Kerzers FR: Busbrand mit mindestens sechs Toten – Täter soll sich selbst angezündet haben

Nach dem tragischen Brand, der gestern in Kerzers in einem Bus ausgebrochen ist, deuten die ersten Ermittlungsergebnisse auf eine vorsätzliche Tat ohne ideologisches Motiv hin. Mindestens sechs Personen sind ums Leben gekommen und konnten bislang noch nicht identifiziert werden; fünf Personen wurden verletzt und identifiziert. Die Ermittlungen und Abklärungen dauern an, um die genauen Umstände dieses tragischen Ereignisses zu klären.

Am Dienstag, den 10. März 2026, ereignete sich in einem Bus in Kerzers ein tragischer Brand. Den ersten Ermittlungsergebnissen zufolge soll eine Person – angeblich ein männlicher junger Schweizer – gegen 17:45 Uhr in Düdingen in den Bus eingestiegen sein und sich gegen 18:25 Uhr in Kerzers selbst in Brand gesetzt haben, bevor sich das Feuer auf das gesamte Fahrzeug ausbreitete.

Ein Terrorakt wird von der Staatsanwaltschaft aktuell ausgeschlossen.



Erste Anhörungen und Zeugenaussagen lassen erkennen, dass der Täter allein gehandelt hat und vermutlich die schweizerische Staatsangehörigkeit besitzt sowie im Kanton Bern wohnhaft ist. Es könnte sich um eine psychisch instabile Person handeln, die von ihrer Familie als vermisst gemeldet wurde. Diese Person befindet sich vermutlich unter den Verstorbenen.

Derzeit beklagen wir mindestens sechs Todesopfer. Die Identifizierungsmassnahmen laufen, und die Ergebnisse sollten in den nächsten Stunden vorliegen, um deren Identität zu bestätigen. Ausserdem wurden fünf Personen verletzt: Drei von ihnen mussten ins Spital eingeliefert werden. Zwei Personen befinden sich derzeit noch in Behandlung, während eine Opferperson in der Nacht nach Hause zurückkehren konnte. Den gesammelten Erkenntnissen zufolge können wir bestätigen, dass alle Opfer in der Region wohnhaft sind. Die Kantonspolizei Freiburg drückt ihre tiefe Solidarität mit den Familien und Angehörigen der Opfer aus.

Bezüglich des Busses handelte es sich um ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Da ein menschliches Handeln als wahrscheinlichste Ursache gilt, kann ein technischer Defekt des Busses zu diesem Zeitpunkt der Ermittlungen ausgeschlossen werden.

Der Einsatz erforderte die Intervention mehrerer Patrouillen und Spezialisten der Kantonspolizei Freiburg, zehn Ambulanzen (aus den Kantonen Waadt, Bern, Freiburg und Neuenburg), des SMUR (mobile Dienst für Notfallmedizin und Reanimation) und die REGA sowie rund vierzig Feuerwehrleute der Bataillone See – Lac, Broye und Saane. Eine Hotline wurde eingerichtet. Das Care Team See/Lac & Sense war ebenfalls vor Ort im Einsatz. Für die Opfer und ihre Angehörigen sowie für weitere betroffene Personen, wie zum Beispiel Zeugen, freiwillige Helfer und alle Anwesenden, wurde psychologische Unterstützung organisiert. Ergänzend können die Opfer und ihre Angehörigen auch Leistungen der Opferhilfe (OHG) in Anspruch nehmen.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eröffnet, und die Untersuchungen dauern an, um die genauen Umstände dieses tragischen Ereignisses zu klären.

 

Quelle: Kantonspolizei Freiburg
Bildquelle: DerToni/Polizei.news

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