Schweizer Armee: Mehrheit des Olympia-Teams 2026 sind Sportsoldatinnen und Sportsoldaten
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94 der 175 Schweizer Athletinnen und Athleten an den Olympischen Winterspielen in Milano/Cortina sind Sportsoldatinnen und Sportsoldaten.
Sie werden von der Spitzensportförderung der Armee für Trainings und Wettkämpfe unterstützt, womit ein neuer Höchstwert erreicht wird.
175 Athletinnen und Athleten hat Swiss Olympic für die Olympischen Winterspiele in Milano/Cortina selektioniert, die vom 6. bis 22. Februar 2026 stattfinden. Der bisher grössten Schweizer Winterdelegation gehören 32 Sportsoldatinnen und 62 Sportsoldaten an. Sportsoldatinnen und Sportsoldaten absolvieren jährlich bis zu 130 WK-Diensttage, welche mit Sold und Erwerbsersatz entschädigt werden.
In allen 14 Sportarten vertreten
Die breite Förderung der Armee widerspiegelt sich auch in den Sportarten. In allen 14 Sportarten, an denen Schweizer Athletinnen und Athleten teilnehmen werden, sind Sportsoldatinnen und Sportsoldaten im Aufgebot. Debora Annen, Tim Annen, Omar Vögele (alle Bob), Noe Näff (Langlauf) und Vinzenz Buff (Skeleton) schlossen ihre Spitzensport-Rekrutenschule erst im vergangenen August ab.
Die RS unmittelbar vor sich haben Jonas Hasler und Sue Piller. Sie werden Mitte April in Magglingen einrücken und zählen noch nicht zum Bestand.
Steigerung von 12 auf 32 Sportsoldatinnen in acht Jahren
An den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking bestand das Schweizer Olympia-Team aus 167 Athletinnen und Athleten, davon waren 85 Sportsoldaten (50.9%). In Milano/Cortina sind es mit 94 Personen (53.7%) nochmals mehr.
Besonders markant ist die Entwicklung bei den Frauen: Waren 2018 in PyeongChang 12 Sportsoldatinnen Teil der Schweizer Equipe (16.7% der Olympia-Armeeangehörigen), sind es acht Jahre später 32 Frauen, was einem Anteil von 34% entspricht.
Sieben von neun Zeitmilitär-Spitzensportlern qualifiziert
Für Milano/Cortina qualifizierten sich 7 der 9 aktuellen Winter-Zeitmilitär-Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, die während des gesamten Olympia-Zyklus zu 50% bei der Schweizer Armee angestellt sind: Amy Baserga (Biathlon), Livio Wenger (Eisschnelllauf), Melanie Hasler (Bob), Nadja Kälin (Langlauf), Natalie Maag (Rodeln), Sina Siegenthaler (Snowboard Cross) und Talina Gantenbein (Ski Cross).
Mit Corinne Suter (Ski Alpin, Abfahrt), Alex Fiva (Skicross), Marco Odermatt (Ski Alpin, Riesenslalom), Ryan Regez (Ski Cross) und Jan Scherrer (Snowboard Halfpipe) stehen zudem eine Sportsoldatin und vier Sportsoldaten im Aufgebot, die bereits an den letzten Winterspielen Medaillen gewonnen haben.
75 Prozent der Medaillen und über 70’000 Diensttage im Jahr 2025
Die Bedeutung der Spitzensportförderung der Armee zeigt sich auch rückblickend: Im Jahr 2025 gewannen Schweizer Sportsoldatinnen und Sportsoldaten über 100 Medaillen an Welt- und Europameisterschaften und waren damit an 75% aller Schweizer Medaillen beteiligt.
An internationalen Militärwettkämpfen (CISM) erzielten sie eine Rekordausbeute von 39 Medaillen. Gleichzeitig leisteten sie über 70’000 Diensttage – ebenfalls ein Höchstwert.
Vergleich der Olympischen Winterspiele
PyeongChang 2018
- 72 von 171 Athletinnen und Athleten militarisiert (42.1%)
- Davon 12 Frauen (16.7%)
- 9 von 10 Winter-Zeitmilitär-Spitzensportlern dabei
Peking 2022
- 85 von 167 Athletinnen und Athleten militarisiert (50.6%)
- Davon 23 Frauen (27.1%)
- 8 von 9 Winter-Zeitmilitär-Spitzensportlern dabei
Milano/Cortina 2026
- 94 von 175 Athletinnen und Athleten militarisiert (53.7%)
- Davon 32 Frauen (34%)
- 7 von 9 Winter-Zeitmilitär-Spitzensportlern dabei
Quelle: Schweizer Armee
Bildquelle: Symbolbild © kovop/Shutterstock.com