Limmattal ZH: Weniger Autoverkehr trotz starkem Wachstum der Region

Die Ergebnisse des aktuellen Berichts des Verkehrsmonitorings Limmattal zeigen: Die Region wächst weiterhin stark, sowohl bei der Bevölkerung als auch bei den Arbeitsplätzen.

Trotz dieser Entwicklung hat der motorisierte Individualverkehr abgenommen und der öffentliche Verkehr gewinnt an Bedeutung.

Besonders die Limmattalbahn leistet einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Verkehrssystems.

Zwischen 2015 und 2024 ist die Bevölkerung im Limmattal (von Schlieren bis Würenlos) um 9’200 Personen auf rund 108’000 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen.

Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 1 Prozent.

Die Zahl der Beschäftigten nahm zwischen 2015 und 2022 um 9’500 auf insgesamt 68’500 zu (+2,5 Prozent pro Jahr).

Das Limmattal gehört damit zu den dynamischsten Entwicklungsräumen des Kantons Zürich und ist als Lebens- und Wirtschaftsraum für den gesamten Kanton von grosser Bedeutung.

Ein solches Wachstum würde üblicherweise zu einer deutlichen Zunahme des motorisierten Individualverkehrs führen.

Die Daten des aktuellen Berichts des Verkehrsmonitorings Limmattal belegen jedoch das Gegenteil.

An den rund 20 Zählstellen entlang der Kantonsstrassen wurden 2024 im Vergleich zu 2015 rund 28’000 Fahrzeuge pro Werktag weniger gezählt.

Dies entspricht einem Rückgang von rund 10 Prozent.

Insbesondere die Zürcher-/Badenerstrasse konnte vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Ein wesentlicher Grund für die Abnahme des motorisierten Individualverkehrs ist die Inbetriebnahme der Limmattalbahn.

Im Jahr 2024 wurden im öffentlichen Verkehr über die betrachteten Zählstellen rund 29’000 Fahrgäste pro Werktag mehr erfasst als noch 2016.

Dies entspricht einem Zuwachs von rund 14 Prozent.

Neben der S-Bahn als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Limmattal verzeichneten insbesondere die südlich der Bahnlinie gelegenen Räume starke Zuwächse.

Dort hat die Limmattalbahn das Angebot deutlich verbessert und gleichzeitig fand eine Siedlungsentwicklung an gut erschlossenen Lagen statt.

„Die Limmattalbahn hat eine deutliche Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr zum öffentlichen Verkehr ausgelöst und damit eine zukunftsfähige verkehrliche Gesamtlösung im Limmattal geschaffen“, sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh.

Mit dem Verkehrsmonitoring Limmattal überprüft das kantonale Amt für Mobilität die Wirksamkeit der im Limmattal umgesetzten oder laufenden Verkehrsoptimierungen.

Dazu zählen unter anderem die Realisierung der Limmattalbahn, verschiedene Strassenausbauten sowie der Ausbau der A1-Nordumfahrung.

Das Monitoring erfasst das Verkehrsaufkommen der verschiedenen Verkehrsmittel über die Zeit.

Ergänzend zeigen Bevölkerungsbefragungen, inwiefern das erweiterte Verkehrsangebot das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung beeinflusst.

 

Quelle: Kanton Zürich
Bildquelle: Kanton Zürich

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