Wallis VS: Kantonspolizei stoppt vier illegale Taxi-Transporte – hohe Bussen verhängt
Am Sonntag, 26. Januar 2025, führte die Kantonspolizei im Val de Bagnes eine gezielte Kontrolle zur Bekämpfung der Kabotage durch.
Diese unerlaubte Transportpraxis betrifft gewerbliche Fahrten mit im Ausland zugelassenen Fahrzeugen.
Dabei wurden drei Lenker angehalten und wegen unlauteren Wettbewerbs gegenüber Schweizer Transportunternehmen angezeigt. Ein vierter Fahrer wurde vor zehn Tagen angehalten.
Erster Fall: Illegaler Transport gestoppt
Am Sonntag, 26. Januar 2025, kurz vor Mittag, kontrollierte die Kantonspolizei einen in Deutschland zugelassenen Kleinbus mit neun Sitzplätzen, der zwischen Verbier und der Talebene unterwegs war. Die Lenkerin, eine 41-jährige Französin, beförderte ein Paar mit Kind in Richtung Flughafen Genf. Die Überprüfung ergab, dass es sich um eine entgeltliche Personenbeförderung in der Schweiz mit einem im Ausland zugelassenen Fahrzeug handelte – Ein Verstoss gegen die geltenden Kabotagevorschriften. Für die Weiterfahrt wurde ein Schweizer Taxi beauftragt.
Zweiter Fall: Eine vom Flughafen abgeholte Passagierin
Am frühen Nachmittag kontrollierte die Kantonspolizei ein weiteres in Deutschland zugelassenes Fahrzeug in der Region. Der Lenker, ein 26-jähriger Italiener, beförderte eine Kundin, die eine Fahrt vom Flughafen Genf nach Verbier bezahlt hatte. Auch dieser Transport verstiess gegen die Vorschriften für den gewerblichen Personentransport in der Schweiz.
Dritter Fall: Wiederholter Verstoss auf der Rhôneautobahn A9
Gegen 17 Uhr stoppten die Einsatzkräfte auf der Rhôneautobahn A9 zwischen Martinach und Lausanne ein drittes Fahrzeug, diesmal mit französischen Kennzeichen. Der Lenker, ein 48-jähriger ghanaischer Staatsangehöriger, transportierte zahlende Fahrgäste zwischen Verbier und dem Flughafen Genf. Die Überprüfungen ergaben, dass er dieselben Kunden bereits eine Woche zuvor befördert hatte.
Alle drei Fahrzeuglenker wurden bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt zur Anzeige gebracht. Die verhängten Bussgeldgarantien belaufen sich auf mehrere tausend Franken.
Vierter Fall: Genf – Verbier für zwei amerikanische Touristen
Am Samstag, 15. Februar, kurz vor 11 Uhr, wurde auf der Hauptstrasse von Le Châble ein 42-jähriger französischer Lenker angehalten. Dieser hatte zwei amerikanische Touristen am Flughafen Genf abgeholt und war auf dem Weg nach Verbier. Die Fahrt erfolgte mit einem in Frankreich zugelassenen Kleinbus und stellte einen Verstoss gegen die Kabotagevorschriften dar.
Wie bereits die drei anderen Fahrer wurde auch dieser Lenker bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt angezeigt und musste eine hohe Busse begleichen.
Ein örtliches Taxi wurde beauftragt, die Touristen zu ihrem Aufenthaltsort zu befördern.
Was ist Kabotage?
Kabotage bezeichnet eine Transporttätigkeit, die innerhalb der Schweiz mit einem im Ausland zugelassenen Fahrzeug entgeltlich durchgeführt wird, ohne die erforderlichen Bedingungen zu erfüllen. Diese Praxis stellt einen Verstoss gegen die Vorschriften dar und führt zu unlauteren Wettbewerbsbedingungen für Schweizer Transportunternehmen, die sich an die geltenden Regeln halten.
Die Kantonspolizei betont die Wichtigkeit der Einhaltung der Vorschriften im Personentransport, um einen fairen und gesunden Wettbewerb zu gewährleisten. Um die Einhaltung dieser Regelungen sicherzustellen, werden regelmässige Kontrollen durchgeführt.
Quelle: Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis