Inkassofirmen betreiben dreiste Abzockerei

27.09.2011 |  Von  |  Gesellschaft
Inkassofirmen betreiben dreiste Abzockerei

Immer mehr Unternehmen treiben ihr Geld bei ihren säumigen Kunden nicht selbst ein, sondern beauftragen dafür spezielle Inkassobüros. In der boomenden Branche tummeln sich schwarze Schafe, die mit fiesen Abzockertricks arbeiten.

Da werden Schuldner mit aggressiven Methoden bedroht und psychisch fertig gemacht oder auch ganz Unbeteiligte mit frei erfundenen Forderungen belästigt. Gerne massen sich solche unseriösen Geldeintreiber behördliche Befugnisse oder Sonderrechte an – dabei sind Inkassobüros nichts anderes als Schreibdienstleister, die im Auftrag Rechnungen und Mahnbriefe versenden dürfen.

Führend auf dem Schweizer Markt ist das Inkassobüro Intrum Justitia, das nach eigenen Angaben eine Million Fälle im Jahr bearbeitet. Negative Berichte über die Methoden dieser Firma häufen sich – so weiss etwa die Konsumenten- & Beratungszeitschrift „Beobachter“ haarsträubende Fälle zu schildern. Genannt sei zum Beispiel der Fall des Managers Alfred Doppler: Im Auftrag des Kabelnetzbetreibers Cablecom sollte er eine ungerechtfertigte Rechnung in Höhe von 3000 Franken bezahlen. Erst nach Einschalten eines Anwalts liess die Inkassofirma von der Forderung ab – angeblich habe es sich um eine „Verwechslung“ gehandelt.

Oder der Fall der Brigitte Wildi: Im Zuge eines Papierkriegs mit Intrum Justitia wurde ihr auch nach Begleichen ihrer Schuld zu Unrecht ein „Verzugsschaden“ in Rechnung gestellt (siehe dazu die nachfolgenden Tipps). Eine Fülle von Berichten, in denen Betroffene über das besagte Inkassounternehmen klagen, lässt sich auch in Internetforen nachlesen (zum Beispiel hier). Dass Google für die Stichworte „Intrum Betrug“ beachtliche 8.720 Ergebnisse liefert, zeigt die Dimension des Problems.

Zur Strategie der unseriösen Inkassofirmen gehört es, Kommunikation gezielt zu verweigern. So verschanzen sich die Geldeintreiber gerne hinter automatisierten Anruferstimmen, die einem ins Gewissen reden – bei Rückruf sind sie dann nicht zu erreichen. Ist die Bedrohungsmaschinerie einmal angelaufen, gibt es so schnell kein Entkommen. Auf diese Weise soll bei den Betroffenen ein Gefühl der Ohnmacht erzeugt werden. Einen kühlen Kopf sollte sich jeder in einer solchen Situation auf alle Fälle bewahren.

Was tun, wenn man an eine Inkassofirma geraten ist?

– Wichtigster Rat: Zahlen Sie nur, was Sie wirklich schulden!

– Lassen Sie sich von unberechtigten Forderungen nicht einschüchtern!

– Verlangen Sie vom Inkassobüro einen schriftlichen Beweis der Forderung (z. B. Rechnungskopie)!

– Zahlen Sie nicht den „Verzugsschaden“, den Inkassobüros auf die Rechnung aufgeschlagen, sondern nur die Verzugszinsen! Dies raten jedenfalls Experten wie der Jurist Michael Krampf.

– Vorsicht bei der Vereinbarung von Ratenzahlungen! Mit Ihrer Unterschrift erklären Sie sich auch mit überhöhten Zuschlägen oder weiteren Gebühren einverstanden.

– Unterschreiben Sie keine Schuldanerkennung, da Sie so ggf. unzulässige Posten akzeptieren!

– Bezahlen Sie Mahnspesen nur dann, wenn sie vorher vertraglich vereinbart wurden!

