Schweiz

Schweiz: Gefälschte Microsoft-365-Mails im Umlauf – Cyberkriminelle greifen Konten an

Cyberkriminelle versenden betrügerische E-Mails, die angeblich von Microsoft beziehungsweise Microsoft 365 stammen. Ziel dieser Nachrichten ist es, vertrauliche persönliche Angaben sowie Zahlungsinformationen über eine gefälschte Website zu erlangen.

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Luzern LU: Fussgänger bei Kollision mit Auto in Littau erheblich verletzt

Am Mittwoch (28. Januar 2026, ca. 06:15 Uhr) kam es im Ortsteil Littau der Stadt Luzern zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Fussgänger. Der Mann erlitt dabei erhebliche Verletzungen.

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Stein am Rhein SH: Unbekannte schlagen Autoscheiben ein – Polizei bittet um Hinweise

Eine unbekannte Täterschaft hat in Stein am Rhein in der Zeitspanne zwischen Mittwochmorgen (14.01.2026) und Freitagvormittag (23.01.2026) ein parkiertes Auto beschädigt. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu dieser Sachbeschädigung.

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Kanton Basel-Landschaft BL: Cyberdelikte ab Februar rund um die Uhr online anzeigen

Die Anzahl der Strafanzeigen wegen Cyberdelikten hat in den letzten Jahren im Kanton Basel-Landschaft stetig zugenommen. Ab Montag, 2. Februar 2026, können betroffene Personen auf der Onlineplattform Suisse ePolice bestimmte Cyberdelikte rund um die Uhr online zur Anzeige bringen.

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Schweizer Armee: Bis zu 5000 Soldaten für Sicherheit am G7-Gipfel in Frankreich

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 28. Januar 2026 einen Assistenzdiensteinsatz der Armee zur Unterstützung der zivilen Behörden bei der Gewährleistung der Sicherheit während des G7-Gipfels in Évian-les-Bains (Frankreich) vom 15. bis zum 17. Juni 2026 gutgeheissen. Dieser subsidiäre Einsatz ergänzt die von den zivilen Behörden vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen.

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Kanton Zürich: Ermittlungen erfolgreich – zwei mutmassliche "Falsche Polizisten" gefasst

Die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft II haben zwei mutmassliche «Falsche Polizisten» identifiziert und zusammen mit der Kantonspolizei Freiburg verhaftet. Die beiden Männer stehen im Verdacht, an Überfällen auf Autohändler auf Zürcher Raststätten beteiligt gewesen zu sein.

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Gossau SG: Fahrunfähiger Autofahrer prallt in Strassenlaterne – grosser Sachschaden

Am Dienstagnachmittag (27.01.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung von einer angefahrenen Strassenlaterne an der Flawilerstrasse erhalten. Ermittlungen führten zu einem 65-jährigen Mann, der im Verdacht steht, den Unfall fahrunfähig verursacht zu haben.

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Rapperswil-Jona SG: Auto kracht bei Wendemanöver in Tore – Lenker fahrunfähig

In der Dienstagnacht (27.01.2026) ist ein 43-jähriger Mann mit seinem Auto gegen Tore eines Gebäudes an der Schönbodenstrasse geprallt. Er wurde als fahrunfähig eingestuft. Verletzt wurde niemand.

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Kanton St.Gallen SG: Serie von Einbrüchen in Wohnungen, Häuser und Geschäfte

Am Dienstag (27.01.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen mehrere Meldungen von Einbrüchen erhalten. Unbekannte Täterschaften waren in Wohnungen, ein Einfamilienhaus und Geschäfte eingebrochen und hatten vorwiegend Bargeld und Schmuck gestohlen.

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Flawil SG: Unbekannte zünden Flüssigkeit in Schulhaus an – Ermittlungen laufen

Am Montagmorgen (26.01.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung von einer über das Wochenende begangenen Brandstiftung im Oberstufenschulhaus an der Landbergstrasse erhalten. Eine unbekannte Täterschaft hatte in einem Gang eine bislang unbekannte Flüssigkeit angezündet.

