Seit Mitte Januar 2026 wird der Leissigentunnel für die Erneuerung der elektronischen Betriebs- und Sicherheitsausrüstung für jeweils vier Nächte pro Woche gesperrt. Anfang März starten nun auch bauliche Arbeiten bei den Tunnelportalen sowie der Ausfahrt Leissigen-West.
Am Freitagnachmittag, 13. Februar 2026, wurde in Gelterkinden BL in ein Einfamilienhaus am Huebacherweg eingebrochen. Am Samstag folgten ein Einbruchversuch sowie ein Einschleichdiebstahl.
Ein Automobilist kam aufgrund eines Sekundenschlafs auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem anderen Auto. Dabei wurden beide Beteiligten verletzt.
Mit einer frei erfundenen Geschichte und vorgetäuschten Geldüberweisungen hat die Täterschaft vorwiegend junge Personen dazu bewogen, an einen Bankomaten Bargeld abzuheben und ihnen zu übergeben. Dank intensiven Ermittlungen konnten vor wenigen Tagen zwei Tatverdächtige festgenommen werden.
Am Donnerstagmorgen ist auf der Südspur der Autobahn A13 bei Domat/Ems ein Personenwagen vollständig ausgebrannt. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen.
Bei einem Überholmanöver verursachte ein Neulenker eine wuchtige Frontalkollision mit einem anderen Auto. Während an beiden Autos Totalschaden entstand, wurde immerhin niemand verletzt.
Ein neues Smartphone für wenige Franken oder ein Haushaltsgerät fast geschenkt – tausende Menschen in der Schweiz werden jedes Jahr Opfer von Betrug bei vermeintlichen Schnäppchen im Internet. Die Zentralschweizer Polizeikorps lancieren deshalb erneut die Kampagne „Hit oder Sh!t? – STOPP Bestellbetrug“.
Im Rahmen der Missbrauchsvorwürfe betreffend die Christliche Schule Linth sowie die Evangelische Gemeinde Hof Oberkirch in Kaltbrunn hat die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen ein sistiertes Verfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und sexuelle Handlungen mit Kindern wieder aufgenommen. Die Untersuchungen gegen zwei ehemalige Lehrpersonen wurden eingestellt beziehungsweise nicht anhand genommen.
Anfang Oktober führte die Kantonspolizei Thurgau die 6. Polizeiunihockey-Schweizermeisterschaften durch. Nebst dem erfolgreichen Turnierverlauf konnte auch ein finanzieller Gewinn verbucht und gespendet werden.
Bezüglich des versuchten Raubes, der sich gestern kurz vor 17:00 Uhr auf dem Corso Pestalozzi in Lugano ereignete, geben die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei bekannt, dass nach Abschluss der Vernehmungen die Untersuchungshaft der beiden nach dem Vorfall festgenommenen Männer angeordnet wurde. Es handelt sich um zwei estnische Staatsbürger.
Seit Montag, 16. Februar 2026, wird der 80-jährige Peter Gehri aus Bellach vermisst. Die Kantonspolizei Solothurn bittet die Bevölkerung bei der Suche nach dem Vermissten um Mithilfe.
In der Donnerstagnacht (19.02.2026) ist ein 25-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Flawilerstrasse verunfallt und gegen einen Baum geprallt. Der Autofahrer wurde dabei schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Die Kantonspolizei und die Polizei der Stadt Lugano geben bekannt, dass heute kurz vor 17:00 Uhr ein versuchter Raubüberfall in einem Juweliergeschäft am Corso Pestalozzi in Lugano stattfand. Zwei Männer wurden kurze Zeit später festgenommen.
Nach einer kurzen Föhnphase in der Nacht auf heute liegt die Schweiz tagsüber zwischen einem sich abschwächenden Tief über Frankreich und einem weiteren Tief über Norditalien. Mit variablen Höhenwinden wird sowohl aus Westen als auch aus Süden feuchte Luft zur Schweiz geführt. Am Freitag staut sich mit einer auf Nordwest drehenden Strömung feuchte Luft am Alpennordhang. Auf der Alpensüdseite wird die Luftmasse mit Nordwind abgetrocknet. Am Samstag gelangt mit kräftigen nordwestlichen Höhenwinden mässig feuchte und mildere Luft zur Schweiz.
Eine Autofahrerin fuhr auf der Hauptstrasse durch die Court-Schlucht in Richtung Moutier. In einer Rechtskurve verlor sie vermutlich aufgrund der Wetterbedingungen die Kontrolle über ihr Fahrzeug.
Zögere nicht und informiere dich jetzt über deine Zukunft bei der Polizei Basel-Landschaft. Die Polizei Basel-Landschaft wirbt um motivierte Bewerberinnen und Bewerber.
Die Gemeinde informiert die Bevölkerung der Gemeinde Stettfurt über den aktuellen Stand der Wasserversorgung sowie neue Anordnungen. Für Teile des Gemeindegebiets gelten weiterhin Einschränkungen beim Trinkwasser.
Wir werden häufig gefragt, wie man sich optimal auf den Sportteil des polizeilichen Eignungstests vorbereitet. Eine ideale Vorbereitung bieten Vitaparcours: Sie vereinen Koordination, Kraft und Ausdauer in einem abwechslungsreichen Training.
Nach einem Verkehrsunfall am Mittwoch, 18. Februar 2026, um 16.50 Uhr ist die Belchenstrasse zwischen Siglistorf und Fisibach bis auf weiteres in beide Richtungen gesperrt. Eine lokale Umleitung wird eingerichtet.
