mittelland teilweise deutlich unterdurchschnittlichen Werte war dabei der Nebel oder Hochnebel, der bei Hochdruckwetter die zweite Dezemberdekade dominierte. Die untenstehende Karte mit der Summe der Sonnenstunden im Dezember zeigt denn auch ein klares Minimum im Mittelland und Maximum im Süden sowie in den Alpen und auf den Jurahöhen.



Zum Schluss noch eine Übersicht über die Temperaturen, die Niederschlagsmenge und die Sonnenscheindauer im vergangenen Dezember verglichen mit dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010.

 

Quelle: MeteoNews
Artikelbild: Symbolbild © Vatson – shutterstock.com

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