Würzburg, Bayern: Syrer (41) droht am Bahnhof mit Anscheinswaffe und landet in Haft
Polizei.news Redaktion Bayern Deutschland Polizeinews Regionen
Am frühen Freitagabend (2. Januar) gegen 18:15 Uhr erhielt die Bundespolizeiinspektion Würzburg Kenntnis von einer mutmaßlichen Bedrohungslage im Würzburger Hauptbahnhof.
Mehrere Reisende schilderten einer im Bahnhofsgebäude eingesetzten Streife der Bundespolizei, dass sie einen Mann mit einer Waffe gesichtet hätten.
Unverzüglich fahndeten die Beamten nach der Person und stellten diese in einem gastronomischen Betrieb im Bahnhof fest. Der einschlägig polizeibekannte 41-jährige syrische Staatsangehörige ließ sich widerstandslos festnehmen und wurde zur Dienststelle der Bundespolizei verbracht.
Bei ihm stellten die eingesetzten Kräfte eine täuschend echt aussehende Anscheinswaffe im Stile eines Revolvers fest. Die sofortige Videoauswertung der Überwachungskameras des Bahnhofgebäudes bestätigte, dass der Tatverdächtige in zwei gastronomischen Betrieben unter Vorhalt der Anscheinswaffe die Herausgabe von Geld und Lebensmitteln gefordert sowie eine bislang unbekannte Anzahl von Reisenden bedroht hatte.
Die detaillierte Auswertung der Videoaufzeichnungen dauert derzeit noch an. Die Bundespolizeiinspektion Würzburg eröffnete ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann aufgrund des Verdachts des versuchten Raubes, Bedrohung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Nach Rücksprache mit der Jour Staatsanwaltschaft in Würzburg ordnete diese eine Blutentnahme durch einen Polizeiarzt sowie die Vorführung des Tatverdächtigen beim Amtsgericht Würzburg im Laufe des 3. Januar an. Hier ordnete der zuständige Richter die Untersuchungshaft gegen den Syrer an.
In diesem Zusammenhang bittet die Bundespolizeiinspektion Würzburg um die Mithilfe der Bevölkerung. Personen die sich am 2. Januar 2026 im Zeitraum zwischen 17:45 Uhr und 18:30 Uhr in der unmittelbaren Umgebung des Würzburger Hauptbahnhofs befanden und Angaben zum Geschehensablauf machen können oder selbst als Geschädigte in Betracht kommen, können sich unter der Telefonnummer 0931/32259-1111 melden.
Quelle: Bundespolizeidirektion München
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