Weiterführender Bericht: Die furchterregenden Methoden der Geldeintreiber

Anlaufstellen für Schuldenberatung:

Zürcher Fachstelle für Schuldenfragen

Fachstelle Schuldensanierung Berner Oberland

www.schulden.ch

Info-Webseite zu Abzockerei:

Stiftung für Konsumentenschutz

Titelbild: Thorben Wengert / pixelio.de

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33 Kommentare


  1. Intrum Justitia hatte ich auch wie eine Klette am Hals. Vor einiger Zeit kam wieder ein solches Schreiben mit den bekannten Kinderschreck-Formulierungen. Für etwas, was ich nie bestellte. So ein windiger Telefonverkäufer rief (muss jetzt Jahre her sein) an und behauptete dann dreist, ich hätte bei ihm Online Werbung bestellt (ich bezog diese Leistung auch nie). Intrum schickte ebenfalls Betreibungsandrohungen. Betrieb aber nie . Wussten schon warum. Bei mir wanderte alles in der Rundablage. Man darf sich auch nicht einschüchtern lassen, wegen der Androhung allfälliger schlechten Wirtschaftsauskünften, auch wenn das genau der Hebel ist wo natürlich gerne angesetzt wird.
    Kauft man etwas, muss man bezahlen, das versteht sich von selbst. Für den ehrliche Verkäufer ist es gut, dass es Intrum Justitia etc. gibt. Nur, empfehle ich, zu prüfen, was für Mandate angenommen werden. Nicht immer ist der „Kunde“ der Gauner.

    • Grüezi Ruedi Müller,

      „Man darf sich auch nicht einschüchtern lassen,“

      Ich denke, das ist ganz wichtig: Bei unberechtigten Forderungen Ruhe bewahren. Man selbst weiss schliesslich am besten, ob man noch Rechnungen offen hat oder nicht. Dass in diesem Zusammenhang vor allem ein ganz bestimmtes Inkassounternehmen immer wieder auftaucht, ist allerdings schon erschreckend. Doch Berichte von anderen Betroffenen, die sich nicht haben einschüchtern lassen, machen Opfern dieser Machenschaften Mut. Deshalb vielen Dank für den Erfahrungsbericht.

  2. Wir haben mit Intrum Justitia keine gute Erfahrung gemacht: vor ca. einem Jahr hat mein Mann eine Postumleitung von seiner alten Wohnung gemacht zu seiner neuen Wohnung. Seit dem ist all seine Post immer zu seiner neuen Wohnung gesendet worden. Vor ca. drei Monaten bekamen wir einen Brief von Intrum Justitia, dass wir eine Cablecom Rechnung in Höhe von CHF 195,- nicht gezahlt haben und wir aufgefordert werden, einen Betrag in Höhe von CHF 325,- zu zahlen. Wir haben uns mit der Cablecom in Verbindung gesetzt, dass wir diese Telefonrechnung nie erhalten haben und wir auch eine Postumleitung zu unseren neuen Wohung vorgenommen haben. Die Dame von der Cablecom konnte uns nicht weiterhelfen bzw. wir müssten uns mit Intrum Justitia in Verbindung setzen. Intrum Justitia hat uns erneut angeschrieben und uns bei nicht Zahlung der CHF 325,- gedroht, uns zu betreiben. Wir haben die CHF 195,- Telefonrechnung der Intrum Justitia überwiesen + einen eingeschriebenen Brief an sie gesendet, dass die Sache für uns damit erledigt ist! Bei uns wandern ab sofort die nächsten Briefe der Intrum Justitia ganz bestimmt im Mülleimer!!!

  3. @ Chris:
    genau so ist es: Ruhe bewahren. Man sollte sich auch nicht als Opfer fühlen, das gibt schon Stress. „Dumm gelaufen“ sagte ich mir, „Aber nicht für mich, sondern für den Verkäufer.“ Denn der muss, wenn ich richtig liege, das Inkassabüro auch bezahlen.

    @ Magdalena:
    Dein Fall zeigt, dass jeder Fall anders liegt. Bei Dir ist ja effektiv etwas schief gelaufen. Bei Cablecom (keine Rechung geschickt), der Post (nicht umgeleitet) oder bei Dir (verlegt) ist ein Fehler passiert. Ob die Geschichte nun für Dich erledigt ist, weiss ich nicht. „Dumm gelaufen,“ würde ich mir in so einem Fall auch sagen: „Aber dieses Mal für mich. Da hat jemand Mist gebaut. Aber zu beweisen, wo der Fehler lag, ist wahrscheinlich nicht möglich oder viel zu kompliziert. Der Aufwand auf jeden Fall grössser, als der zusätzlich geforderte Betrag.“

    Mein passives Verhalten (nichts unternehmen) bezieht sich ausschliesslich auf Fälle, wie den von mir geschilderten: auf bombensichere, unberechtigte Forderungen. Vielleicht noch relevant in dem Zusammenhang. Ich bin eidg. dipl. Verkaufsleiter und Trainer, unter anderem Verkaufstrainings. Auch am Telefon, aber nicht diese Drückerart und ausschliesslich b2b (Business to Business).

