Kanton St.Gallen: Jugenddienst hielt 2025 fast täglich Präventionsreferate an Schulen

Pro Tag ein Referat – der Jugenddienst der Kantonspolizei St.Gallen

Auch im Jahr 2025 engagierte sich der Jugenddienst der Kantonspolizei St.Gallen mit grossem Einsatz für die Reduktion der Jugenddelinquenz und die nachhaltige Stärkung der Prävention.

Im Schnitt führten die Mitarbeitenden des Jugenddienstes im Jahr 2025 fast ein Referat pro Tag durch. Mit dieser Arbeit werden junge Menschen direkt erreicht und für heikle Themen sensibilisiert.

Ein besonderer Fokus lag erneut auf der engen Zusammenarbeit mit den Schulen in den 5. und 6. Klassen. Präventionsarbeit ist dort am wirksamsten, wo Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag erreicht werden. Entsprechend hoch war auch im vergangenen Jahr die Nachfrage nach unseren Angeboten.

Während in den Vorjahren deutlich unter 300 Referate jährlich durchgeführt wurden, ist das Jahr 2025 der bisherige Rekordhalter: Insgesamt führte der Jugenddienst im Jahr 2025 330 Präventionsreferate durch – also fast ein Referat pro Tag. In diesen Präventionsreferaten spricht man mit Schülerinnen und Schülern über aktuelle Themen wie digitale Medien, Gewalt, Pornografie, Sucht, Cybermobbing, KI oder das Jugendstrafrecht. Mit anonymisierten Fallbeispielen aus dem Polizeialltag zeigen die Mitarbeitenden des Jugenddienstes realitätsnah und anschaulich auf, welche Konsequenzen bestimmtes Verhalten haben kann.


Andreas Brühlmann, Leiter Jugenddienst der Kantonspolizei St.Gallen

Mit diesen Einsätzen konnten rund 7400 Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Fachpersonen erreicht und für zentrale Präventionsthemen sensibilisiert werden. Diese hohe Reichweite zeigt deutlich, wie wichtig und gefragt die Präventionsarbeit des Jugenddienstes ist. Durch die Referate werden sehr viele Schülerinnen und Schüler direkt erreicht und in einer für sie verständlichen und alltagsnahen Form für Risiken, Grenzen und verantwortungsvolles Verhalten sensibilisiert. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Themenbereich digitale Medien, der im Alltag von Kindern und Jugendlichen eine immer grössere Rolle spielt. Von den insgesamt 330 Referaten entfielen 252 Referate auf diese Thematik, was rund 76 Prozent aller Präventionsreferate entspricht. Fragen zu Social Media, Cybermobbing, Sexting, Datenschutz, rechtlichen Konsequenzen, etc. konnten in den Referaten offen angesprochen und praxisnah vermittelt werden. Damit leisten die Präventionsreferate einen zentralen Beitrag dazu, Jugendliche zu stärken, ihnen Orientierung zu geben und sie frühzeitig vor Risiken im digitalen Raum zu schützen.



Durchgeführte Referate im Jahr 2025

Der Jugenddienst ist noch an weiteren Fronten aktiv: Nebst der Prävention gehört auch die Führung von Ermittlungen in das Repertoire. Je nach Fall bedeutet dies Festnahmen, Hausdurchsuchungen sowie die Auswertung von sichergestellten Datenträgern. Darüber hinaus ist der Jugenddienst die kantonale Ansprechstelle für Jugendliche und deren Bezugspersonen. Er arbeitet eng mit Eltern, Fachstellen und der Jugendanwaltschaft zusammen. Die Mitarbeitenden engagieren sich in Arbeitsgruppen und sind regelmässig an Orten präsent, an denen sich Jugendliche aufhalten. So bleiben sie nahe an den Entwicklungen und am Lebensumfeld der jungen Menschen.

Das untenstehende Video ist nur ein Beispiel aus der Praxis. Es zeigt die Gefährlichkeit von sogenannten Deepfakes und wie Jugendliche durch unbedachte Posts einfach erpresst werden können.



 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Kantonspolizei St.Gallen

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