Kanton Wallis: Betrüger geben sich als Polizisten aus – ältere Menschen im Visier

Die Kantonspolizei meldet einen Anstieg sogenannter Schockbetrügereien, die es in den letzten Wochen auf ältere Menschen abgesehen haben.

Seit dem 1. Januar wurden mehrere Fälle gemeldet, in denen sich Kriminelle als Polizisten, Ärzte oder Enkelkinder ausgeben, um ihre Opfer zu täuschen und Geld oder Wertgegenstände zu stehlen.

Bislang wurden vier Betrugsfälle gemeldet, die zu einem Gesamtschaden von mehreren Hunderttausend Franken geführt haben.

Um das Bewusstsein für die Gefahren dieser Betrugsmasche zu schärfen, wenden wir uns erneut an die Bevölkerung, Familienangehörige und diejenigen, die ältere Menschen unterstützen oder als Ansprechpartner für sie fungieren, sowie an die Medien.

So gehen Betrüger vor:

  • Das Opfer wird typischerweise telefonisch von einer Person kontaktiert, die sich als Polizist ausgibt und behauptet, ein Verwandter sei in einen schweren Unfall verwickelt gewesen und müsse gegen Kaution freigelassen werden, um einer Verhaftung zu entgehen. Alternativ kann sich der Betrüger als Arzt ausgeben und behaupten, ein Verwandter sei im Krankenhaus und benötige dringend eine experimentelle oder anderweitig nicht versicherte, sehr teure Behandlung. Die Täter nutzen die knappe Zeit aus und setzen das Opfer unter Druck, sofort Bargeld oder Wertsachen aus dem Haushalt herauszugeben. In einer weiteren Variante geben sich die Betrüger als Neffe aus und behaupten nach dem Aufbau einer Beziehung zum Opfer, dringend Geld für den Abschluss eines Immobiliengeschäfts oder eines anderen Geschäfts zu benötigen, das sonst scheitern würde.
  • Betrüger sind äußerst geschickt darin, plausible Szenarien zu erfinden. Sobald sie Kontakt zu ihrem Opfer aufgenommen haben, lassen sie es das Gespräch nicht unterbrechen und halten gegebenenfalls sowohl die Festnetz- als auch die Mobilfunkverbindung aufrecht. Anschließend drängen sie das Opfer, Geld von Banken oder Postämtern abzuheben und Wertgegenstände (Gold, Schmuck usw.) aus dem Haus zu holen. Schließlich vereinbaren sie ein Treffen zur Abholung der Gegenstände.

Dieses Phänomen ist besonders heimtückisch, und die Kenntnis der angewandten Techniken kann für den eigenen Schutz von entscheidender Bedeutung sein.

Tipps zum Schutz Ihrer selbst:

  • Seien Sie immer vorsichtig, wenn Sie Anrufe erhalten, in denen Sie um Geld gebeten werden.
  • Erwähnen Sie niemals die Namen Ihrer Verwandten am Telefon.
  • Im Notfall sollten Sie angeben, dass Sie zunächst jemanden anderen konsultieren müssen, und das Telefongespräch sofort beenden. Kontaktieren Sie anschließend einen vertrauenswürdigen Verwandten und überprüfen Sie die Informationen.
  • Geben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde.
  • Geben Sie niemandem Auskunft über Ihr Vermögen, weder über Ihr Privatvermögen noch über Ihr Bankvermögen.
  • Sollte Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommen, informieren Sie umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 117.
  • Informieren Sie Ihre Verwandten und Bekannten über die Existenz dieser Betrugsmasche und sensibilisieren Sie sie für die damit verbundenen Risiken.
  • Blockieren Sie anonyme Nummern auf Ihrem Telefon.
  • Sie haben die Möglichkeit, Ihre Telefonnummer aus Online-Verzeichnissen (local.ch / search.ch, https://www.localsearch.ch/it/cancellare-il-profilo-privato/) entfernen zu lassen.

 

Quelle: Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Symbolbild © Ground Picture/Shutterstock.com

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