  4. Ich habe bisher auf verschieden Foren nur gelesen man solle sich nicht ärgern, auf keinen Fall die Verzugschadenkosten bezahlen, passiv verhalten…usw. Aber was passiert denn, wenn ich nicht bezahle? Kurz zu meinem Fall. Ich war im Mai 2009 beim Arzt und habe dessen Rechnung nicht bezahlt. Ich habe dies gar nicht gemerkt (wie denn?).Anfangs September 2011 (nach mehr als 2 Jahren!) schreibt mir Intrum Justitia ich müsse diese Arztechnung bezahlen inkl. Zinsen und Verzugsschaden. In meinen Unterlagen habe ich weder eine Rechnung gefunden, noch habe ich Mahnungen erhalten (was gem. OR auch nicht obligatorisch ist!). Soll ich jetzt einfach den geschuldeten Betrag + Zinsen an Intrum Justitia bezahlen und damit hat es sich erledigt? Was wenn die denn nicht aufhören und betreiben?

    • Hallo eliah,

      ob der „Verzugsschaden“ bezahlt werden muss, ist bei Juristen umstritten.

      In jedem Fall würde ich einen Beleg der entsprechenden Arzt-Rechnung anfordern. Den Betrag musst du dann bezahlen – und ja, die Zinsen dann auch.

      Ich würde dir raten, dich vorher noch einmal bei einer entsprechenden Schuldenberatungs- oder Verbraucherschutzstelle kundig zu machen, da denen Probleme mit der besagten Firma bekannt sind. So kannst du auf Nummer sicher gehen.

  5. Hallo Eliah,

    ich an Deiner Stelle würde beim Arzt die Rechnung verlangen. Such kurz das Gespräch mit dem Arzt und teile ihm mit, dass Du nie eine Rechnung bekommen hast. Er soll Dir dann eine Rechnung zustellen mit einem kurzen schreiben, dass Du per Saldo aller Anspüche frei bist. Der Fehler liegt beim Arzt, dann wir er sicher kulant sein. So oder so weil Du ja die offene Rechnung vom Arzt bezahlen willst. Diesen Brief mit dem Zahlungsbeleg der Intrum Justitia zustellen und den Fall als erledigt anschauen. Sollten Dir Intrum Justitia trotz allem noch Rechnungen zustellen, dann wirf die Rechnungen einfach weg, denn Du bist ja frei, auch rechtlich gesehen – wegen des Schreibens Deines Arztes.

    Wenn es so klappt, lass es uns bitte wissen 🙂

    MfG
    Philipp.

  6. To Chris und Philipp O.

    Vielen Dank für die Kommentare. Ich bin noch dran an diversen Abklärungen. Werde mich melden, ob’s geklappt hat.

    • Hallo eliah,

      schön, wenn du du demnächst über den (hoffentlich positiven) Ausgang der Geschichte berichtest. Solche Erfahrungsberichte sind sicher auch für andere Betroffene sehr hilfreich. Gutes Gelingen.

  7. Hallo
    Hier wie versprochen ein up date. Ich habe die Sachlage juristisch abklären lassen, deshalb hat es etwas gedauert. Die Sache ist aber noch nicht ausgestanden. Habe erst heute den Brief an Intrum Justitia geschickt. Gem. Juristen muss ich weder Verzugszinsen noch Schandenszinsen bezahlen, da es nicht mein Verschulden war. Ich habe ja weder eine Rechnung noch Mahnungen erhalten. Ich nehme an, die Fälle varieren je nachdem, was passiert ist. Deshalb ist meine Version vielleicht für jemand anderes nicht gültig. Ich habe jetzt den geschuldeten Betrag vom Arzt bei Intrum einbezahlt und beiden einen eingeschriebenen Brief geschickt, dass die Sache für mich somit erledigt ist. mal schauen, ob noch was kommmt…..

