Schweizer Armee: Bericht warnt vor Defiziten – Rüstungsfähigkeit im Fokus

Der Autor stellt kriegswirtschaftliche Auswirkungen des Ukrainekriegs dar.

Er stellt u. a. fest, dass weder die NATO noch die EU noch die Schweiz bei Ausbruch des russischen Angriffskriegs 2022 konkrete Pläne für einen raschen Aufwuchs einer Kriegswirtschaft aktivierten.

Russland hingegen vollzog den Übergang zur Kriegswirtschaft konsequent.

Bezogen auf die Rüstungsindustrie kommt der Autor zum Schluss: „Die private europäische Rüstungsindustrie ist primär auf internationale Mä

rkte und Profitabilität ausgerichtet und nicht auf raschen Kapazitätsaufbau für den Eigenbedarf.“ Und: „Die jahrzehntelange Desinvestition in die schweizerischen kriegswirtschaftlichen Fähigkeiten hat gravierende Folgen.“

Mit Blick auf die Zukunft hält er jedoch fest: „Europa beginnt, die Lehren aus dem Ukrainekrieg umzusetzen. Mit dem Instrument SAFE (Security Action for Europe) nimmt die EU erstmals selbst Kapital am Markt auf und vergibt langfristige, günstige Kredite an Mitgliedstaaten. Ziel ist nicht Forschung, sondern schnelle, skalierte Beschaffung dringend benötigter militärischer Fähigkeiten und der beschleunigte Hochlauf der Rüstungsindustrie. Mehrere europäische Staaten haben gemeinsame Beschaffungsprogramme angekündigt, um innerhalb kurzer Zeit kostengünstige bodengestützte Luftverteidigungssysteme, autonome Abfangdrohnen und günstige Effektoren in Serie zu bringen. Diese gelten als wirksame und deutlich billigere Alternativen zu klassischen Lenkwaffensystemen. Wenn Europa künftige Kriege verhindern will, muss es glaubhaft zeigen, dass es über die Fähigkeit verfügt, Kriege zu führen und zu gewinnen.“



 

Quelle: Schweizer Armee
Bildquelle: RAD

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