Schweiz: Falsche Polizisten am Telefon – neue Betrugsmasche setzt auf Schock und KI
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Ein Anruf mit einer schockierenden Nachricht: Ein angebliches Familienmitglied steckt in ernsthaften Schwierigkeiten.
Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten oder Staatsanwälte aus und nutzen gezielt Angst und Zeitdruck, um an Geld zu kommen.
Die Betrugsmasche
Die Anrufe kommen unerwartet. Die Täter geben sich als Polizisten des jeweiligen Wohnorts aus und berichten von einer dramatischen Situation, in die ein Familienmitglied verwickelt sei. Die Geschichten reichen von schweren Unfällen mit Todesfolge bis hin zu angeblichen Ermittlungsverfahren. Oft ist sogar eine schluchzende Stimme zu hören, die vorgibt, das betroffene Familienmitglied zu sein. In Einzelfällen wird diese Stimme mithilfe von KI erzeugt.
Allen Varianten gemeinsam ist, dass keine Zeit bleibt zum Nachdenken. Niemand darf informiert werden, und die Forderung kommt sofort: Es muss schnell bezahlt werden, sonst könne das Verfahren nicht mehr aufgehalten werden. Dabei setzen die Betrüger gezielt auf die emotionale Überforderung ihrer Opfer.
Die Zahlungsweise variiert: Gefordert wird alles von Bargeld bis zu Kryptowährungen. Das Geld soll entweder überwiesen, in der Nähe deponiert oder an angebliche zivile Mitarbeitende der Polizei übergeben werden, die direkt an der Haustür erscheinen.
Was muss ich tun?
- Legen Sie den Hörer konsequent auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Rufen Sie direkt der angeblich am Unfall beteiligten Person an. Wenn Sie diese Person nicht erreichen können, kontaktieren Sie über Tel. 117 die richtige Polizei.
- Geben Sie keine sensiblen oder persönlichen Informationen preis.
- Seien Sie misstrauisch – die echte Polizei fordert am Telefon niemals Geld und schickt keine zivilen Mitarbeitenden vorbei, um Bargeld oder Wertsachen abzuholen.
Ich habe einen Vermögensschaden erlitten
- Informieren Sie umgehend Ihr Kreditkarten- oder Finanzinstitut und lassen Sie involvierte Zugangsdaten und Karten sperren.
- Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.
Quelle: Cybercrimepolice.ch
Bildquelle: Cybercrimepolice.ch