Eschenbach SG: Feuerwehr kommt auf A53 nur langsam voran – Rettungsgasse fehlt offenbar
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Am Freitagabend kam es um 18.28 Uhr auf der A53 bei Eschenbach (SG) zu einem Einsatz, bei dem die Feuerwehr nur sehr langsam passieren konnte.
Was genau vorgefallen ist, ist derzeit noch unklar. Fest steht jedoch, dass die Einsatzkräfte auf der Nationalstrasse deutlich behindert wurden.
Der Vorfall zeigt, wie wichtig es ist, bei dichterem Verkehr genügend Platz zu lassen und eine durchgehende Rettungsgasse zu bilden, damit Feuerwehr, Sanität und Polizei schnell zur Einsatzstelle gelangen können.
So bildet man eine Rettungsgasse
Eine Rettungsgasse muss auf Autobahnen und Autostrassen mit mindestens zwei Fahrstreifen pro Richtung gebildet werden, sobald der Verkehr stark stockt oder zum Stillstand kommt – nicht erst, wenn Blaulicht oder Sirene zu sehen oder zu hören ist. Alle Fahrzeuge bleiben in ihrer Spur, rücken aber seitlich so weit wie möglich auseinander, damit in der Mitte ein freier Korridor für Einsatzfahrzeuge entsteht.
Auf zweispurigen Strassen fahren die Autos auf der linken Spur nach links, jene auf der rechten Spur nach rechts. Auf drei- oder mehrspurigen Abschnitten rücken alle Fahrzeuge auf der ganz linken Spur nach links, alle übrigen Spuren nach rechts, sodass die Rettungsgasse zwischen der linken und der mittleren Spur verläuft. Der Pannenstreifen bleibt frei und wird nicht als zusätzliche Fahrspur genutzt.
Wichtig ist, die Rettungsgasse von Beginn des Staus an zu bilden und sie solange offen zu halten, bis sich der Verkehr vollständig aufgelöst hat. Typische Fehler wie spätes Reagieren, das Schliessen der Gasse oder das Hineinfahren in den Korridor verzögern den Weg von Feuerwehr, Sanität und Polizei – und können im Ernstfall wertvolle Zeit kosten.
Quelle: Beobachtung SchneeToni
Bildquelle: Screenshot Video SchneeToni