Sion VS: Verbrennungsopfer aus Crans-Montana in Rehabilitation überführt
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Die Suva-Kliniken informieren über den aktuellen Stand der Rehabilitation der von der Tragödie in Crans-Montana betroffenen Verbrennungspatientinnen und -patienten.
Seit dem letzten Medienstatement vom 8. Januar 2026 wurden weitere medizinische und organisatorische Schritte eingeleitet, um eine koordinierte und qualitativ hochstehende Versorgung sicherzustellen.
Bei den betroffenen Personen handelt es sich aktuell um Patientinnen und Patienten mit Wohnsitz in der Schweiz. Aufgrund der Schwere einzelner Verletzungen sowie der Anzahl der Fälle wird die Versorgung innerhalb der Suva-Kliniken koordiniert und bedarfsgerecht sichergestellt.
Ziel ist es, Patientinnen und Patienten aus dem Wallis nach Möglichkeit wohnortsnah in der Clinique romande de réadaptation (CRR) in Sion zu rehabilitieren.
Abhängig von der individuellen Verletzungs- oder Behandlungssituation sowie dem Rehabilitationsbedarf können Patientinnen und Patienten im Rahmen der koordinierten Versorgung auch in die Rehaklinik Bellikon (RKB) verlegt werden.
Die Suva-Kliniken unterstützen Betroffene und Angehörige bei der Organisation des Aufenthalts.
Aktuell befinden sich acht Patientinnen und Patienten in der Clinique romande de réadaptation in Sion sowie eine Patientin beziehungsweise ein Patient in der Rehaklinik Bellikon.
Die Suva-Kliniken behandeln normalerweise insgesamt rund 30 bis 40 Brandverletzte pro Jahr. Nun könnten ähnlich viele Patientinnen und Patienten innerhalb weniger Wochen oder Monate hinzukommen.
Der Prozess zur Rückführung der Betroffenen in die Schweiz läuft weiterhin koordiniert mit den behandelnden Akutspitälern im In- und Ausland. Erste Patientinnen und Patienten mit weniger schweren Verletzungen sind bereits in Einrichtungen der Suva-Kliniken verlegt worden.
In den kommenden Wochen ist die schrittweise Aufnahme weiterer Betroffener aus Schweizer Akutspitälern sowie aus europäischen Spitälern vorgesehen. Der Eintritt nach der Akutversorgung in die stationäre Verbrennungsrehabilitation ist bei Schwerstverletzten in der Regel frühestens nach zwei bis drei Monaten möglich.
Zur Sicherstellung einer optimal abgestimmten Versorgung entsandten die Suva-Kliniken in den vergangenen zwei Wochen Expertenteams zu Fachkolleginnen und -kollegen der akuten Verbrennungsversorgung in mehreren europäischen Partnerländern.
Ziel dieser, durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz organisierten Einsätze war der fachliche Austausch sowie die Abstimmung von Kapazitäten und Behandlungsabläufen.
Es wurden dabei insbesondere die Übergänge von der Akutversorgung in die spezialisierte stationäre Rehabilitation von Verbrennungspatientinnen und -patienten abgeklärt.
Neben den komplexen ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Aufgaben stellt insbesondere die psychosoziale Begleitung eine zentrale Herausforderung dar.
Für viele Betroffene ist eine französischsprachige Betreuung durch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter erforderlich, um den Rehabilitationsprozess ganzheitlich zu unterstützen.
Die Suva-Kliniken danken allen Partnerorganisationen im In- und Ausland sowie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz für die enge Zusammenarbeit und informieren weiterhin transparent über die nächsten Schritte.
Quelle: Suva-Kliniken
Bildquelle: Symbolbild © Nicolas Sedlatchek