Rostock, MV: Betrüger täuschen Bankanruf vor – Hausbank stoppt Überweisung über 16.000 €
Polizei.news Redaktion Deutschland Mecklenburg-Vorpommern Polizeinews Regionen
Nur durch die Sicherheitsmechanismen seiner Hausbank konnte ein 59-jähriger Rostocker kürzlich vor einem finanziellen Schaden in Höhe von 16.000 Euro bewahrt werden.
Der Mann war Opfer eines professionell durchgeführten Phishing-Betrugs geworden.
Bereits am 28. Januar erhielt der Geschädigte einen Anruf einer vermeintlichen Bankmitarbeiterin. Auf dem Display des Mannes erschien dabei die Telefonnummer seines tatsächlichen Bankberaters.
Die Anruferin verfügte zudem über detaillierte persönliche Informationen. Sie kannte nicht nur den vollständigen Namen und die Kontonummer des Rostockers, sondern wusste auch, mit wie vielen Endgeräten dieser aktuell in seiner Online-Banking-App angemeldet war.
Unter dem Vorwand angeblicher bankinterner Umstrukturierungen forderte die Täterin den Mann auf, sich über seine Banking-App einzuloggen und sämtliche angezeigten Freigaben zu bestätigen. Diese Vorgehensweise wiederholte sich über einen Zeitraum von drei Tagen hinweg mehrmals täglich.
Am vergangenen Wochenende entdeckte der Rostocker im Nachrichtenbereich seiner Banking-App eine E-Mail seiner Hausbank. Darin wurde er darüber informiert, dass er Opfer eines Phishing-Betrugs geworden war.
Die bereits auf ein fremdes Bankkonto überwiesene Summe von 16.000 Euro konnte aufgrund einer internen Warnmeldung rechtzeitig zurückgebucht und ein finanzieller Schaden verhindert werden.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen und warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche:
- Banken fordern niemals telefonisch oder per E-Mail zur Freigabe von Zahlungen oder zur Weitergabe sensibler Daten auf.
- Seien Sie misstrauisch bei Anrufen mit bekannten oder angezeigten Rufnummern (Rufnummern-Spoofing).
- Bestätigen Sie keine Freigaben, die Sie nicht selbst veranlasst haben.
- Kontaktieren Sie im Zweifel Ihre Bank ausschließlich über offizielle Kontaktwege und informieren Sie die Polizei.
Quelle: Polizeipräsidium Rostock
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