Werdau, SN: Berauschter E-Biker kracht in Pkw – Hund aus Rucksack geschleudert; verstorben
Polizei.news Redaktion Deutschland Polizeinews Regionen Sachsen
Am Samstagmittag (18.10.2025) befuhr ein 44-jähriger Deutscher mit einem E-Bike die Ziegelstraße in Richtung Werdauer Stadtzentrum.
An der Kreuzung zur Alexander-von-Humboldt-Straße beabsichtigte er geradeaus zu fahren.
Er missachtete den von rechts kommenden und vorfahrtsberechtigten Skoda einer 33-Jährigen.
Der E-Bike-Fahrer kollidierte frontal mit diesem. Sowohl der 44-Jährige als auch eine fünfjährige Insassin im Skoda wurden bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Der Hund des E-Bike-Fahrers, der in seinem Rucksack saß, wurde auf die Straße geschleudert und erlitt Verletzungen, an denen er in einer Tierklinik verstarb.
Ein im Nachgang durchgeführter Drogenschnelltest bei dem E-Bike-Fahrer reagierte positiv auf Cannabis und Amphetamine. Die Polizei ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf 6.300 Euro.
Warum der Transport eines Tieres im Rucksack lebensgefährlich sein kann
Viele Tierhalter unterschätzen, wie gefährlich es ist, ein Tier – vor allem einen Hund oder eine Katze – auf dem Fahrrad im Rucksack mitzunehmen. Selbst bei niedriger Geschwindigkeit wirken bei einem Sturz oder Zusammenstoß enorme Kräfte auf den Körper des Tieres. Da Rucksäcke keinerlei Schutzfunktion haben, kann das Tier durch den Aufprall herausgeschleudert oder im Inneren zerquetscht werden.
Hinzu kommt: Tiere reagieren empfindlich auf Vibrationen, Fahrtwind und Geräusche. In einem geschlossenen Rucksack fehlt es an Luftzirkulation, Temperaturausgleich und Sichtkontakt – das verursacht Stress, Panik und Atemprobleme. Selbst bei kurzen Fahrten kann es zu Überhitzung oder Sauerstoffmangel kommen.
Für den Transport kleiner Hunde oder Katzen sind ausschließlich geprüfte Fahrradtransportkörbe oder spezielle, gut belüftete Tieranhänger geeignet, die mit einem Sicherheitsgurt oder einer Leine ausgestattet sind. Auch hier gilt: Nur stabile Befestigungen verwenden und das Tier schrittweise an die Bewegung und Geräuschkulisse gewöhnen.
Ein Tier im Rucksack mitzunehmen mag bequem erscheinen – es ist jedoch hochriskant und kann im Ernstfall tödlich enden.
Quelle: Polizei Sachsen; Infobox: Polizei.news Redaktion
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