Gotthard TI: Längere Wartung im Januar 2026 – Fernverkehr fährt über Panoramastrecke
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Zwischen dem 12. und 23. Januar 2026 wird der Grossteil des Bahnverkehrs auf der Gotthardachse über die Panoramastrecke umgeleitet.
Grund dafür sind umfangreiche Wartungsarbeiten im Gotthard-Basistunnel, die längere Arbeitsfenster erfordern als die üblichen nächtlichen Unterhaltsintervalle.
Der Gotthard-Basistunnel (GBT) ist mit 57 Kilometern die längste Eisenbahntunnelanlage der Welt und benötigt regelmässige Wartung. An jedem Wochenende wird eine Tunnelröhre für zwei Nächte – von Samstag auf Sonntag und von Sonntag auf Montag – während jeweils acht Stunden gesperrt. Für gewisse Erneuerungsarbeiten reichen diese acht Stunden jedoch nicht aus.
Insbesondere Anlagen, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, müssen erneuert werden, um die Sicherheit weiterhin zu gewährleisten. Dafür sind längere Sperrzeiten nötig, in denen ein Drittel des Tunnels rund um die Uhr geschlossen bleibt. Für das Jahr 2026 ist dieser Zeitraum im Januar vorgesehen.
Zwischen 2024 und 2027 wird im Rahmen dieser verlängerten Wartungsfenster das Funksystem im Tunnel ersetzt, das teilweise noch aus der Zeit vor 2016 stammt und inzwischen das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat.
Fahrplanänderungen im Januar 2026
Die wichtigsten Anpassungen:
- Am 3. Januar 2026 fallen einzelne InterCity- und EuroCity-Verbindungen aus.
- Vom 12. bis zum 23. Januar 2026 verkehren die meisten InterCity- und EuroCity-Züge über die Gotthard-Panoramastrecke. Die Reisezeit verlängert sich um rund eine Stunde.
- Ausgenommen sind die trinationalen Verbindungen Mailand–Zürich–Frankfurt in beiden Richtungen sowie drei spezifische InterCity-Verbindungen:
- IC ab Basel um 05.04 Uhr Richtung Süden
- IC ab Chiasso um 05.30 Uhr Richtung Norden
- IC ab Zürich um 23.05 Uhr Richtung Süden
Diese Züge verkehren weiterhin durch den Gotthard-Basistunnel.
Zwischen Januar und Februar 2026 sind entlang der Gotthardachse zudem weitere Grossbaustellen geplant – insbesondere zwischen Sisikon und Flüelen sowie am Bahnhof Lugano –, die zusätzliche Fahrplanänderungen mit sich bringen.
Die SBB empfehlen dringend, vor jeder Reise den Online-Fahrplan auf SBB.ch oder in der SBB Mobile App zu prüfen. Pendlerinnen und Pendler können in der App zudem eine persönliche Strecke speichern und per Push-Mitteilung automatisch über Störungen oder baustellenbedingte Abweichungen informiert werden.
Quelle: SBB
Bildquelle: Symbolbild © SBB