Zug ZG: Zwei Iren nach „Lost Traveller Scam“ festgenommen
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Mit einer frei erfundenen Geschichte und vorgetäuschten Geldüberweisungen hat die Täterschaft vorwiegend junge Personen dazu bewogen, an einen Bankomaten Bargeld abzuheben und ihnen zu übergeben.
Dank intensiven Ermittlungen konnten vor wenigen Tagen zwei Tatverdächtige festgenommen werden.
Im Zeitraum vom 9. bis 24. Januar 2026 ist es im Kanton Zug zu insgesamt vier Betrugsdelikten mit identischer oder ähnlicher Vorgehensweise gekommen. Dabei handelt es sich um eine unter dem Begriff „Lost Traveller Scam“ bekannte Betrugsmasche. Dabei gelingt es der Täterschaft, mit glaubwürdig vorgetragenen, jedoch frei erfundenen Geschichten das Vertrauen von jungen Personen zu erschleichen.
In der Folge haben die Opfer an einem Bankomaten Bargeld abgehoben und der Täterschaft übergeben. Zur Untermauerung ihrer Geschichte zeigten die Betrüger den Geschädigten auf dem Smartphone Screenshots einer angeblich bereits getätigten Rücküberweisung des erhaltenen Geldbetrags. Die versprochene Überweisung erfolgte jedoch nie (vgl. Medienmitteilung 014 / 2026).
Im Zuge der Ermittlungen rückte ein Fahrzeug mit britischen Kontrollschildern in den Fokus der Zuger Polizei. Nachdem dieses Auto am Donnerstagmorgen (12. Februar 2026) einer Polizeipatrouille in der Gemeinde Steinhausen auffiel, wurde es gestoppt und die beiden Insassen festgenommen. Dabei handelt es sich um zwei irische Staatsangehörige im Alter von 27 und 35 Jahren. Im Fahrzeug der beiden Männer konnten zudem mehrere verschiedene britische Kontrollschilder gefunden und sichergestellt werden.
Aufgrund des dringenden Tatverdachts befinden sich die beiden Männer auf Antrag der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen sind im Gang. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt für die Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
Quelle: Zuger Polizei
Bildquelle: Zuger Polizei