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Beim FC Basel „strellert“ es wieder – Streller zum Duell im Letzigrund wieder fit

02.12.2014 |  Von  |  Allgemein

Auch wenn sich der FC Basel gut ohne seinen verletzten Kapitän als Leader der Super League behaupten konnte, so wird man froh sein zu sehen, dass Marco Streller nach seinem Bandscheibenvorfall wieder fit ist.

Ob Streller in seiner sechswöchigen Auszeit an seinen Englischkenntnissen gefeilt hat, die laut Statistik auch generell in der Schweiz eher mittelmässig sind, darf angezweifelt werden – aber dass er seine Reha ernst nahm, kann als erwiesen angesehen werden. Der Kapitän bewegt sich tatsächlich wie ein junges Reh über den Platz.

Doch wird Streller beim Gigantenduell gegen Zürich wirklich auflaufen? Das bleibt noch offen, denn Coach Paulo Sousa schwieg sich in dieser Hinsicht ganz laut aus – wohl auch, um den Gegner zu verwirren. Dass man Streller aber bringen wird, so es sein Gesundheitszustand zulässt, dürfte klar sein, denn immerhin war er beim 4:1-Auswärtssieg vor vier Jahren und beim 5:1-Auswärtssieg vor rund zwei Jahren der Erfolgsgarant mit seinen beiden Doubletten.

Sechs Wochen Verletzungspause nach Bandscheibenvorfall

Ja, Basel präsentierte sich auch ohne Streller mehr als annehmbar. In der Champions League eine respektable 0:1-Niederlage gegen Titelverteidiger Real Madrid – wo auch ein 1:1 möglich gewesen wäre – und 13 Punkte aus fünf Begegnungen in der Super League bedeuten eine sehr gute Bilanz. Doch das Duell der Spitzenteams, das im Letzigrund stattfindet, kommt zu einem Zeitpunkt, wo jeder Schritt schmerzt. Vier Spiele in zwei Wochen warten auf Basel, und es steht am 9. Dezember noch das wegweisende Spiel in der Champions League gegen den FC Liverpool an. All das gilt es also, vor der Winterpause, die Zürich und Basel dringend benötigen, noch zu stemmen.



Knapp 200 Zuschauer – ja, es durften zum dritten Mal Schaulustige zum Training – sahen einen bestens aufgelegten Marco Streller, der seinen Bandscheibenvorfall gänzlich überwunden hat. Schmerzfrei fegte er über den Rasen und zeigte, dass er trotz seiner 33 Lenze in perfekter Verfassung ist. „Nun, jung bin ich ja nicht mehr, aber noch zwei oder drei Trainingseinheiten, dann kann ich abschätzen, ob es gegen Zürich klappt“, sagte Streller auf den Einwurf von Journalisten, die ihn als „junges Reh“ bezeichneten. Im Spitzenduell kann Sousa auf Mohamed Elneny, Ahmed Hamoudi, Geoffroy Serey Die sowie Derlis Gonzalez zurückgreifen, aber hinter Sio, Fabian Schär und Taulant Xhaka stehen dicke Fragezeichen. Ob es da reichen wird, um wirklich in Bestbesetzung anzutreten, darf mehr als stark bezweifelt werden.

 

Oberstes Bild: © Luca-bs – CC BY-SA 3.0