„Mausarm“: Tipps gegen eine Volkskrankheit

13.09.2011 |  Von  |  Allgemein

Tausendmal mit der Computermaus geklickt, und tausendmal ist nichts passiert? Dann haben Sie Glück gehabt. An Millionen Menschen, die am Computer arbeiten, geht die monotone Belastung von Hand und Arm jedenfalls nicht spurlos vorüber.

Durch die wiederholten kleinen Bewegungen kommt es zur Überbelastung von Muskeln, Sehnen, Nerven oder Gelenken. Die chronische Gewebereizung äussert sich in typischen Symptomen wie Kraftverlust, Taubheitsgefühl, Kribbeln, Schwellungen oder stechenden Schmerzen in Fingern, Hand, Arm und Schulter: „Mausarm“, lautet die Diagnose – auch „Sekretärinnenkrankheit“ oder medizinisch „RSI-Syndrom“ (Repetitive Strain Injury Syndrom) genannt.

Das RSI-Syndrom ist so verbreitet, dass es in den USA, Grossbritannien und Australien bereits als Berufskrankheit anerkannt ist. Treten die Beschwerden in der chronischen Form auf, wird die Arbeit am PC zur Qual, selbst leichte Gegenstände können nicht mehr ohne Schmerzen hochgehoben werden. Ein Gang zum Arzt ist dann unvermeidlich, die Therapie ist aufwändig. Sie erfolgt mit Wärme- und Kältebehandlung, Bestrahlung oder Massagen sowie medikamentös. Doch so weit darf es erst gar nicht kommen. Daher im Folgenden eine Reihe von Tipps, wie sich der „Mausarm“ vermeiden lässt.

– Maus locker in der Hand halten

– bequeme Körperhaltung einnehmen, entspannt und aufrecht sitzen

– regelmässige Dehnübungen der belasteten Gelenke machen (zum Beispiel den Arm ausstrecken, Hand dabei locker lassen und mit der anderen Hand zum Körper heranziehen, bis ein Ziehen kurz vor dem Ellbogen zu spüren ist)

– regelmässige Pausen während der Arbeit am PC einlegen

– die Hand nicht ständig auf der Maus lassen, sondern bei jeder Gelegenheit entlasten, Hände und Arme hin und wieder ausschütteln

– Bildschirmarbeitsplatz so ergonomisch wie möglich einrichten – dazu einen rückengerechten Bürostuhl und einen Schreibtisch in optimaler Grösse und Höhe verwenden; der komplette Unterarm sollte auf dem Tisch liegen können statt nur das Handgelenk

– die Geschwindigkeit der Doppelklicks reduzieren oder den Doppelklick auf Einfachklick umstellen (bei Windows: Arbeitsplatz > Extras > Ordneroptionen > „einfacher Mausklick“)

– zwischen Maus und Tastatur häufig wechseln, dazu Tastenkürzel (Short-Cuts) verwenden

– Computerspiele in der Freizeit meiden, wenn man schon den ganzen Tag am PC gesessen hat

– ergonomisch geformte Maus und Tastatur benutzen sowie Handauflagen/Mousepads – siehe dazu das folgende Video:

(Quelle: Youtube)

Viele weitere ausführliche Informationen zum Thema gibt es auf der Seite www.repetitive-strain-injury.de.

 

Titelbild: vetkit – shutterstock.com


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