  8. Hallo eliah,

    vielen Dank für die interessante Rückmeldung. Gut, dass du dir vorher noch mal juristischen Rat eingeholt hast, so bist du auf der sicheren Seite!
    Es dürfte jetzt noch abzuwarten sein, ob Intrum wegen der nicht gezahlten Verzugs- und Schadenszinsen meckert. Das wäre jedenfalls dreist von denen. Die sollen froh sein, dass die Sache jetzt erledigt ist. Hoffentlich wirst du von Intrum nicht weiter belästigt.

  9. …wir haben vom Fall (siehe Magdalena) auch nichts mehr gehört. Warten wir mal ab…

  10. Tja, die Sache ist immer noch nicht ausgestanden. Intrum Justitia hat mir 3 (!) Briefe geschickt, die alle am selben Tag bei mir ankamen. Mit einem Brief haben sie sich bedankt, dass sie das Geld für die offene Arztrechnung erhalten haben, mit dem Zweiten haben sie reklamiert, dass ich zu spät einbezahlt habe, d.h. nicht in der von Intrum angegeben Zahlungsfrist und nun Verzugszinsen zahlen sollte* und mit dem Dritten wurde reklamiert, dass ich die anderen Verzugszinsen und Verzugschulden noch nicht bezahlt habe. Auf dies alles wurden nochmals Mahngebühren und Zinsen gepackt!Ihr seht, ich bin noch dran. Habe nochmals einen eingeschriebenen Brief abgeschickt, dass ich gem. OR keine Verzugszinsen und Verzugsschuld bezahlen muss, sofern keine Inverzugsetzung von Intrum efolgt worden ist – und das haben sie nicht. Da Intrum die (wichtigen) Briefe immer mit B-Post verschickt, dauert dies schon mal 7 Tage, bis der Brief bei mir ankommt. Die 5 Tage Zahlungsfrist kann ich schon von daher gar nicht einhalten! Ich hoffe, dass es jetzt dann bald mal vorbei ist.
    Gruss und bis zum nächsten up date 🙂
    * Die Abklärung mit der Juristin hat etwas gedauert, deshalb konnt ich die gesetzte Frist nicht einhalten.

  11. der obige Kommentar ist von mir….

  12. …ich muss hinzufügen, wir haben nichts gehört, seitdem ich einen Brief bekommen habe, dass wir den Restbetrag der noch offen sei bezahlen sollen. Also Zins, Mahngebüren usw. CHF 325.00 minus der bezahlten CHF 195.00.

    Wir haben den Brief in den Müll geworfen und wollen KEINE Zeit damit verlieren!

    Wir halten Euch auch dem Laufenden.

  13. Hallo eliah

    „Auf dies alles wurden nochmals Mahngebühren und Zinsen gepackt!Ihr seht, ich bin noch dran. Habe nochmals einen eingeschriebenen Brief abgeschickt, dass ich gem. OR keine Verzugszinsen und Verzugsschuld bezahlen“

    Ausprochen ärgerlich die ganze Sache. Es ist genau das eingetreten, weswegen Intrum seinen schlechten Ruf geniesst. Halte dich nun einfach an den juristischen Rat, den du dir eingeholt hast. Intrum steht schliesslich nicht über Recht und Gesetz. Früher oder später werden die den Briefverkehr wohl einstellen, wenn sie merken, dass bei dir nichts zu holen ist.

  14. Schaut euch das mal an:
    http://www.bilder-hochladen.net/files/jvq3-1-c4ca-jpg.html

    Da kann man nicht genug warnen bei steg etwas zu kaufen. die machen mit intrum gemeinsame sachen.

  15. Hallo
    Habe auch eine Zahlungsaufforderung von der Intrum Justitia bekommen. Eine Arztrechnung welche ich jedoch nie erhalten habe. Am Telefon sind Sie mir dann frech gekommen und wollten keine richtige Auskunft geben. Auch das Telefonat mit der Arztgehilfing hat nichtz viel gebracht. Ich werde nun nur den Betrag der Rechnung überweisen, ohne zusätzlich Kosten, da ich ja auch nie eine Mahnung erhalten habe. Dies werde ich eingeschreiben machen. Gleichzeitig werde ich einen Brief an den Arzt schreiben um ihm mitzuteilen, dass ich den offenen Rechnungsbetrag bezahlt hätte und werde ihn ersuchen, mir sofort alle noch offenen Rechnungen zuzuschicken. Es versteht sich von selbst, dass ich diesen Arzt nie mehr aufsuchen werde. Druckt mir die Daumen, dass alles gut abläuft, ich habe besseres mit meiner Zeit anzufangen als unverschuldet mich mit solchen Briefen herumzuschlagen.

