Twitter-Hashtags – wer die Regeln missachtet, dem ist der Spott sicher! (Teil 2)

30.10.2014 |  Von  |  Neue Medien

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Bereits im ersten Teil zu den Twitter-Hashtags haben wir versucht deutlich zu machen, wie wichtig es ist, die Tags richtig zu setzen. Ein Tag, das sollte man sich wirklich intensiv vor Augen führen, entscheidet nicht nur über den Erfolg einer Kampagne, sondern ein falsch gesetzter Hashtag kann zu einer Spott-Orgie oder gar einem “Shitstorm” führen, wie ihn zuletzt Zalando erleben durfte. Darum sind – egal was man als Unternehmen oder Einzelperson kommunizieren oder vermarkten will – Sensibilität und Vorrecherche gefragt.

Die Social Media gelten vielfach als rechtsfreier Raum oder man sagt ihnen nach, emotional eher grobmotorisch aufgestellt zu sein – und doch werden die sozialen Medien immer weiter Thema bei der Car Connectivity. Das mag auch in vielerlei Hinsicht stimmen, aber es geht auch sehr schnell, dass man einen Betroffenheitssturm lostritt, wenn man sich massiv gedankenlos oder unsensibel verhält. Das will bei der Wahl das Hashtags, der zum Trending Topic werden soll, fein berücksichtigt werden. Darum stellen wir auch hier am Ende die gröbsten Fehler vor, die man twitternd machen kann.


Dies ist ein zweiteiliger Bericht über Twitter-Hashtags:

Teil 1 – wer die Regeln beherrscht, ist weit vorne!
Teil 2 – wer die Regeln missachtet, dem ist der Spott sicher!


Ein offenes Auge für den Konversationsverlauf!

Es reicht nicht, nur eine Diskussion mit einem Hashtag anzustossen, sondern die Konversationen wollen auch verfolgt werden. Hierüber ergibt sich ein einfacher und sehr effektiver Weg, als Unternehmen Trends in der Branche zielgerichtet zu verfolgen. Und das ganz ohne Markt- oder Meinungsforschungsunternehmen, die horrende Gelder kosten. Der Wettbewerb lässt sich beobachten, die Worte der Marketingabteilungen liegen offen und auch die Reaktionen der Kunden sind in Echtzeit abrufbar. Wer das verfolgt und wer die Auswertungen richtig durchführt, kann ganze Strategien auf dem Sektor Social Media daran feintunen. Erfolgreich feintunen!

140 Zeichen maximal inklusive Satz- und Leerzeichen – das sind die Vorgaben von Twitter je Tweet! Darum sollte man Hashtags gescheit und clever in Sätze einbauen, statt Tags am Ende nachzustellen. “Wir geniessen derzeit die WM! #WM2014” mag zwar grammatikalisch korrekt sein, aber es ist nicht effektiver als “Wir geniessen derzeit die #WM2014”. Lässt sich der Hashtag in den Satz einbauen, ohne dort völlig sinnentstellend zu wirken – über grammatikalische “Rumpler” schaut man hinweg –, sollte man immer einbauen und die gesparten Zeichen für ein Mehr an Content nutzen, gerade dann, wenn man mit Twitter geschäftliche Ziele verbindet.[/vc_column_text][vc_separator color=”grey”][vc_column_text]

Trending Topic bei Twitter zu werden ist lukrativ. Aber es ist eben immer auch eine Frage, wie man das zweckmässig anstellt. (Bild: everything possible / Shutterstock.com)

Trending Topic bei Twitter zu werden ist lukrativ. Aber es ist eben immer auch eine Frage, wie man das zweckmässig anstellt. (Bild: everything possible / Shutterstock.com)

[/vc_column_text][vc_separator color=”grey”][vc_column_text]Keine Missverständnisse aufkommen lassen!

