Bad Segeberg, SH: Gefahrgut-Einsatz an Gymnasium – 11 Personen betroffen

Am heutigen Freitag (27.02.2026) wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg um 10:45 Uhr, gemeinsam mit zahlreichen weiteren Einsatzkräften unter dem Einsatzstichwort TH X R5 – Technische Hilfeleistung, Gefährdung durch Gefahrstoffe (CBRN), Großeinsatz Rettungsdienst Stufe 5 zu einer Schule im Stadtgebiet Bad Segeberg alarmiert.

Grund der Alarmierung war, dass mehrere Schülerinnen und Schüler nach dem Kontakt mit einer unbekannten Flüssigkeit in einem Klassenraum über Atembeschwerden sowie Hautreizungen klagten.

Unter der Einsatzleitung des Gemeindewehrführers André Schneider ergab die erste Lageerkundung, dass sich das betroffene Ereignis in einem Klassenraum im ersten Obergeschoss eines Gymnasiums ereignet hatte. Ein äußerlich sichtbarer Stoffaustritt konnte zunächst nicht festgestellt werden.


Proben wurden für die genaue Zuordnung durchnummeriert

Ein Angriffstrupp unter umluftunabhängigem Atemschutz führte daraufhin eine erste Kontrolle sowie Messungen im betroffenen Bereich durch. Parallel wurde das Schulgebäude vorsorglich vollständig geräumt.

Zur weiteren Unterstützung wurde der ABC-Zug des Kreises Segeberg hinzugezogen, der mit umfangreicher moderner Messtechnik zahlreiche Bereiche sowie Gegenstände aus dem Klassenraum beprobte und anschließend analysierte.


Atemschutztrupp mit einer Probe aus dem Klassenzimmer

Die Polizei sperrte während des Einsatzes die Hamburger Straße zwischen den Einmündungen Ziegelstraße und Am Landratspark vollständig für den Pkw-Verkehr.

Nach umfangreichen Messungen konnte nach etwa 1,5 Stunden Entwarnung gegeben werden. Sämtliche Messergebnisse zeigten keine Auffälligkeiten oder Hinweise auf gefährliche Stoffe. Die genaue Ursache für die zuvor aufgetretenen medizinischen Beschwerden kann seitens der Feuerwehr derzeit nicht benannt werden.


Einsatzfahrzeuge mit Messtechnik vor dem Schulgebäude

Der Rettungsdienst untersuchte im Einsatzverlauf insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft. Die zunächst festgestellten Hautreaktionen gingen schnell zurück, sodass kein Transport in ein Krankenhaus erforderlich war.

Der Einsatz konnte nach rund zwei Stunden beendet werden.

Eingesetzte Kräfte:

  • Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg mit 6 Einsatzfahrzeugen und 20 Einsatzkräften
  • Freiwillige Feuerwehr Klein Rönnau
  • Freiwillige Feuerwehr Stipsdorf
  • ABC-Zug Kreis Segeberg
  • Rettungsdienst:
  • 5 Rettungswagen (RTW)
  • 1 Krankentransportwagen (KTW)
  • 1 Notarzt
  • Organisatorischer Leiter Rettungsdienst
  • Leitender Notarzt

Weitere alarmierte Rettungsmittel aus dem Kreis Stormarn sowie der Berufsfeuerwehr Neumünster konnten den Einsatz auf der Anfahrt abbrechen und wurden nicht mehr benötigt.

 

Quelle: Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg
Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg