Schweiz: Warnung vor Jobbetrug – Opfer werden zu unwissenden Komplizen Krimineller
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Mit verlockenden Jobangeboten ködern Kriminelle ihre Opfer in die Rolle sogenannter Money Mules.
Hinter dem harmlos wirkenden Nebenverdienst verbirgt sich in Wahrheit Geldwäscherei mit schwerwiegenden rechtlichen Folgen für die Betroffenen.
Die Betrugsmasche
Kriminelle nutzen Jobportale, soziale Medien und täuschend echt wirkende Unternehmensseiten, um mit attraktiv klingenden Stellen zu ködern. Gesucht werden angebliche Remote-Mitarbeitende oder Produkttester, die einfache Aufgaben übernehmen und dafür überdurchschnittlich hohe Provisionen versprochen bekommen.
Nach einer kurzen „Bewerbung“ über Chats oder Online-Formulare werden persönliche Daten, Ausweiskopien und Bankinformationen verlangt. Anschliessend erhalten die Betroffenen scheinbar professionelle Arbeitsverträge und Anweisungen, neue Konten oder Krypto-Wallets zu eröffnen. Über diese sollen Zahlungen weitergeleitet oder angebliche Aufträge abgewickelt werden.
Zur Täuschung betreiben die Täter oft auch eigene Online-Portale, auf denen Aufgaben, vermeintliche Einnahmen und zusätzliche gegen Vorauszahlung freischaltbare Premium-Aufträge angezeigt werden.
Am Ende bleiben die zugesagten Auszahlungen aus und die Täter tauchen unter. Die Betroffenen sehen sich stattdessen unerwartet mit Ermittlungen wegen Geldwäscherei konfrontiert, da auch das unwissentliche Weiterleiten krimineller Gelder strafbar sein kann.
Solche Jobangebote sollten daher konsequent gemieden und den zuständigen Stellen gemeldet werden.
Was muss ich tun
- Geben Sie niemals Ihre Bank- oder Zugangsdaten an Dritte weiter.
- Seien Sie misstrauisch bei Kredit- oder Jobangeboten ohne Bonitätsprüfung oder mit unrealistisch guten Konditionen.
- Reagieren Sie sofort bei verdächtigen Transaktionen und kontaktieren Sie Ihre Bank.
- Lassen Sie sich von vermeintlichen Arbeitgebern oder Kreditgebern weder unter Druck setzen noch einschüchtern.
- Verwenden Sie für Bewerbungen und Online-Kontakte nur seriöse Plattformen.
- Löschen Sie verdächtige Nachrichten und klicken Sie nicht auf enthaltene Links.
- Melden Sie verdächtige Angebote auf Cybercrimepolice.ch.
- Holen Sie sich bei finanziellen Schwierigkeiten Unterstützung bei einer offiziellen Schuldnerberatung.
Ich habe bereits meine Kontodaten weitergegeben
- Kontaktieren Sie sofort Ihr Finanzinstitut und lassen Sie alle betroffenen Konten und Karten sperren.
- Ändern Sie alle Passwörter, die Sie im Zusammenhang mit Bewerbungen oder Bankzugängen genutzt haben.
- Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.
- Sammeln Sie alle Unterlagen (E-Mails, Chats, Verträge, Inserate), um die Ermittlungen zu unterstützen.
Quelle: Cybercrimepolice.ch
Bildquelle: Cybercrimepolice.ch