  16. Hallo Priska,

    „Druckt mir die Daumen, dass alles gut abläuft, ich habe besseres mit meiner Zeit anzufangen als unverschuldet mich mit solchen Briefen herumzuschlagen.“

    Viel Erfolg, ich denke, du bist richtig vorgegangen.

    Berichte doch mal, was aus der Sache geworden ist.

  17. Auch ich bin ein Geschädigter von Intrum Justina und Sunrise!! Es werden Geld Summen von mir verlangt die nicht rechtens sind! werde ein Anwalt aufsuchen

  18. Hallo zusammen,

    Habe gestern eine SMS bekommen mit folgendem Inhalt: „Guten Tag. Sie haben eine offene Rechnung bei Ihrem Arzt. Demnächst erhalten Sie eine Mahnung mit Einzahlungsschein. Mfg Intrum Justitia / Tel.: 0848210021“. Das lustige dabei ist, dass ich seit über 3 Jahren keinen Arzt mehr aufgesucht habe. Was muss ich jetzt tun, falls wirklich so eine Mahnung kommt? Muss ich irgendwie darauf reagieren oder reicht es wenn ich sie wegwerfe?

  19. „Habe gestern eine SMS bekommen mit folgendem Inhalt: “Guten Tag. Sie haben eine offene Rechnung bei Ihrem Arzt. Demnächst erhalten Sie eine Mahnung mit Einzahlungsschein. Mfg Intrum Justitia / Tel.: 0848210021″.“

    Auf eine SMS würde ich erst gar nicht reagieren.

    Wenn die Mahnung begründet ist, soll Intrum dir auf dem Postweg eine Kopie der offenen Arztrechnung senden.

  20. ladislaus schnurrenberger

    Grundsätzlich muss man Rechnungen, die von einem Inkassobüro stammen, nicht bezahlen. Diese Inkassofirmen übernehmen nicht als Dienstleistung das Inkasso von Forderungen „Ihrer“ Kunden, sondern kaufen ihnen ganze Pakete von Forderungen für ein Butterbrot ab. Dadurch verlieren die Inkassofirmen grundsätzlich den Rechtsanspruch, die Forderungen enitreiben zu können, da der Schuldner in keinem Vertragsverhältnis zu ihnen steht. Bei allfälliger Betreibung durch ein Inkassobüro, also immer Rechtsvorschlag erheben. Eine Rechtsöffnung kann nicht duchgeführt werden.
    Im Fall von Intrum Justitia kommt hinzu, dass sie Briefe an „Schuldner“ verschicken, die Drohungen zum Inhalt haben, man werde in einem Schuldnerregister eingetragen, das von allen Firmen eigesehen werden könne.
    Die Sprache und der Ihnhalt erfüllen eindeutig den kriminellen Tatbestand der Nötigung. Darum, wenn man so einen Brief von Intrum erhält, sofort zum nächstn Polizeiposten und Stranfanzeige wegen Nötigung gegen Intrum einreichen. Nötigung ist ein Offizieldelikt, muss also von Amtes wegen unterscuht werden. Falls sich die Polizeibeamten zieren und dei Anzeige lieber nicht annehmen (dsa kommt häufig vor), hart bleiben und evtl auch gegen sie mit einer Klage drohen!

    Nachher ist dan definitiv Ruhe.

    • Richgtigstellung der oben genannten Aussage:
      Gemäss OR und SchKG können alls Gläubiger ihre Vorderungen an Dritte abtreten.
      Un dies sogar ohne Ankündigung oder Erlaubniss des Schuldners.
      Somit wird automatisch der neue Glübiger zum „Vetragspartner“.
      Dies ist ja auch genau die Masche und Gesetzeslücke, welche dubiose oder auch andre Inkassofirmen benutzen, um damit ihre Geschäfte zu tätigen.
      Also die Grundvorderungen falls sie bestehen bezahlen und nur die Inkassogebühren (Verzugsschaden und Mahngebüren) bestreiten.