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Mattstetten BE: Selbstunfall nach Bahnunterführung – E-Bike-Fahrer im Spital

Am Dienstag, 27. Januar 2026, kurz vor 17.35 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Bern die Meldung, wonach es auf der Bäriswilstrasse in Mattstetten zu einem Selbstunfall gekommen sei. Ein E-Bike-Fahrer verletzte sich dabei und wurde mit einer Ambulanz ins Spital gebracht.

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Thun BE: Neuer Fussgängerstreifen mit Schutzinsel an stark befahrener Strasse

In der Mittleren Strasse entsteht zwischen der Liegenschaft an der Gewerbestrasse 15 und dem Aarezentrum ein Fussgängerstreifen mit Schutzinsel. Neue Trottoir-Überfahrten bei der Einmündung der Gewerbestrasse und der Zufahrt zum Parkhaus City West Aarestrasse vervollständigen die Fussgängerführungen.

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Kanton Luzern: Landesweiter Sirenentest am 4. Februar – Alarm ertönt am Nachmittag

In der Schweiz findet jeweils am ersten Mittwoch im Februar der jährliche Sirenentest statt. Dabei werden sowohl die Sirenen für den allgemeinen Alarm als auch die Sirenen für den Wasseralarm getestet, die in der Nahzone unterhalb von Stauanlagen installiert sind.

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Zeihen AG: Beim Einbruch in Garage gestört – Polizei nimmt 18-jährigen Franzosen fest

Ein Garagenbesitzer meldete sich am 27. Januar 2026, gegen Mitternacht, dass in seiner Garage ein Einbruch in Gang sei. Die Täterschaft wurde durch Drittpersonen beim Einbruch gestört, so dass diese das Objekt umgehend verliessen und flüchteten.

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Schweiz: Vignette 2026 ab Februar Pflicht – wer sie nicht löst, riskiert eine Busse

Der TCS weist darauf hin, dass für alle, die in der Schweiz auf Autobahnen unterwegs sind, per 1. Februar die Vignette 2026 gelöst sein muss. Ansonsten droht eine Busse. Die elektronische Vignette wird nicht automatisch erneuert. Gemäss Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit haben sich im vergangenen Jahr 45 Prozent für die digitale Variante entschieden.

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Bellinzona TI: Blutbad in Wohnung – 46-jährige Schweizerin stirbt trotz Reanimation

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass es heute Morgen kurz vor 3:30 Uhr in einer Wohnung in der Via Mirasole in Bellinzona zu einem Blutbad kam. Neben Beamten der Kantonspolizei und der Stadtpolizei Bellinzona waren auch Rettungskräfte des Grünen Kreuzes Bellinzona vor Ort und leisteten Erste Hilfe für zwei Personen, eine Frau und einen Mann.

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Kapo Genf: Junghündin Freya verstärkt die Nasenarbeit der Kantonspolizei

Die Kantonspolizei Genf stellt ihre neue vierbeinige Nachwuchskraft vor: Freya ist eine junge Hannoveraner Schweisshündin mit ausgeprägtem Spürsinn. Trotz ihres noch jungen Alters verfügt Freya bereits über eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Geruchsdifferenzierung.

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Wetter am Mittwoch, 28.01.2026: Schnee, Regen und nachlassender Föhn

Eine umfangreiche Tiefdruckzone erstreckt sich von Nordwesteuropa bis in den westlichen Mittelmeerraum. Darin eingelagert zieht heute ein flaches Tief vom Golf von Genua über die Alpen hinweg nordostwärts. Damit lässt die Föhnströmung über den Alpen weiter nach und im Tagesverlauf erfolgt auch in den zentralen und östlichen Regionen eine Anfeuchtung. Im Laufe des Donnerstags gelangt aus Westen vorübergehend etwas trockenere Luft in die Schweiz, im Osten erfolgt die Abtrocknung jedoch nur zögerlich.

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Kanton Zürich: Polizei warnt vor Diebstahl aus Skiträgern und Dachboxen

Die Kantonspolizei Zürich macht im Rahmen eines aktuellen Videos auf die Diebstahlsgefahr von Skiausrüstungen aufmerksam. Insbesondere Skiträger und Dachboxen sind ein beliebtes Ziel für Diebe.

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Schweiz: Air-Glaciers fliegt Seite an Seite mit der Patrouille Suisse

Wunderschöner Flug an der Seite der Patrouille Suisse. Air-Glaciers teilt einen besonderen Moment in der Luft.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.