Erfahre mehr über den Polizeiberuf, erhalte Einblicke in den abwechslungsreichen Alltag der Polizei und stell deine Fragen zur Ausbildung bei der Stadtpolizei Winterthur. Die Stadtpolizei lädt Interessierte zu einem Informationsabend ein.
Ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) der Feuerwehr Unterägeri ist kürzlich umfassend neu beschriftet und dem aktuellen Fahrzeugdesign der Feuerwehr angepasst worden. Damit entspricht das Fahrzeug nun dem einheitlichen Erscheinungsbild der Feuerwehr.
Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen wird bei uns grossgeschrieben. Deshalb trainieren wir regelmässig unterschiedliche Szenarien gemeinsam.
Die Fasnachtsanlässe im Kanton Nidwalden begannen am Freitag, 7. Februar 2026, mit dem „Guggenüberfall“ in Stans und endeten am Dienstag, 17. Februar 2026, mit der „Uislumpätä“ in Buochs und Dallenwil. Die Kantonspolizei Nidwalden begleitete die gesamte Fasnachtszeit mit zusätzlichen Polizeikräften und zieht eine positive Bilanz.
Während eines morgendlichen Briefings entdeckten Mitarbeitende vom Zoll Basel Nord eine Fledermaus, die in den Räumlichkeiten herumflog. Ein Mitarbeiter kontaktierte daraufhin die Wildtierrettung in der Region Basel.
Aktuell stellen wir im Kantonsgebiet eine Zunahme von Diebstählen aus Fahrzeugen fest. Die Kantonspolizei Obwalden ruft die Bevölkerung zu erhöhter Aufmerksamkeit und konsequenten Schutzmassnahmen auf.
Die Luzerner Fasnacht 2026 ist aus unserer Sicht insgesamt friedlich verlaufen. Aufgrund des unbeständigen Wetters waren etwas weniger Fasnächtlerinnen und Fasnächtler unterwegs als in den vergangenen Jahren.
Rund 50 Hunde werden jedes Jahr zu Spezialisten für Schutz, Rettung und Spürarbeit ausgebildet – mit sorgfältiger Zucht, gezieltem Training und viel Herzblut. Begleite uns hinter die Kulissen der Hundebeschaffung im Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere (Komp Zen Vet D u A Tiere).
Die SBB begrüssen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das die Beschwerden gegen die Plangenehmigungsverfügung vom Januar 2024 des Bundesamts für Verkehr abgewiesen hat. Der Baubeginn für das dritte Gleis und die Haltestelle Indipendenza ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Betrüger geben sich telefonisch als Mitarbeitende des TWINT-Supports aus und behaupten, verdächtige Transaktionen festgestellt zu haben. Ziel ist es, Betroffene dazu zu bringen, Zahlungsanforderungen in der TWINT-App zu bestätigen.
Am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, gegen 10:00 Uhr, fuhr ein Pkw, gesteuert von einer 30-jährigen Französin, auf der Autobahn N20 in Richtung La Chaux-de-Fonds. Kurz nach Verlassen der Unterführung Boudevilliers prallte das Fahrzeug aus noch ungeklärten Gründen gegen die Mittelleitplanke.
Gestern Abend ist in Wolhusen ein Auto von der Strasse abgekommen und überschlug sich mehrfach. Der Lenker erlitt dabei erhebliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen.
Am Mittwoch, 18. Februar 2026, ist es in Heiden zu einem Unfall zwischen zwei Autos gekommen. Die Fahrzeuginsassen blieben unverletzt. Bei dem Unfall entstand Sachschaden.
Am Mittwoch, 18. Februar 2026, ist es in Hundwil zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Radbagger gekommen. Die Fahrzeuginsassen blieben unverletzt. Bei dem Unfall entstand Sachschaden.
Die Nationalstrasse zwischen Goppenstein und Gampel wurde aufgrund der hohen Lawinengefahr am Montagabend für den Verkehr gesperrt. Mittlerweile hat sich die Situation etwas entspannt.
Ein 23-jähriger Schweizer wurde am Güdismontag (16. Februar 2026, ca. 22:10 Uhr) festgenommen, weil er auf dem Mühleplatz zwei Böller in die Menschenmenge geworfen hatte. Er wurde durch anwesende Personen bis zum Eintreffen der Polizei zurückgehalten.
Unzählige Fasnachtsumzüge und -events zogen in den Gemeinden ausserhalb der Stadt Luzern mehrere hunderttausend Fasnächtlerinnen und Fasnächtler an. Alle Veranstaltungen verliefen sehr friedlich.
Die Luzerner Fasnacht 2026 ist aus Sicht der Luzerner Polizei insgesamt friedlich verlaufen. Wohl nicht zuletzt aufgrund des unbeständigen Wetters waren etwas weniger Fasnächtlerinnen und Fasnächtler unterwegs als in vergangenen Jahren.
Die Schaffhauser Polizei hat am Dienstagmittag (17.02.2026) einen Mann in der Stadt Schaffhausen festgenommen. Dieser steht unter dringendem Tatverdacht – zusammen mit einer Komplizin – in einem Detailhandelsgeschäft in der Stadt Schaffhausen Parfüms und Rasierklingen gestohlen zu haben.
Mit dem traditionellen "Üstrummet" am Güdeldienstag, 17. Februar 2026, ist die Urner Fasnacht zu Ende gegangen. Aus Sicht der Kantonspolizei Uri fällt die Bilanz, wie die Jahre zuvor, erfreulich aus.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.