Update: Vermisster Fabian (8) tot aufgefunden – Ermittlungen wegen Tötungsdelikt laufen
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Güstrow/Klein Upahl (Deutschland). Am Dienstagvormittag wurde in einem Waldgebiet bei Klein Upahl, unweit von Güstrow, der Leichnam des seit Freitag vermissten achtjährigen Fabian gefunden.
Eine Spaziergängerin entdeckte den leblosen Körper und alarmierte die Polizei. Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittlungsbehörden von einem Gewaltverbrechen aus.
Der Fundort liegt in der Nähe des Wohnorts von Fabians Vater. Bereits am Wochenende hatten Einsatzkräfte in dieser Gegend gesucht, die Aktion jedoch zunächst ohne Ergebnis beendet. Hinweise hatten darauf hingedeutet, dass sich der Junge möglicherweise auf den Weg zu seinem Vater gemacht hatte. Spürhunde verfolgten seine Spur bis zum Busbahnhof in Güstrow und später bis in die Nähe von Zehna, wo sie sich in einem Wald verlor.
@locco_offiziell 💔😭 Leichenhunde entdecken Spur – Ist es der vermisste Fabian (8 Jahre)? 💔😭 Seit Tagen sucht ganz Güstrow voller Hoffnung nach dem vermissten 8-jährigen Fabian jetzt sorgt ein Fund für große Sorge. Mehrere Leichenspürhunde haben am Inselsee angeschlagen, nur wenige Meter vom Ufer entfernt. 🐾 Zunächst reagierte ein Hund von einem Boot aus auf eine auffällige Stelle. Kurz darauf bestätigten zwei weitere speziell ausgebildete Hunde unabhängig voneinander denselben Punkt. Auch ein vierter Hund zeigte dort Interesse. 💬 Laut Polizei soll der betroffene Bereich am Dienstagmorgen von Tauchern abgesucht werden. Die Suche musste jedoch bei Einbruch der Dunkelheit vorerst beendet werden. Seit Freitag fehlt von Fabian jede Spur. Dutzende Einsatzkräfte Polizei, Feuerwehr und Rettungshundeteams sind Tag und Nacht im Einsatz. Mit Booten, Drohnen und einem Hubschrauber suchten sie Wälder, Industriebrachen und Gewässer ab.. 👩👦 Seine Mutter kämpft verzweifelt um Hoffnung und schreibt im Netz: „Bitte komm nach Hause, mein Schatz – Mama wartet auf dich.“ 💔 Fabian gilt als pflichtbewusst und nie als Ausreißer. Am Freitagabend kam er nicht zurück, sein Handy blieb zu Hause liegen. 📢 TEILEN rettet Leben! Jeder Hinweis, jedes geteilte Posting kann helfen, Fabian zu finden oder endlich Klarheit zu bringen. 😢 #fürdich#foryou#viral#fabian#vorpommern
Die Staatsanwaltschaft Rostock und das Polizeipräsidium Rostock leiten die Ermittlungen wegen eines möglichen Tötungsdelikts. Der Fundort wurde grossräumig abgesperrt, Spurensicherung und Kriminaltechnik waren bis in die Abendstunden im Einsatz. Aufgrund der Witterung musste die Arbeit am Fundort noch am Dienstag abgeschlossen werden, da Feuchtigkeit und Wind das Spurenmaterial beeinträchtigen könnten.
Ein wichtiger Ermittlungsansatz ist das Mobiltelefon des Jungen. Die Polizei hat das Gerät sichergestellt und wertet es derzeit aus, um festzustellen, mit wem Fabian vor seinem Verschwinden in Kontakt stand. Parallel dazu laufen Befragungen von Angehörigen, die Arbeit der Rechtsmedizin sowie Fährtenhund-Einsätze in der Umgebung.
Beide Eltern werden laut Polizeisprecher Florian Müller von Kriseninterventionsteams betreut. „Die Ermittlungsarbeit wird denkbar umfangreich sein. Nicht nur die rechtsmedizinische Untersuchung des Leichnams steht an, sondern auch die Auswertung aller verwertbaren Spuren und der Ansätze, die sich daraus ergeben“, sagte Müller.
Nach Angaben des Bürgermeisters von Güstrow, Sascha Zimmermann (FDP), ist die Betroffenheit in der Stadt gross. „Die Güstrower sind entsetzt, fassungslos und traurig“, erklärte er. „Unser Mitgefühl gilt der Familie. Den Einsatzkräften danke ich für ihre unermüdliche Suche – Güstrow muss jetzt zusammenhalten.“
Fabian war seit Freitagmittag vermisst. Seine Mutter hatte ihn entschuldigt von der Schule zu Hause gelassen. Als sie von der Arbeit zurückkehrte, war ihr Sohn verschwunden. Das Handy des Jungen blieb in der Wohnung zurück. Eine grossangelegte Suchaktion mit rund 200 Einsatzkräften, Spürhunden, Drohnen und Tauchern erstreckte sich über Güstrow, Zehna und mehrere Gewässer in der Umgebung. Am Montagabend hatten Leichenspürhunde am Inselsee angeschlagen – die Leiche wurde jedoch am Dienstag an einem anderen Ort entdeckt.
Am Abend kamen in der Marienkirche Güstrow rund 500 Menschen zu einer Trauerfeier zusammen, um Abschied zu nehmen. Freunde, Mitschülerinnen, Vereinskameraden und viele Bürgerinnen und Bürger legten Kerzen, Blumen und Plüschtiere nieder.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und den Todesumständen dauern an.
Quelle: Polizei und Staatsanwaltschaft Rostock / NTV/ Merkur.de / Bild / Frankfurter Rundschau / eigene Zusammenstellung
Bildquelle: Screenshot Video locco_offiziell (TikTok)