Worms, RLP: Jugendliche kaufen Vapes und Tabak – Polizei findet gefälschte Markenware
Polizei.news Redaktion Deutschland Polizeinews Regionen Rheinland-Pfalz
Am heutigen Dienstag, 25.11.2025, haben Kräfte der Polizeiinspektion Worms gemeinsam mit dem Kommunalen Vollzugsdienst und dem Gewerbeamt der Stadt Worms Testkäufe zur Überwachung des Jugendschutzes in Worms durchgeführt.
Das Augenmerk lag hierbei nicht nur auf den Geschäften in der Wormser Innenstadt, sondern auch auf Tankstellen und Supermärkten im gesamten Stadtgebiet. Insgesamt wurden 24 Kontrollen durchgeführt – in 17 Fällen haben die jugendlichen Testkäufer problemlos altersbeschränkte Ware erhalten.
Die Verkäufer zeigten sich bei den anschließenden Ansprachen weit überwiegend selbstkritisch. In einem Fall reagierte ein Verkäufer stark aufbrausend und verweigerte mehrfach die Angabe seiner Personalien. Erst nach Androhung einer erkennungsdienstlichen Behandlung gab er seine Daten an – ihn erwarten nun gleich zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen.
Besonders hervorgehoben wird ein Fall, bei dem die Testkäufer in einem Geschäft in der Wormser Innenstadt auf Nachfrage sogenannte „Vapes“ erhielten, welche über keine Steuerbanderole verfügten und deren Nikotingehalt den gesetzlichen Höchstwert um ein Vielfaches überschritt. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Geschäftsräume wurden eine grössere Anzahl weiterer unversteuerter Vapes, mehrere Packungen unversteuerten Tabaks und eine grössere Menge gefälschter Markenkopfhörer aufgefunden und sichergestellt. Diese Gegenstände waren teils in hierfür präparierten Hohlräumen in den Wänden versteckt.
Den Inhaber erwarten nun neben einer Anzeige nach dem Jugendschutzgesetz auch mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen gewerbsmässiger Steuerhinterziehung.
Die Polizei Worms ist sich der anhaltenden Problematik der Nutzung von Vapes und anderen Nikotinprodukten durch Jugendliche bewusst und wird dieses Ergebnis zum Anlass nehmen, auch zukünftig gemeinsam mit Vollzugdienst und Gewerbeamt verstärkt Kontrollen durchzuführen.
Quelle: Polizeidirektion Worms
Bildquelle: Polizeidirektion Worms