  21. Intrum Justizia nervt jetzt seit langem. Sie wollen das ich einen HD-Kabelanschluss zahle der Cablecom!
    Bei der Cablecom habe ich einen Internetanschluss abgeschlossen, NUR INTERNET. Und jetzt will die „Irrtum Justizia“ die Anschluss Gebühren für HD-Kabelsnschluss.
    Zu meiner Verteidigung, Ich besitze immer noch einen Röhren Fernseher der einfach nicht kaputt geht und dazu hab ich von meinem Vermieter einen Digital Reciever bei Abschluss des Mietvertrags dazu bekommen. Also brauch ich keinen kostenpflichtigen HD-Kabelanschluss. Sie bombadieren mich mit Briefen und letztens bekam ich sogar eine sehr unseriöse SMS aus England o_O, in der stand, das wenn ich jetzt nicht bezahle, es zum zuständigen Betreibungsamt geht. Ich hab das Gefühl das die mich voll abziehen wollen, weil ich Deutscher bin. Jeder Schweizer dem ich das erzähle fängt an zu lachen und sagt, ich muss das nicht bezahlen. Stimmt das oder muss ich wirklich die rund 480 chf bezahlen???

  22. Ich habe zwischen 2004 und 2005 bei dieser Firma gearbeitet, und ich kann nur sagen, so wie sie mit den „Schuldner“ umgehen, so behandelt das Management auch ihre Mitarbeiter. Ich habe selten so eine Kaltherzigkeit, Gier, Arroganz gepaart mit unmoralischem Verhalten gesehen als in der Intrum. Jetzt gehen wir mal davon aus, dass Herr X eine Rechnung von 170.– hat, die er warum auch immer, nicht bezahlt hat. Nun will er X die Rechnung bezahlen, aber in Raten, sagen wir 10 Monatsraten. Die Intrum ist damit einverstanden und verlangt natürlich den berühmten Verzugsschaden plus eine Ratengebühr von 15.– zusätzlich, heisst also 170.- plus 150.- plus Verzugsschaden meistens so um 40-60 % der Forderung und Zinsen. Also schnell mal über das doppelte der geschuldeten Summe. Ich hab mich damals schon gewundert, wie sie die Kosten rechtfertigen. Uns wurde auch kaltschnäuzig eingetrichtert (oder sie habens wenigstens versucht), dass das alles SCHULDNER sind, und wir kein Mitleid haben müssen bla bla bla usw. Als ich auf gewisse Missstände (ua, rassistische Äusserungen von Mitarbeitern), Abläufe und Fehleinschätzungen hinwies, fing das Mobbing gegen mich an. Leider war die Aktion nicht von Erfolg gekrönt, da ich in 11 von 12 Monaten denn meisten Umsatz im Team machte. Ziemlich schwer für eine Firma, deren Haupttätigkeit darin liegt durch unehrliche Weise den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, so jemanden zu kündigen. Irgendwann wurde es der „tollen“ Teamleaderin anscheinend zu bunt, da ihre Intrigen bei mir nicht funktionierten, und sie setzte ihre Stellvertreterin auf mich an, mit den Worten; „Gahn en echli go plage…“. Ein Verhalten unter aller Kanone!!! Irgendwann wurde ich nach einem Einwand, da ich mich von ihrem Wachhund bzw. Stellvertreterin genötigt fühlte (Ich weiss nicht ob es arbeitsrechtlich korrekt ist, wenn jemand hinter einem steht und eine halbe Stunde zuschaut, was man arbeitet), fristlos entlassen. Gut ich hatte, danach 2 Monate bezahlten Urlaub (auch ganz schön). Das Arbeitsamt schrieb mir daraufhin noch einen Brief, ob ich die Sache weiterziehen möchte, entschied mich aber dagegen, da ich mit solchen miserablen Individuen, deren moralische und ethischen Werte quasi nicht existent sind, mich nicht weiter rumschlagen möchte. Fraglich ist auch, warum ein Benno Örtig, der Oberboss, 8 Millionen Franken ins Stade de Suisse pumpen kann, aber Lohnerhöhungen und Bonuse ausblieben. Intrum Justitia schämt euch!!!!

  23. “Verzugsschaden” ist nicht erlaubt!

