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Kanton Neuenburg: Vorsicht – Anstieg der Fälle von Betrug mit dem „falschen Neffen“

In den letzten Tagen wurde eine Zunahme von Betrügereien mit dem sogenannten „falschen Neffen“ festgestellt.

Alle Opfer sind ältere Menschen, die auf der Strasse von Unbekannten angesprochen werden. Im Kanton wurden drei erfolgreiche Fälle und hohe finanzielle Schäden gemeldet. Die Neuenburger Polizei mahnt zur Vorsicht.

Seit Freitag, dem 18. November 2022, wurden der Neuenburger Polizei drei Betrugsfälle des Typs „falscher Neffe“ mit einer unterschiedlichen Vorgehensweise gemeldet. Die finanziellen Schäden reichen von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Franken. Angesichts dieser Situation möchte die Neuenburger Polizei die Bevölkerung sensibilisieren und zur Vorsicht mahnen, wenn Unbekannte, die sich als Verwandte ausgeben, um dringende Kredite in beträchtlicher Höhe bitten.

Die drei Opfer dieser Masche in den letzten Tagen waren ältere Menschen, die auf der Strasse von Unbekannten angesprochen wurden, die behaupteten, der Sohn eines engen Freundes zu sein, der leider verstorben ist. Meist wird im Laufe des Gesprächs ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Die Opfer wurden gebeten, unter anderem einen Kranz zu bezahlen, und wurden um ihr Geld betrogen. In einigen Fällen verfolgen die Betrüger ihr Opfer sogar bis zum nächsten Bankautomaten, damit dieser ihnen das geforderte Geld geben kann.

Dieses Phänomen ist der Polizei gut bekannt, auch wenn der Modus Operandi der Täter variieren kann. Meistens wird diese Art von Betrug nämlich per Telefon durchgeführt. Die Neuenburger Polizei ermutigt die Bevölkerung, in ihrem Umfeld darüber zu sprechen und Vorsicht walten zu lassen. Sie empfiehlt, die folgenden Ratschläge zu befolgen:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Umfeld und älteren Menschen über den Betrug ;
  • Seien Sie misstrauisch gegenüber jeder Person, die Sie auf der Straße anspricht und die Sie nicht sofort erkennen. Wenn Sie Zweifel an der Identität der Person haben, entfernen Sie sich sofort ;
  • Zahlen Sie niemals Geld im Anschluss an einen solchen Austausch, sei es telefonisch oder physisch ;
  • Geben Sie nie private Details, Bank- oder Postverbindungen bekannt;
  • Lassen Sie sich nicht von Emotionen oder dem vom Täter vorgeschobenen Begriff der Dringlichkeit leiten;
  • Überprüfen Sie die angegebenen Informationen, indem Sie sich an eine Vertrauensperson wenden;
  • Informieren Sie bei einem Betrugsverdacht sofort die Neuenburger Polizei über die Notrufnummer 117.

Alle Informationen zur Prävention finden Sie auf der Website der Schweizerischen Kriminalprävention: www.skppsc.ch/de/

 

Quelle: Kapo Neuenburg
Titelbild: Symbolbild (© Kapo Neuenburg)

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