Grüner Strom wird teurer

28.08.2014 |  Von  |  Konsum
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Bereits im Jahr 2015 wird nachhaltige Stromerzeugung für die Verbraucher wieder teurer. So dürften diese dann statt derzeit 0,6 um die 1,1 Rappen je Kilowattstunde für den Zuschlag für erneuerbare Energien berappen dürfen.

Damit steigt die Abgabe fast um das Doppelte und beträgt dann für eine Familie mit vier Personen nicht mehr um die 27 Franken, sondern gleich einmal etwa 50 Franken im Jahr. Geplant sind in den nächsten Jahren weitere Erhöhungen der Zuschläge für erneuerbare Energie, die dann auf bis zu 2,3 Rappen je Kilowattstunde ansteigen dürften. Stromsparen ist demnach oft das Gebot der Stunde.

Warum der Verbraucher zahlen soll

Der Voraussicht nach wird der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromproduktion in der Schweiz im Jahr 2015 etwa 3,5 % betragen. Ein eher magerer Anteil, der auch die Erhöhung der Zulage fragwürdig erscheinen lässt. Fragwürdig ist auch, warum nicht die Energieversorger selbst die Aufwendungen für die umweltfreundliche und nachhaltige Produktion von Ökostrom selbst tragen. Immerhin sind es letztlich auch die Erzeuger, die die Gewinne aus der Stromproduktion künftig einstreichen werden.

Die Rechnung allerdings geht nur dann auf, wenn der Staat die Stromproduzenten mit regelrechten Geldgeschenken zum Umbau der Energieproduktion animiert. Sonst werden gerade die grossen Erzeuger ohnehin auf dem scheinbar preiswerten Atomstrom beharren. Der ist allerdings nur deshalb so günstig, weil die Kosten für die Lagerung und Beseitigung des anfallenden Atommülls letztlich den Folgegenerationen aufs Auge gedrückt werden. Das bedeutet letztlich, dass der billige Strom von heute Kosten für die Zukunft erzeugt.

Wer sind die Kassierer?

Klar dürfte mittlerweile sein, dass der Schweizer, so wie viele andere Europäer auch, jetzt bereits für die grüne Energie der Zukunft zur Kasse gebeten wird. Völlig unabhängig davon, ob er diesen auch wirklich nutzt.

Kassierer im System der Umlage für die erneuerbaren Energien sind die grösseren Anbieter von Ökostrom, aber auch Privatleute, die sich beispielsweise Solarflächen aufs eigene Dach setzen. Wird von hier aus Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist, dann erhalten die Betreiber der kleinen Stromgewinnungsanlagen ebenfalls ein Stück vom Kuchen der Umlage ab.

Damit gewinnen zum einen die, die über eigene solarfähige Flächen verfügen, und natürlich zum anderen auch solche, die beispielsweise Windräder oder andere Ökostromanlagen betreiben. Dazu bedarf es in aller Regel auch einiger Investitionen, die für Bürger mit kleinerem Einkommen gar nicht infrage kommen. Gewinner sind also wieder einmal jene, die ohnehin schon finanziell besser gestellt sind. Sie sparen mit der eigenen Energiegewinnungsanlage nicht nur die Kosten für den Stromanbieter, sondern profitieren auch am meisten von der Zulage für grünen Strom, die praktisch jeder Schweizer in steigender Höhe zahlen muss.

 

Oberstes Bild: © HS3RUS – Shutterstock.com


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