Schweiz: Betäubungsmittelverzeichnis um 19 psychoaktive Substanzen erweitert

01.03.2018 |  Von  |  Alkohol & Drogen, News, Schweiz
Schweiz: Betäubungsmittelverzeichnis um 19 psychoaktive Substanzen erweitert
Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Die Risiken neuer synthetischer Drogen sind für Konsumentinnen und Konsumenten nicht kalkulierbar.

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb das Betäubungsmittelverzeichnis per 1. März um 19 Einzelsubstanzen erweitert. Die laufende Ergänzung von Rohmaterialien oder Erzeugnissen mit vermuteter betäubungsmittelähnlicher Wirkung ist eine Massnahme zur Bekämpfung des Drogenhandels.

Neue psychoaktive Substanzen (NPS) sind betäubungsmittelähnlich wirkende, synthetische Stoffe. Sie werden auch als „Legal Highs“, „Designer-Drogen“ oder „Research Chemicals“ bezeichnet. Die Substanzen werden in erster Linie als vermeintlich legale Rauschmittel vermarktet, da sie noch nicht in die Betäubungsmittelverzeichnisse aufgenommen sind.

Der Konsum von neuen psychoaktiven Substanzen ist ein Gesundheitsrisiko: Wechselwirkungen, Toxizität bei wiederholter Einnahme oder Abhängigkeitspotential sind meistens nicht bekannt. Wegen der vergleichbaren Struktur mit Substanzen, die bereits unter Kontrolle stehen, kann von einem Abhängigkeits- und Missbrauchspotential ausgegangen werden. Zum Teil wurde die missbräuchliche Verwendung als Designer-Drogen in der Schweiz bereits festgestellt.

Seit Dezember 2011 wurden 207 Einzelsubstanzen und 9 Gruppen (Derivate) in das Betäubungsmittelverzeichnis aufgenommen. Damit können die Behörden die Verbreitung neuer psychoaktiver Substanzen auf dem Schwarzmarkt wirkungsvoll bekämpfen. Die Aktualisierung der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung erfolgt international abgestimmt und soll auch verhindern, dass die Schweiz zu einem Umschlagplatz für den Handel mit Designer-Drogen wird.

Die Betäubungsmittelverzeichnisverordnung (BetmVV-EDI, SR 812.121.11) enthält in den Anhängen die Verzeichnisse der kontrollierten Substanzen. Rohmaterialien und Erzeugnisse, von denen vermutet wird, dass sie eine betäubungsmittelähnliche Wirkung haben, werden auf Antrag des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) in das Verzeichnis e (Rohmaterialien und Erzeugnisse mit vermuteter betäubungsmittelähnlicher Wirkung) aufgenommen.

 

Quelle: Generalsekretariat EDI
Artikelbild: Symbolbild © Adul10 – shutterstock.com

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.

Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Ihr Kommentar zu:

Schweiz: Betäubungsmittelverzeichnis um 19 psychoaktive Substanzen erweitert

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.