    Inkassofirmen treiben offene Rechnungen in der Regel unzimperlich ein. Die Schreiben sind oft dreist und setzen die Schuldner so unter Druck, dass plötzlich zu viel bezahlt wird. So erheben die Inkassofirmen neben den Verzugszinsen häufig einen so genannten Verzugsschaden. Dieser kann gar höher sein als die ursprüngliche Forderung. Gemäss OR ist das gar nicht erlaubt!

    http://www.konsumentenschutz.ch/themen/zahlungsverkehr/verzugsschaden-ist-nicht-erlaubt-musterbrief/?gclid=CPCEzq3Nl8ACFWvlwgodrrIA1A

  24. SUNRISE SCHWEIZ: HOHE ZUSATZGEBÜHREN

    Beim Telefonieren mit dem Handy fallen nicht nur Kosten für die monatliche Abo-Rechnung oder für Prepaid-Zahlungen an. Die Mobilfunkunternehmen verlangen noch zusätzliche Gebühren. Beispiele: Wer die Rechnung am Postschalter begleicht, zahlt bei Sunrise je nach Einzahlungsschein 2 bis 5 Franken. Bei Salt ist das etwa halb so teuer, bei Swisscom gratis. Sunrise verlangt für eine Auskunft zu missbräuchlichen Anrufen – etwa bei einem Werbeanruf trotz Stern-Eintrag – 70 Franken, Swisscom 65 Franken, Salt 50 Franken.

    Wer eine Rechnung nicht innert Frist begleicht, bezahlt bei Sunrise für die erste Mahnung 30 Franken. Bei Salt und Swisscom ist die gratis, die zweite kostet 25 respektive 40 Franken. Sunrise-Kunden, die Mahnkosten schuldig bleiben, bezahlen 50 Franken für eine «Kon­toblockierungs­gebühr». Die Entsperrung schlägt mit 75 Franken zu Buche. Bei der Swisscom kostet das Ganze total 40 und bei Salt 50 Franken.

    NIE wieder mit Sunrise Schweiz, Danke!

  25. Ich bekomme seit Jahren Mahnungen von Intrum wegen einer unberechtigten Rechnung von Cablecom. Ich habe einen Hausanschluss fristgerecht gekündigt welcher immer in Jahr im voraus kassiert wurde. (dokumentiert auf der Rechnung), Trotz Kündigung und auch eingestellter Leistung sollte ich noch für das nächste Jahr bezahlen mit der Behauptung, dass die Rechnung nachgängig erfolgt. Intrum erfand dann noch eine Rechnung aus einem Monat Mai welche ganz unmöglich und reine Lüge ist. Ich wurde auch betrieben und habe Rechtsvorschlag erhoben. Vor Gericht wäre sie mit Kostenfolge runtergefallen und ich wäre eigentlich bereit gewesen vor Gericht zu gehen.
    Seither bekomme ich so im 6 Monats Rhythmus einen Drohbrief. Ich frage mich ob man diesen oberkriminellen nicht eine kostenpflichtige Abmahnung schreiben kann wie das in Deutschland möglich ist. Dann würde ich die mal durch die Mangel drehen. Um übrigen gehen deren Briefe direkt in den Rundordner.

    Für einen Rat wäre ich dankbar

  26. einfach cool bleiben und alles ignorieren- briefe unbeantwortet ablegen- telefone wieder auflegen, thats it. schmierige inkassobüros kommen rechtlich nicht weit und das wissen sie auch. darum leiten sie auch keine betreibung ein sondern drohen nur. alles pure panikmache. wenn man betrieben wird kann man rechtsvorschlag erheben und dann müssen sich diese büros mit dem gesetz auseinandersetzen, was sie definitiv meiden werden, weil ihre tricks dann auffliegen. daher, ikassobüros sind harmlos und machtlos. zahle nur was du wirklich schuldest- alles andere kannst in wind schiessen.

  27. Wir, eine Gruppe, werden jetzt anfangen beim Hauptsitz – Mutterkonzern in Stockholm all ihre Server außer Kraftzusetzen. Und dann nehmt man Ihr Geld u. Verteilt es. Danach Darmstadt und Heppenheim. Wir haben die Rechnerleistung um denen auch ihre Aktien niederzumachen. ES IST AUCH BEKANNT DAß Hier Mafiöse Strukturen vorliegen, hochkriminell und dem muß entschieden entgegengetreten werden.! Desweiteren werden Wir auch den Gerichtspräsidenten Formell anfragen weshalb dieses Inkassobüro nicht überprüft wird. MICHAEL
    .

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