Nutzen Sie dann, wenn Sie mehrere Wörter verbinden und verwenden, Grossschrift, um die Wörter zu trennen. Je länger der Tag ist, desto eher kann man die Botschaft missinterpretieren. Gehen wir ins Jahr 2013 und schauen uns einen kapitalen Bock an, der geschossen wurde. Margaret Thatcher war verstorben. Man nahm den Hashtag #nowthatchersdead. Hiess “Now Thatcher’s dead”, wurde aber als “Now That Cher’s Dead” gelesen und man dachte, die Sängerin Cher sei verstorben. Darum immer die Wörter zum Wortbeginn gross schreiben! Zu bedenken ist: Nur wer Fehler kennt und erkennt, die in den Social Media lauern, schafft es, sie effizient zu umschiffen.

Keine Torschlusspanik aufkommen lassen. Oftmals dauert es Wochen, bis sich ein Tag etabliert hat. Das muss wachsen. Darum immer den Tag nutzen und so dafür sorgen, dass er geteilt wird. Wird er genutzt, dann favorisieren, retweeten und damit kommentieren. Man muss die User ans Händchen nehmen, denn der Erfolg kommt selten von selbst.

Auf Unumkehrbarkeit der Hashtags achten!

Wie bereits in Teil 1 erwähnt, gehören Hashtags niemandem, es gibt kein Copyright. Darum ist es wichtig, die Tags so zu wählen, dass der Wettbewerb sie nicht konterkarieren kann. So, wie Sie sich eines Trending Topics bedienen können, kann das jeder andere Nutzer auch. Darum sollten Sie nach Wegen und Tags suchen, die nicht “out of context” gesetzt werden können, um Sie eventuell damit der Lächerlichkeit preiszugeben.

Vermeiden Sie weiterhin, Fragen in den Tag einzubauen, oder tun Sie dies nur dann, wenn es sehr eindeutig zu verstehen ist. Offene Fragen sind völlig zu unterlassen. #PelzJa oder #PelzNein ist eine Kombination, die man verwenden kann, denn hier sieht man eindeutig, worum es geht. Und last, but not least müssen Sie berücksichtigen, dass bei aller Freizügigkeit auf Twitter manche Wörter verpönt sind. Prüfen Sie darum immer vorher: Geht der Hashtag durch oder nicht?

Kapitale Fehler einfach vermeiden!

Wer Schiffbruch bei seinem gewählten Hashtag vermeiden will, muss sich nur verdeutlichen, welche Kardinalfehler zu unterlassen sind. Wir nennen die sechs wichtigsten Fehler, die es einfach zu umschiffen gilt. Hier die Übersicht in aller Kürze:

1) Keinen Hashtag-Spam verwenden:
Denken Sie stets an die Lesbarkeit Ihrer Tweets und unterlassen Sie darum das inflationäre Setzen multipler Tags. Es wirkt eher lächerlich als professionell.

2) Meterlange Hashtags:
Wer für den Hashtag 130 von 140 möglichen Zeichen auf Twitter “verballert”, hat sofort verloren. Kurzer Hashtag, viel Content – so muss es sein.

3) Fehlender Bezug:
Natürlich ist es gut, seine Tweets zu branden. Wer Erfolg haben will, setzt den Content so und formuliert auch entsprechend, dass Tag und Inhalt korrelieren.

4) Permanente Eigenwerbung:
Wer laufend Eigenwerbung betreibt, wirkt lästig. Unternehmen stellen sich im Profil bei Twitter vor und unterlassen es, zu jeder unpassenden Gelegenheit Name-Dropping zu betreiben.

5) Jacking von Tags:
Es gibt sensationell gute Trending Topics. Nicht selten werden sie mit Eigenwerbung okkupiert. Das sollte nicht übertrieben werden, dann ansonsten erntet man Spott, Hohn oder gar einen Shitstorm, und den will niemand.

6) Hashtag-Sampling:
Vorsicht, dass man nicht in ein Topic gerät, welches bereits Verwendung findet. Darum gilt es zu checken: Wird ein Hashtag eventuell gerade schon in einem sehr sensiblen Themenbereich verwendet? Ist das der Fall: Hände weg!

 

Oberstes Bild: © Gustavo Frazao – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]